Donnerstag, 16. Juli 2009

Inage-Matsuri


Heute ist also endlich das Matsuri in Inage, aber dass ich nach der Schule direkt am Bahnhof abgeholt werde, ohne noch mal nachhause zu gehen, wurde mir erst gesagt, als ich in der Früh in den Zug eingestiegen bin.
Denn gerade heute habe ich mich aufs leichteste beschränkt, da ich den Laptop mitgenommen um meinen Freund online zu daten ;) Ich hab also auf Digicam und Videocam verzichtet.
Tja, da bleibt mir wohl nur übrig meine Gastmutter per Telefon zu fragen, ob sie mir zumindest meine Digicam mitnehmen kann.
Dummerweise ging das nicht mehr, da sie selbst auch nicht mehr nachhause fährt sondern unterwegs ist. Toll, ein Matsuri ohne Fotos, und das wo ich doch diesmal in einen echten japanischen Yukata gesteckt werden sollte!

In der Schule hatten wir dann heute Kanji Unterricht für den wir noch mal extra nach unserer Leistung unterteilt wurden. Für den Kanji Unterricht habe ich heute noch ein weiteres Lehrbuch bekommen (Fortgeschrittene Vol.3!)
Naja, noch mehr das ich heute rum schleppen muss….
Der Unterricht war dafür sehr interessant, der Lehrer (Nishimura) ist mit vollem Elan dabei und leiert nicht einfach nur die Beispiele aus dem Buch durch sondern versucht uns mit verschiedensten Kanji Kombinationen die Bedeutung näher zu bringen. Er kommt dabei nur ein bisschen arg vom Weg ab. Er schreibt uns dann sogar Kanjis aus, die mit dem Ursprünglichen gar nichts mehr zu tun haben.
Der Kanji Unterricht ist aber nicht den ganzen Tag sondern nur bis 15 Uhr, danach kommt meine Klasse wieder zusammen und hat normalen Grammatik Unterricht bis 17 Uhr.
Nach dem Unterricht bin ich gleich los gedüst Richtung Bahnhof, aber einen Express Zug Richtung Chiba habe ich leider nicht erwischt.
Am Bahnhof Inage werde ich gleich von meiner Gastmutter und Katsuki abgefangen und wir laufen Schnurstracks zur Wohnung der Bekannten, die mich sogleich in den Yukata einpackte.
Dummerweise ist das nicht gerade der schönste Yukata, blau mit großen verschieden farbigen Lilien und dazu gabs einen knallgelben Obi (Gürtel). Naja, ich fands nicht so besonders, aber ich hab mir einige „kawaiii“ eingefangen, aber das wohl eher weil ich als Ausländerin überhaupt so was trage.
Als dann so ziemlich alle versammelt waren, im ganzen 5 Austauschschüler, 6 kleine Kinder und 7 Erwachsene, größtenteils Gasteltern, sind wir dann los gezogen. Zu Fuß gings dann durch halb Inage zum Schrein.
Hier beginnt es doof zu werden. Als wir nämlich endlich ankamen haben wir uns durch das Getümmel geschlagen und sind Richtung Schrein gegangen, vorbei an all den Ständen, die wir gar nicht genau ansehen konnten, denn die Menschenmassen waren wirklich enorm! Beim Schrein angekommen, war jeder eine 1 Yen Münze in die Box und betete 5 Sekunden lang andächtig. Dann verstreute sich die Gruppe kurz um Omamoris (Glücksbringer des Schreins) zu kaufen. Ich habe ein Hello Kitty Omamori ergattert.
Eigentlich habe ich, und eine andere Gastschülerin, die sich an mich dran gehängt hat, gedacht, dass wir nun frei herum laufen dürfen und uns irgendwo dann später wieder zusammen finden. So hätte es zumindest für uns Sinn gemacht. Aber weit gefehlt!!
Die Gruppe setzte sich in Bewegung und ging auf einem anderen Weg zum Ausgang!!!
Kurz vorm Ausgang gabs dann noch Kori (fein zerstoßenes Eis mit Sirup) für alle. Niemand kümmerte sich darum uns mitzuteilen wohin es jetzt ging, oder was wir selbst vielleicht machen wollen. Aber Schlußendlich sind wir alle in einem Restaurant gelandet, scheinbar wollten die Erwachsenen was richtiges Essen und nicht dieses leckere, teure Finger-Food auf dem Matsuri.
Die Kellnerin war etwas überfordert, als wir für 18 Leute einen Tisch wollten. Aber siehe da, sie haben so was sogar. Einen ganzen Raum, der anscheinend sonst für Feste genutzt wird, mit einem einzigen großen Tisch im japanischen Stil.
Bestellt wurde nicht einzelnd sondern im Ganzen, so dass auch jeder etwas davon hat. So kam ein leckerer bunter Haufen zusammen, Toriyaki Spieße, Frühlingsrollen, Tempura und Soba Nudeln.
Irgendwann um 23 Uhr sind wir dann endlich wieder daheim angekommen und alle nach der Reihe schnell ins Bad und ins Bett gegangen. Beim Ausziehen des Yukatas hatte ich etwas Probleme, aber Mizuki hat mir geholfen, die vielen Bänder und Knoten zu lösen.





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