Am Samstag bin ich eigentlich wie jeden Tag relativ früh aufgewacht, so gegen 7:00. Dass da meine Gastfamilie noch schläft war mir klar, aber so lange wie heute haben sie schon lange nicht geschlafen.
So gegen 10:00 gab es dann endlich Frühstück, zum ersten Mal alle zusammen.
Da ich ja schon seit Stunden wach bin und damit auch fertig war musste ich noch recht lange warten, bis alle anderen auch fertig zum Abmarsch waren. So gegen 12:00 fuhren wir dann also endlich Richtung Diamond City los.
Nicht viel später waren wir dann auch dort. Von außen sah es ja schon recht beeindruckend aus und ich machte mir große Hoffnungen dort mein letztes Geld loszuwerden.
Als sich mein Gastvater dann endlich auf dem xten Stockwerk für einen Parkplatz entschieden hatte stürmten wir das Shopping Center und meine Gastmutter steuerte gleich eine große Buchhandlung an, die auch Spielkonsolen führt, damit ich dort endlich mein Kanji Sonomama kaufen konnte.
Ich hätte mir ja auch gerne noch allerhand anderen Schnick Schnack für den Nintendo gekauft, aber alle Produkte waren für den neueren DS Light ausgelegt, und nicht auf die ältere Version… L
Als nächstes steuerten wir einen Shop an, der allerlei Haarschmuck und Modeschmuck verkauft, dort habe ich noch eine letzte Haarspange gekauft.
Als es dann weiter ging bemerkte ich, dass es sehr sehr viele Modegeschäfte gab, die allesamt schon die Herbstmode in ihren Regalen stehen hatte und irgendwie sprach mich das nicht so wirklich an. Mal abgesehen davon, dass die Preise noch geschmalzen hoch sind.
Ein Stockwerk tiefer waren alle Shops in irgendeiner Weise für Kinder ausgelegt, egal ob Spielzeug, Kindermode oder was ein glückliches japanisches Kind sonst noch so braucht.
Dort sind mir dann auch zum ersten Mal die vielen kleinen Kinder aufgefallen, die man sonst eigentlich nie auf der Straße sieht.
Keine der Mütter hatte einen Kinderwagen dabei, sondern kutschierten ihre Liebsten in den Hauseigenen Kinderwagen des Shopping Centers, die es in verschiedenen Variationen und für alle Altersstufen gab.
Irgendwann gegen 15:00 bekam meine Gastfamilie anscheinend Hunger, ich eigentlich nicht, das „Frühstück“ ist ja noch nicht so lange her und ich bin es nicht gewohnt Mittag zu Essen.
Dann musste ich auch noch entscheiden in welches Lokal wir gehen, ich habe mich dann einfach für den Soba-Udon Laden entschieden, wo ich beides kalt serviert bekam.
Kalte japanische Nudeln sind bei der Hitze wirklich sehr lecker, man nimmt ein paar Nudeln, taucht sie in die mitgelieferte kalte Suppenartige Sauce und schlürft sie dann genüsslich.
Die Portionen waren sehr groß und keiner von uns bekam seinen ganzen Teller leer. Dabei kostete keines der Gerichte mehr als 5 €, so was könnte es bei uns gar nicht geben.
Nachdem wir gegessen hatten schlenderten wir noch ein wenig herum und kamen dann zu dem wirklich größten Supermarkt den ich bisher gesehen hatte, mit einer Auswahl, die nicht einmal alle österreichischen Supermärkte zusammen erreichen könnte.
Sie wollten fürs heutige Abendessen einkaufen und ich dachte eigentlich, dass sie das schnell erledigen würden, aber das war wohl eine Fehlannahme.
Ich weiss nicht wie lange wir in dem Supermarkt herum gelaufen sind, weil sie sich zwischen den einfachsten Sachen nicht entscheiden konnten.
Als sie dann irgendwann alles zusammen hatten, ging’s ab zur Kassa, die selbst in diesem großen Supermarkt kein Fließband hatte, wie es bei uns üblich ist. Die Japaner kaufen auch selten soviel auf einmal, dass sie es nicht in einem Körbchen tragen könnten.
Nachdem wir gezahlt und die Einkäufe in 2 Plastiksackerl verstaut hatten, ging meine Gastmutter zu einer abgelegenen Stelle, wo doch wirklich Automaten mit Eis standen, die gratis Eis zum kühlen ausspuckten. Keine schlechte Idee in einem Land indem es im Sommer ständig über 30°C hat. Einer der Automaten spuckte für eine Münze sogar Trockeneis aus. Man hängte einfach das Einkaufssackerl in den Automaten und schon bekam man eine Ladung Trockeneis.
Danach machten wir uns auf dem Heimweg. Ich war ein wenig enttäuscht, dass ich so wenig erbeutet hatte und noch immer Geld übrig hatte. Aber vielleicht finde ich noch was in den Duty-Free Shops am Flughafen.
Zuhause hatte ich dann noch relativ viel Zeit bis zum Abendessen, deswegen packte ich meine Koffer und lies nur noch das draußen was ich wirklich noch brauchte. Bis auf ein bisschen Kleidung und einige Kosmetikartikel war nun alles im Koffer.
Später am Abend kam dann noch die Freundin der Familie zu Besuch, die auch mit uns in Yamaguchi war.
An diesen letzten Abend mit meiner Gastfamilie gab es kein gewöhnliches Abendessen, sondern eine Temaki Sushi Party! Man nimmt sich ein kleines quadratisches Noriblatt, gibt darauf einen Löffel frischen Reis und legt sich darauf etwas von der großen Auswahlplatte mit diversen Fischsorten, Gemüse, Pilze, Ei oder gebratenes Fleisch. Danach rollt man das ganze so gut es geht zusammen und isst es.
Es war wirklich sehr lecker und überaus üppig.
Als wir dann endlich mit dem Essen alle fertig waren, der Tisch abgeräumt und das Geschirr abgewaschen wurde machten wir uns auch schon an die spezielle Nachspeise die es geben sollte, nämlich Dango. Das ist eine japanische Süßspeise aus Reismehl und Wasser, das zu kleinen Kugeln geformt wird und dann kurz gekocht wird. Sobald die kleinen Kugeln an der Oberfläche schwimmen sind sie fertig und werden in ein Eiswasserbad geworfen. Gegessen werden diese kleinen Leckereinen mit einem speziellen süßen Pulver oder einer süßen Sauce gegessen. Obwohl ich schon recht gesättigt war, aß ich einige und sie schmecken eigentlich recht gut.
Nach dem Essen räumte die Kleine ihr gesamtes Kalligraphie Set heraus und wir verbrachten den restlichen Abend damit Kanjis in schönster Handschrift aufs Papier zu bringen.
Als es dann schon wirklich spät war überreichte mir die Freundin der Familie ein kleines Päckchen als Dankeschön dafür, dass ich ihr ein lausiges Freundschaftsband geschenkt habe. Der Inhalt war ein wunderhübsches mini Handtuch, das jeder Japaner bei der Hitze bei sich trägt um sich den Schweiß abzutupfen. Das Tuch war in sehr schönen rot-orange Tönen mit Herbstlaub Muster. Noch dazu schenkte se mir eine kleine Haarspange in rosa.
Ich war wirklich gerührt, dass sie mir überhaupt etwas geschenkt hatte und noch dazu so etwas Schönes.
Danach kam auch gleich meine Gastmutter mit einem sehr schön verpackten Geschenk. Eine schöne Teeschale mit dazu passenden Tellerchen für die Süßigkeiten, grünes Teepulver, grüne Teekekse, kleine hübsch verzierte Holzspießchen für die Süßigkeiten und einen kleinen Teebesen, den ich schon überall gesucht habe!
Nachdem ich mich hundertmal bedankt habe, der Besuch endlich gegangen ist und ich mein heißes Bad hatte bin ich gegen Mitternacht endlich ins Bett gefallen. Eigentlich wollte ich ja sehr zeitig ins Bett gehen, da ich ja in aller Frühe schon wieder aufstehen muss, aber so bekomme ich eben nur ein paar Stunden Schlaf, bevor meine Rückreise losgeht.
Donnerstag, 30. August 2007
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2 Kommentare:
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