Ich glaube mein Wecker kann gar nicht läuten, denn ich habe ihn bisher noch nie gehört, entweder ich wache früher auf, oder ich verschlafe. Aber ab Montag spielt das eh keine Rolle mehr, denn da habe ich erst um 14:00 Unterricht, dafür 4 Stunden am Stück…
Ich bin heute trotz allem sehr zeitig aufgestanden, weil ich mich um 10:00 mit den anderen beim Zoo treffen wollte. Das ist ja eine kleine Weltreise von meinem Wohnort entfernt.
Erst eine halbe Stunde bis ich am Hakata Bahnhof bin und dann noch mal eine halbe Stunde von dort mit dem Bus zum Zoo.
Obwohl ich eine viertel Stunde zu spät angekommen bin, war ich die erste am Ziel. Gleich nach mir kam die komische Französin (siehe Fotos) und nach einer halben Stunde kam der Deutsche daher…
Ich bin heute trotz allem sehr zeitig aufgestanden, weil ich mich um 10:00 mit den anderen beim Zoo treffen wollte. Das ist ja eine kleine Weltreise von meinem Wohnort entfernt.
Erst eine halbe Stunde bis ich am Hakata Bahnhof bin und dann noch mal eine halbe Stunde von dort mit dem Bus zum Zoo.
Obwohl ich eine viertel Stunde zu spät angekommen bin, war ich die erste am Ziel. Gleich nach mir kam die komische Französin (siehe Fotos) und nach einer halben Stunde kam der Deutsche daher…
Gleich darauf im Zoo folgte eine Überraschung der nächsten. Der Eintritt (400Yen ca. 2,50€) war relativ günstig, aber ein Foto am Fotoautomaten gleich nach dem Eingang schlägt mit 600Yen zu Buche!!
Dann mussten wir feststellen, dass der Zoo mehr aus Treppen und steilen Wegen besteht als aus normalen Wegen. Als ob uns die Hitze (31°C bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit) nicht schon genug erschlagen würde, waren wir nach wenigen Metern jedes Mal aus der Puste und mussten uns hinsetzen. Da aber überall Getränkeautomaten herum stehen kauft man sich auch gleich noch was zu trinken. Wobei hierbei Vorsicht geboten ist, denn 120Yen für einen viertel Liter ist nicht gerade billig, aber woher sollte man sonst was hernehmen wenn man mitten in der Wildnis steht?
Leider muss ich sagen, dass der Zoo alles andere als Artgerecht ist. Die Gehege sind wirklich winzig und die Tiere sind oft ohne Artgenossen. Sie haben keinerlei Beschäftigung und schauen irgendwie traurig aus der Wäsche…
Wir haben uns gar nicht alles angesehen, es war einfach zu deprimierend.
Dafür sind wir gleich ums Eck in den Botanischen Garten gegangen, der aber irgendwie langweilig war. Nur Blumen und ein recht großes Tropenhaus (drinnen war es eine Spur kühler) aber dann haben wir anscheinend den Raum für gemäßigtes Klima gefunden und verweilten dort recht lange, tranken, quatschten und genossen die Klimaanlage.
Irgendwann gegen 15:00 trennten sich unsere Wege. Die Französin wollte den Strand finden und der Deutsche ein Kanji Lexikon.
Daher bin ich alleine zurück zum Hakata Bahnhof gefahren und hab mich dort ein wenig umgesehen. Aber ganz alleine macht das nicht so viel Spaß und da ich am Samstag zuviel Geld auf einmal ausgegeben habe, hatte ich nur noch wenig das ich ausgeben konnte.
Morgen muss ich also wieder zur Bank und ein wenig Geld wechseln ;-)
Ich hab mich dann jedoch ein Onigiri (großes Reisbällchen mit Nori/Algen Mantel) und ein Okonomiyaki gekauft, das ich dann in der großen Busstation gegessen habe.
Ich bin anscheinend in die Rushhour gekommen, denn es waren verdammt viele Leute bei der Station.
Das Bussystem ist dort ein bisschen anders und vor allem vielschichtiger. Das Stationsgebäude ist 2 stöckig mit jeweils 24 Stationen (also 48 insgesamt). An jeder dieser Stationen halten 5 bis 8 Busse, die alle einen anderen Weg fahren, ein Übersichtichtsplan von diesen paar Buslinien findet man bei der Station.
Wenn man ein bisschen rechnet kommt man drauf, dass alleine von diesem Bahnhof über 240 Buslinien abfahren!! (Jetzt weiss ich, warum ich beim ersten Mal meinen Bus nicht gefunden habe!)
Und da so viele Leute auf ihre Busse warten und die Japaner ein verdammt höfliches Volk sind, stehen die wartenden Menschen nicht in einem Haufen da, wie es in Österreich der Fall wäre, sondern in Reih und Glied, sogar nach Buslinien geordnet. Sobald der richtige Bus einfährt öffnet der erste die Tür und alle können in geordneten Bahnen in den Bus einsteigen, ihr Ticket ziehen, oder so wie ich seit neuestem ihre Buskarte durch den Automaten jagen.
Diese Buskarten kann man in verschienen Preisklassen beim Busfahrer kaufen. Das ganze funktioniert ca. wie eine Telefonwertkarte. Wenn man einsteigt steckt man sie in den Automaten und wenn man aussteigt noch mal bei dem Automaten beim Busfahrer, der Fahrpreis wird dadurch automatisch abgezogen und man muss nicht mehr mit soviel Kleingeld herum jonglieren.
Irgendwann war ich dann wieder zuhause und es gab recht bald darauf Abendessen. Kalte Udon Nudeln, Fleisch auf Reis mit Ei übergossen (das stockt dann über dem heißen Reis) sowie ein paar Gyoza. Ich war danach so was von satt, das glaubt man gar nicht.
Nach dem Essen zeigte mir meine Gastmutter und ihre Tochter, wo man günstig Obst einkaufen kann, ist gar nicht mal so weit weg von meiner Busstation. Ich habe mir einen Pfirsich und einen Apfel gekauft, beide einzelnd verpackt und Druckgeschützt.
Und wenn wir schon beim Essen sind, ich habe heute was Interessantes entdeckt. Es sieht zuerst aus wie Toastscheiben, die am Rand zusammengepresst wurden, aber dazwischen befindet sich eine Art Schokocreme (gab’s auch mit anderen Geschmacksrichtungen). Das war sogar recht lecker und man macht sich überhaupt nicht die Finger klebrig, richtig praktisch ;-)
Hier ist noch der Link für das Fotoalbum für die restlichen Bilder:

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