Montag, 13. Juli 2009

Freitag- Woche 1



Meine morgendliche Mahlzeit bestand heute aus 2 Onigiri mit Thunfisch Füllung sowie 2 Mini Würstchen, eigentlich ganz gut, nur etwas zu salzig für meinen Geschmack.
Ich habe heute kurz vor 9 Uhr mit der Familie das Haus verlassen. Die Gastmutter ist mit den 2 kleineren Kindern Richtung Chiba gefahren und ich bin Richtung Tokyo los. Ich hatte heute vor, die Gegend um die Station Ochanomizu zu erkunden und dann Richtung Suidobashi zur Schule zu gehen. In der Zeitschrift, die ich mir letztens gekauft habe sind ein paar interessante Sightseeing Punkte eingezeichnet. Leider bin ich gleich zu Anfang in die falsche Richtung gelaufen, ich kehrte also um und lief in die andere Richtung. Die war anscheinend aber auch nicht die richtige, denn ehe ich mir`s versah war ich in Akihabara, dem Elektronik Viertel Tokyos. Dort muss ich in nächster Zeit noch mal hin, denn dieses Wochenende erscheint hier in Tokyo der neue Nintendo DSi in rot und den will ich unbedingt haben. Lustigerweise gibt’s den hier in allen möglichen Farben, während er bei uns nur in schwarz und weiß erhältlich ist.
In Akihabara gibt’s auch viele Touristen Shops, da muss man jedoch aufpassen wie es anderswo mit dem Preis aussieht. Aber ein paar Schnäppchen habe ich schon ergattert. Ein wunderhübsches Schalen-Set (4 Stück) in einem hellen blau mit Blümchen Verzierung. Ausserdem habe ich Erdbeer-Schokolade Daifuku gefunden und gleich 2 Packungen gekauft, die waren letztens sehr beliebt, als ich sie mitbrachte.
Des Weiteren ein paar kleine Sushi Magnete, Handyanhänger und Postkarten, die muss ich nur noch schreiben und abschicken ;)
Als ich meine kleine Shopping Tour beendet habe (weil mir die Taschen zu schwer wurden) wollte ich mich Richtung Ochanomizu und dann Richtung Suidobashi aufmachen. Auf diversen Umwegen bin ich dann auch dort gelandet. Dazwischen habe ich aber sogar noch einen Tempel besucht, da war aber nicht sehr viel los, kein Wunder bei der Hitze.
Bevor ich dann in die Schule gegangen bin, habe ich mir im Kombini nebenan noch kalte Udon gekauft, wirklich lecker und so erfrischend bei der Hitze. Die meisten anderen meinen Mitschüler essen auch vorm Unterricht etwas im Klassenzimmer, da gibt’s wenigstens eine Klimaanlage. Obwohl es überall etwas zum Kaufen gibt, essen Japaner eigentlich nichts auf der Straße, es gibt auch praktisch keine Sitzgelegenheiten dafür. Höchstens wenn man Stufen oder Gartenumrandungen Zweckentfremdet.
Im Unterricht war heute Aufsatz schreiben an der Reihe. Und zum Einstieg auch etwas leichtes, die übliche Selbstvorstellung, woher man kommt, was man an Japan mag, was man sehen möchte, usw.
Das interessante dabei ist, dass wir im japanischen Stil schreiben. Also von oben nach unten und von rechts nach links. Es gibt da ein paar Regeln zu beachten und man schreibt auf speziellem Papier, das vorgefertigte Kästchen für die Schriftzeichen hat. Wir bekommen die Schreibutensilien zwar von der Schule, aber ich habe mich nach dem Unterricht in einem Office-Store einen solchen Block gekauft, in Europa kriegt man so was ja gar nicht.
Ich bin heute extra direkt nach der Schule nach hause gefahren, weil ich dachte, dass heute das Stadtfest in Inage ist, aber anscheinend habe ich mich mit dem Tag vertan, ich werde morgen meine Gastmutter fragen wann genau das Matsuri ist.
Heute gab’s endlich mal was Leckeres zum Essen. Eine Art Omelette mit Surimi, Lauch, Zwiebeln und einer Okonomiyaki ähnlichen Sauce. Dazu wie immer Reis und Miso Suppe sowie Salat.
Beim Abendessen hat die Oma der Kinder angerufen und eine nach der anderen hat mir ihr geredet. Soweit ich das mitbekommen habe, fürchtet sich die Mittlere ein wenig vor mir, sie redet auch kaum mit mir, gibt mir auch nicht die Hand, wie die anderen beiden, wenn wir auf der Straße sind. Beim Foto kucken war sie aber heute auf dabei, wobei sie erst später dazu gestoßen ist. Sie scheint überhaupt etwas hinten nach zu sein. Sie hat spezielle Stäbchen mit Fingerringen, damit sie die Stäbchen richtig hält, die Kleine hingegen kann schon ganz gut mit ganz normalen essen. Sie ist auch die weinerlichste von allen.
Morgen fahre ich nach Asakusa, dem Tempel Viertel Tokyos. Laut meinem kleinen Tokyo Führer befinden sich vor den 2 Haupttoren des Tempels sehr viele Shops, die traditionelle japanische Sachen verkaufen. Ich werde mich auf jeden Fall umsehen, aber da dort sicher viele Touristen sind, werde ich bei den Preisen aufpassen. Meine Gastmutter meinte, in den 100 Yen Shops bekommt man vieles sehr viel günstiger.

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