Der Montag verlief relativ normal, ein wenig Shoppen am Vormittag, dann Schule und dann noch ein wenig online. Es war schon fast 20:00 als ich das Gebäude verlassen wollte. Ich stand dann aber wie angewurzelt am Ausgang. Es schüttete in Strömen!
In einem Moment als ich meinte, der Regen würde etwas leichter werden, bin ich dann los gelaufen, meine Bus Station ist ja eigentlich nicht weit entfernt. Aber ehe ich mich versah regnete es noch stärker und der starke Wind riss vielen den Schirm aus der Hand. Die Straßen verwandelten sich rasch in Flüsse und ich kam komplett durchnässt an der Station an.
Dort drängen sich schon viele weitere Opfer zusammen und obwohl die meisten einen Schirm in der Hand hatten waren sie ziemlich nass.
Obwohl ich sehr lange auf den Bus warten musste wurde ich in der Zeit kein bisschen trockener, denn durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann praktisch nichts trocken werden. Als dann endlich der Bus kam hab ich mir einen Sitzplatz erkämpft und war sehr froh, dass es nur noch nieselte als ich ausstieg. Meinen Sitzplatz habe ich jedoch ziemlich durchnässt zurück gelassen…
Endlich zuhause habe ich mich erstmal umgezogen und mir die Haare so gut es geht getrocknet. Als meine Gastmutter nach Hause kam hat sie eine Freundin mitgebracht, die auch mit uns zu Abend gegessen hat. Japaner sind ja sehr neugierig und fragen einem gerne über alles aus. Oft können sie es gar nicht fassen, dass der Rest der Welt überhaupt Notiz von ihnen nimmt und noch schlimmer wenn japanische Produkte im Ausland bekannt sind.
So etwas wie „Waaas du kennst Udon???“ oder „Echt, du schaust dir Naruto an??“
Weil ich mich ja für Mangas begeistere wollte mir die Freundin meiner Gastmutter einen Shop in der Nähe zeigen, bei dem man sich Mangas, Animes und anderes ausleihen kann.
Wir sind dann also um 22:15 los um uns diesen Shop anzusehen. Es ist wenig erstaunlich, dass der um die Zeit offen hat, aber was mich fast schon schockierte war, dass um die Zeit auch noch Kinder unterwegs sind. Irgendwann gegen 23:30 war ich endlich wieder zuhause und habe ausgiebig gebadet (diesmal warm).
Trotz allem bin ich am nächsten Tag (Dienstag) relativ früh aufgewacht und bin auch schon um 9:00 losgefahren.
Ich habe mich diesmal durch diverse Kaufhäuser gewühlt und ein paar nette Klamotten und Mitbringsel gefunden. Ich wollte auch Schuhe kaufen, aber die größten japanischen Schuhe sind zu klein für mich L
Viele Geschäfte führen gar keine echten Größen, sondern nur S, M und L, das erklärt auch, warum viele Japanerinnen mit zu kleinen oder zu großen Schuhen herum laufen. Die meisten jungen Frauen scheinen sich kaum aufrecht halten zu können wenn sie mit den viel zu hohen, nicht geschlossenen und zu kleinen/großen Schuhen durch die Straßen laufen.
Eine kleine Sonderbarkeit der Japaner ist es außerdem sich auch in der Umkleidekabine die Schuhe auszuziehen. Meistens ist der Kabine etwas erhöht oder mit Teppich ausgelegt. Vor der Kabinentür befindet sich auch immer ein paar einfacher Schuhe in die man reinschlüpfen kann um sich nicht die eigenen Schuhe ständig an- und auszuziehen.
Nach der Schule wollte ich auch noch ein wenig Shoppen, aber ich habe nur ein Kaufhaus durchstöbert. Dort habe ich zufällig auch meine Universitätslehrbücher gefunden und gleich die nächsten 2 Bände gekauft. Leider gab es die Übungsbücher dazu nicht, die hätte ich auch gerne gekauft, aber vielleicht finde ich sie ja noch woanders.
Auf jeden Fall war ich danach so angepackt dass ich lieber nachhause fuhr.
Meine Gastmutter scheint nur kurze Zeit davor zuhause angekommen zu sein und sie fragte mich ganz verlegen, ob es denn okay wäre, wenn wir uns ausnahmsweise Essen kommen lassen würden.
Ich wählte einmal Gyudon (Rindfleisch mit Zwiebeln angebraten in einer leckeren Sauce über Reis), es gab automatisch dazu noch eine kleine Suppe mit Udon Nudeln darin.
Das ganze wurde in ganz normalen Schalen geliefert, die man auch im Restaurant bekommen würde und ich fragte mich ob die gratis dabei wären.
Inzwischen ist es Mittwoch und ich weiss nun was mit den Schalen weiter passiert ist. Meine Gastmutter hat sie gewaschen und vor die Tür gestellt. Ich nehme mal an, dass der Lieferant in nächster Zeit wieder vorbei kommt und sie dann wieder mitnimmt.
In Japan ist es kein Problem seine Sachen irgendwo liegen zu lassen. Selbst Stunden später werden sie noch dort liegen. Die Kriminalitätsrate ist in Japan extrem niedrig. Selbst im bösesten Viertel von Osaka ist sie noch um ein vielfaches niedriger als in jeder europäischen Stadt!
Ich habe heute übrigens zum Frühstück ausnahmsweise mal kleinen Fisch gehabt sondern gebratenes Hühnchen, leider mit total fettiger Haut die ich mühsam mit den Stäbchen entfernt habe.
Auf dem Weg zur Schule bin ich in einen Supermarkt geraten und habe dort gleich ein paar Sachen gekauft. Unter anderem den japanischen grünen Pulver Tee, Calpis zum verdünnen (um ein vielfaches billiger als es in Wien kostet!) Und ausserdem noch ein paar kleine Happen von der Backstation, bei dem ich keine Ahnung habe was genau das eigentlich ist. Ich habe auch einen Apfel gekauft (200Yen = ca. 1,30€) den ich dann in einer Pause genießen werde.
Mittwoch, 8. August 2007
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