Dienstag, 7. Juli 2009

Tag 2



Mein Jet-leg ist über Nacht anscheinend total verschwunden, ich hab bis 7Uhr geschlafen (Mitternacht in Österreich) und konnte problemlos aufstehen. Da ich ein echt rein japanisches Zimmer mit Schiebetüren habe höre ich wirklich alles was draussen vor sich geht. Diese Türen sind irgendwie ein reiner Sichtschutz.Nach dem Frühstück (Mini-Sandwiches, Onigiri und Tee) habe ich dann auch den Gastvater kennen gelernt. Ganz nett, aber schnell wieder weg. Er hat noch schnell ein Foto von mir mit dem Handy gemacht eher er in die Arbeit (?) oder sonst wohin düste.Danach ging es mit den Kindern zu einer Nachhilfeschule oder so etwas in der Art. Wobei ich nicht glaube, das Kinder in dem Alter etwas mit Ökologie zu tun haben. Parallel zum Unterricht der Kinder bekamen die Eltern einen Crash Kurs über den Inhalt und sonstige Wissenswerte Dinge vermittelt. Auch der letzte Test oder Hausübung wurde eingehend mit den Eltern besprochen.Das ganze hat aber länger gedauert als ich ursprünglich dachte, aber was solls.Danach sind wir mit einer befreundeten Familie Ramen essen gegangen (siehe Bild).
Das Lokal war gerammelt voll und das scheinbar dauerhaft, denn beim betreten des Lokals muss man sich in eine Warteliste eintragen, nach der man aufgerufen wird.Auch akustisch ging es dort ziemlich zur Sache, neben dem allgegenwärtigen „Irrashaimaseeee“ das einem von 10 Angestellten zugerufen wird, werden hier auch Bestellungen durchs halbe Lokal geschrieen, Gäste von der Liste aufgerufen und aus der eigenen Spielecke für Kinder dröhnt es auch ohrenbetäubend.Aber gut war es auf jeden Fall und noch dazu verdammt günstig für so eine riesige Portion.Danach ging es ohne Zwischenstopp zum Bahnhof, wo sich alle Gastfamilien mit ihren neuen Austauschschülern aus der Gegend trafen, speziell um uns armen Ausländern zu zeigen wie man zum Bahnhof kommt und wie man zum Ticket und Zug kommt. Ich war zuerst neugierig auf die anderen Gaststudenten, die paar die ich vorher schon am Flughafen kurz kennen gelernt habe wohnen ja nicht in meiner Nähe, aber die Studenten die zum Treffen antanzten waren allesamt Jungs, 3 Italiener (die die ganze Zeit auf italienisch daher plapperten) und ein 16 jähriger Amerikaner. Ich bin also das einzige Mädl in der zukünftigen Fahrgemeinschaft. Wobei ich auch erfahren habe, dass ich aufgrund meiner Vorkenntnisse in den Fortgeschrittenen Kurs am Nachmittag komme, wogegen die Jungs scheinbar kaum Japanisch können, bis auf einen, aber da weiss ich auch nicht ob ders gut genug für den Nachmittagkurs ist. Also werde ich wohl doch mehr oder weniger alleine unterwegs sein, gefällt mir sowieso besser.Nach dem langweiligen Treffen ist meine Gastmutter mit mir und den Kindern im Schlepptau auch noch ein wenig einkaufen gegangen. Die Kinder weichen mir inzwischen kaum noch von der Seite und ich schlenderte mit 2 kleinen Kindern an der Hand durch den „Suupaa“ (Supermarkt). Besonders die kleine hat sich an mir einen Narren gefressen.Danach gings nach Hause, wo die 2 älteren ihre Hausaufgaben erledigen mussten. Ich spielte inzwischen mit der Kleinen oder unterhielt mich mit der Gastmutter.Später gab es Abendessen (kalte Udon Nudeln in Sauce, Sandwiches und Suppe).Inzwischen ist es 10 Uhr und endlich ruhig (sie glauben ich schlafe schon). Interessanterweise ist der Gastvater noch immer nicht zuhause, würde mich echt interessieren was der den ganzen Tag macht.

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