Dienstag, 7. Juli 2009
Erster Schultag- Orientierungsveranstaltung
Ich bin heute morgen mit den anderen aus der Gegend zur Schule gefahren. Dummerweise haben die 3 Italiener die Führung übernommen. Eigentlich gibt es eine direkte Zugverbindung zwischen meiner Heimstation (Inage) und der Schulstation (Suidobashi) aber die Italiener haben sich eingebildet in Bakurocho umzusteigen und von dort bis Jimbocho zu fahren. Von dort aus hatten wir dann auch noch wahnsinnig weit zu laufen und das noch dazu im Regen. Der Zug, den wir zuerst genommen hatten, war gerappelt voll, eben Tokyo zur Stoßzeit.In der Schule warteten alle neuen Schüler auf ihre Einstufungstests, davon hab es im ganzen 3 Stück. Einen leichten Test, den ich ohne Probleme ausfüllen konnte, einen schwereren, bei dem ich schon ein paar Probleme hatte und ein Interview, das gleichzeitig mit 10 anderen stattfand, weswegen ich nur die hälfte verstanden habe und ständig nachfragen musste.Danach gabs eine Orientierungseinführung, wie das bei der Schule so alles abläuft, wo wir wahrscheinlich unsere Kurse haben und so weiter.Danach gabs eine Mittagspause, in der ich den Starbucks in der Nähe getestet habe, leider haben sie dort kein W-Lan wie das bei uns der Fall ist. Aber der Kaffee war günstig und gut ;)Danach musste ich schon wieder zurück, zur Orientierungsveranstaltung für den Homestay. Dort ist mir dann aufgefallen, dass sich die Italiener anscheinend abgesetzt haben, der arme kleine Amerikaner war ganz allein. Der hat sich dann auch gleich an mich geklammert und mich gefragt ob ich eh mit ihm wieder zurück fahre. *g*Der Kleine versteht noch nicht einmal die Silbenschrift und ist alleine scheinbar ziemlich aufgeschmissen. Wir haben dann den direkten Weg zwischen Schule und Heimbahnhof gewählt, der Zug hielt zwar in allen Stationen und war deswegen langsamer, aber er war im Gegensatz zum morgentlichen Zug praktisch leer. Das war sehr viel angenehmer und ich würde in jedem Fall diesen Zug bevorzugen. In Inage angekommen sind wir dann noch ein bisschen durch die Gegend gelaufen und haben uns eines der Kaufhäuser angesehen. Der dumme kleine Amerikaner hat nicht daran gedacht eine Tasche mitzunehmen und hat deswegen die ganzen Sachen ständig in der Hand halten müssen. Nun hat er sich nach einer Tasche umgesehen, hatte jedoch nicht genug Geld dafür dabei.Im Kaufhaus musste ich dann mal für kleine Mädchen und auf der Toilette gab es nur Klos im japanischen Stil, sogar mit künstlicher Geräuschkulisse, damit man das geplätscher nicht hört *g*Als ich dann meine Gastmutter angerufen habe um ihr mitzuteilen, dass ich auf dem Weg nachhause bin (ich habe immer noch keinen Schlüssel bekommen) wurde ich schon sogleich vorm Haus abgefangen. Die älteste wurde zum Ballet gefahren, danach sind wir in einen Metro-artigen Shop gefahren. Die Kleinste hat diese Woche Geburtstag und für die Party wurde mächtig viel eingekauft sowie eine Torte bestellt. Dort haben sie neben Lebensmittel aber auch Elektrogeräte, wie zum Beispiel den neuen Nintendo DSi, sogar recht günstig... Ich überlege ob ich den gleich dort kaufen soll wenn wir die Torte abholen.Wir hatten gerade mal die Einkäufe nachhause gebracht, da gings auch schon wieder weiter, diesmal zu Fuss und ich allein mit den Kindern voraus. Zuerst zu 2 Frauen, die ich vom gestrigen Treffen her noch kenne, dann mit ihnen und den Kindern zusammen in ein Restaurante. Dort wartete schon eine andere Gastfamilie auf uns, die eine Deutsche Gaststudentin hat, ich habe sie zwar heute in der Sprachschule gesehen, aber kein Wort mit ihr gewechselt. Aber zu übersehen war sie nicht, sie ist nämlich verdammt übergewichtig und noch dazu nicht gerade groß (schlechte Kombination) Mitsamt der ganzen Kinderhorde haben wir dort Sukiyaki gegessen. Auf dem Tisch steht ein kleiner Griller über dem man die kleinen marinierten Fleischstücke brät, dazu gab es viel Salat, Reis und Suppe. Irgendwann nach 22Uhr sind wir dann endlich zuhause angekommen, nacheinander schnell ins Badezimmer und dann schnurstracks ins Bett.Meine Gastmutter wundert sich ziemlich, dass ich morgen den Amerikaner zur Schule begleite, wo ich doch selbst erst am Nachmittag unterricht habe, aber mit tut der Kerl einfach leid, besonders weil ihn die anderen Jungs im Stich gelassen haben.Weil ich heute nirgendwo W-Lan gefunden habe, werde ich meine Blogs per USB-Stick mitnehmen und versuchen über die Pcs der Schule online zu stellen sowie Mails zu verschicken.
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