Am Samstag bin ich eigentlich wie jeden Tag relativ früh aufgewacht, so gegen 7:00. Dass da meine Gastfamilie noch schläft war mir klar, aber so lange wie heute haben sie schon lange nicht geschlafen.
So gegen 10:00 gab es dann endlich Frühstück, zum ersten Mal alle zusammen.
Da ich ja schon seit Stunden wach bin und damit auch fertig war musste ich noch recht lange warten, bis alle anderen auch fertig zum Abmarsch waren. So gegen 12:00 fuhren wir dann also endlich Richtung Diamond City los.
Nicht viel später waren wir dann auch dort. Von außen sah es ja schon recht beeindruckend aus und ich machte mir große Hoffnungen dort mein letztes Geld loszuwerden.
Als sich mein Gastvater dann endlich auf dem xten Stockwerk für einen Parkplatz entschieden hatte stürmten wir das Shopping Center und meine Gastmutter steuerte gleich eine große Buchhandlung an, die auch Spielkonsolen führt, damit ich dort endlich mein Kanji Sonomama kaufen konnte.
Ich hätte mir ja auch gerne noch allerhand anderen Schnick Schnack für den Nintendo gekauft, aber alle Produkte waren für den neueren DS Light ausgelegt, und nicht auf die ältere Version… L
Als nächstes steuerten wir einen Shop an, der allerlei Haarschmuck und Modeschmuck verkauft, dort habe ich noch eine letzte Haarspange gekauft.
Als es dann weiter ging bemerkte ich, dass es sehr sehr viele Modegeschäfte gab, die allesamt schon die Herbstmode in ihren Regalen stehen hatte und irgendwie sprach mich das nicht so wirklich an. Mal abgesehen davon, dass die Preise noch geschmalzen hoch sind.
Ein Stockwerk tiefer waren alle Shops in irgendeiner Weise für Kinder ausgelegt, egal ob Spielzeug, Kindermode oder was ein glückliches japanisches Kind sonst noch so braucht.
Dort sind mir dann auch zum ersten Mal die vielen kleinen Kinder aufgefallen, die man sonst eigentlich nie auf der Straße sieht.
Keine der Mütter hatte einen Kinderwagen dabei, sondern kutschierten ihre Liebsten in den Hauseigenen Kinderwagen des Shopping Centers, die es in verschiedenen Variationen und für alle Altersstufen gab.
Irgendwann gegen 15:00 bekam meine Gastfamilie anscheinend Hunger, ich eigentlich nicht, das „Frühstück“ ist ja noch nicht so lange her und ich bin es nicht gewohnt Mittag zu Essen.
Dann musste ich auch noch entscheiden in welches Lokal wir gehen, ich habe mich dann einfach für den Soba-Udon Laden entschieden, wo ich beides kalt serviert bekam.
Kalte japanische Nudeln sind bei der Hitze wirklich sehr lecker, man nimmt ein paar Nudeln, taucht sie in die mitgelieferte kalte Suppenartige Sauce und schlürft sie dann genüsslich.
Die Portionen waren sehr groß und keiner von uns bekam seinen ganzen Teller leer. Dabei kostete keines der Gerichte mehr als 5 €, so was könnte es bei uns gar nicht geben.
Nachdem wir gegessen hatten schlenderten wir noch ein wenig herum und kamen dann zu dem wirklich größten Supermarkt den ich bisher gesehen hatte, mit einer Auswahl, die nicht einmal alle österreichischen Supermärkte zusammen erreichen könnte.
Sie wollten fürs heutige Abendessen einkaufen und ich dachte eigentlich, dass sie das schnell erledigen würden, aber das war wohl eine Fehlannahme.
Ich weiss nicht wie lange wir in dem Supermarkt herum gelaufen sind, weil sie sich zwischen den einfachsten Sachen nicht entscheiden konnten.
Als sie dann irgendwann alles zusammen hatten, ging’s ab zur Kassa, die selbst in diesem großen Supermarkt kein Fließband hatte, wie es bei uns üblich ist. Die Japaner kaufen auch selten soviel auf einmal, dass sie es nicht in einem Körbchen tragen könnten.
Nachdem wir gezahlt und die Einkäufe in 2 Plastiksackerl verstaut hatten, ging meine Gastmutter zu einer abgelegenen Stelle, wo doch wirklich Automaten mit Eis standen, die gratis Eis zum kühlen ausspuckten. Keine schlechte Idee in einem Land indem es im Sommer ständig über 30°C hat. Einer der Automaten spuckte für eine Münze sogar Trockeneis aus. Man hängte einfach das Einkaufssackerl in den Automaten und schon bekam man eine Ladung Trockeneis.
Danach machten wir uns auf dem Heimweg. Ich war ein wenig enttäuscht, dass ich so wenig erbeutet hatte und noch immer Geld übrig hatte. Aber vielleicht finde ich noch was in den Duty-Free Shops am Flughafen.
Zuhause hatte ich dann noch relativ viel Zeit bis zum Abendessen, deswegen packte ich meine Koffer und lies nur noch das draußen was ich wirklich noch brauchte. Bis auf ein bisschen Kleidung und einige Kosmetikartikel war nun alles im Koffer.
Später am Abend kam dann noch die Freundin der Familie zu Besuch, die auch mit uns in Yamaguchi war.
An diesen letzten Abend mit meiner Gastfamilie gab es kein gewöhnliches Abendessen, sondern eine Temaki Sushi Party! Man nimmt sich ein kleines quadratisches Noriblatt, gibt darauf einen Löffel frischen Reis und legt sich darauf etwas von der großen Auswahlplatte mit diversen Fischsorten, Gemüse, Pilze, Ei oder gebratenes Fleisch. Danach rollt man das ganze so gut es geht zusammen und isst es.
Es war wirklich sehr lecker und überaus üppig.
Als wir dann endlich mit dem Essen alle fertig waren, der Tisch abgeräumt und das Geschirr abgewaschen wurde machten wir uns auch schon an die spezielle Nachspeise die es geben sollte, nämlich Dango. Das ist eine japanische Süßspeise aus Reismehl und Wasser, das zu kleinen Kugeln geformt wird und dann kurz gekocht wird. Sobald die kleinen Kugeln an der Oberfläche schwimmen sind sie fertig und werden in ein Eiswasserbad geworfen. Gegessen werden diese kleinen Leckereinen mit einem speziellen süßen Pulver oder einer süßen Sauce gegessen. Obwohl ich schon recht gesättigt war, aß ich einige und sie schmecken eigentlich recht gut.
Nach dem Essen räumte die Kleine ihr gesamtes Kalligraphie Set heraus und wir verbrachten den restlichen Abend damit Kanjis in schönster Handschrift aufs Papier zu bringen.
Als es dann schon wirklich spät war überreichte mir die Freundin der Familie ein kleines Päckchen als Dankeschön dafür, dass ich ihr ein lausiges Freundschaftsband geschenkt habe. Der Inhalt war ein wunderhübsches mini Handtuch, das jeder Japaner bei der Hitze bei sich trägt um sich den Schweiß abzutupfen. Das Tuch war in sehr schönen rot-orange Tönen mit Herbstlaub Muster. Noch dazu schenkte se mir eine kleine Haarspange in rosa.
Ich war wirklich gerührt, dass sie mir überhaupt etwas geschenkt hatte und noch dazu so etwas Schönes.
Danach kam auch gleich meine Gastmutter mit einem sehr schön verpackten Geschenk. Eine schöne Teeschale mit dazu passenden Tellerchen für die Süßigkeiten, grünes Teepulver, grüne Teekekse, kleine hübsch verzierte Holzspießchen für die Süßigkeiten und einen kleinen Teebesen, den ich schon überall gesucht habe!
Nachdem ich mich hundertmal bedankt habe, der Besuch endlich gegangen ist und ich mein heißes Bad hatte bin ich gegen Mitternacht endlich ins Bett gefallen. Eigentlich wollte ich ja sehr zeitig ins Bett gehen, da ich ja in aller Frühe schon wieder aufstehen muss, aber so bekomme ich eben nur ein paar Stunden Schlaf, bevor meine Rückreise losgeht.
Donnerstag, 30. August 2007
letzte Schulwoche
Die letzte Schulwoche verging eigentlich recht schnell und ereignislos.
Auch wenn ich jeden Vormittag in den Umliegenden Kaufhäusern verbrachte kaufte ich nicht wirklich großartig ein.
Ich bin am Dienstag zur Post in der Nähe meiner Gastfamilie marschiert um mich dort noch mal wegen den Preisen für ein Paket nach Europa zu informieren.
Zur Auswahl standen dann 4 verschiedene Preisklassen mit sehr unterschiedlichen Lieferzeiten.
Am günstigsten war der Transport per Schiff, hätte aber rund 5 Monate gedauert bis das hier landet, also nichts für mir.
Am schnellsten mit nur 3 Tage Lieferdauer wäre natürlich die Express Lieferung gewesen, mit einem Preis der sich gewaschen hat.
Eine normale Lieferung per Luftfracht wäre ebenfalls sehr schnell (nur eine Woche), aber fast genauso teuer.
Zum Glück gab es noch einen guten Mittelweg, 2 Wochen Lieferzeit und ein erträglicher Preis. Da kommt das Paket zwar erst nach mir an, aber immer noch besser als in einem halben Jahr.
Am Mittwoch fuhr mich also mein Gastvater die Strecke von der Wohnung bis zur Post, den Weg hätte ich normalerweise zwar auch in 15 Minuten zu Fuß zurück legen können, aber mit einem fast 10kg Paket ist ein Auto schon was praktisches.
Nachdem ich die ganzen nötigen Zettel in 3 Sprachen ausgefüllt habe und das Paket sicher in den Händen der überaus fürsorglichen Postbeamten landete, fuhren wir zurück und ich machte mich wenig später zu Fuß auf den Weg zum größeren Supermarkt in der Nähe der im 2.Stock auch noch eine Art 100 Yen Shop hatte. Die Auswahl war riesig und ich fand noch 3 wunderhübsche Trinkbecher mit Sakura Muster passend zu den Reisschalen die ich schon verschickt hatte.
Außerdem hat es mir eines der Origami Heftchen angetan, die eigentlich für Kinder gedacht sind, aber für einen Anfänger wie mich doch recht einfach zu verstehen sind. Ich kaufte also so ein Heftchen und noch dazu ein paar Bögen Papier.
In Tenjin fand ich dann sogar in einem der größeren Unterirdischen Supermärkte frischen Wasabi, den ich jedoch erst am Freitag kaufen wollte.
In der Schule lies meine Aufmerksamkeit schon etwas nach, ich war in Gedanken eben schon mit dem Packen meiner Sachen beschäftigt und der Freude endlich wieder nach Hause zu fahren.
Am Donnerstag packte ich abends dann auch wirklich schon meine Klamotten ein und lies nur 2 Kleider für den letzten Schultag und für den geplanten Shopping Samstag, sowie die Klamotten für die Reise im Kasten. Der Rest landete im Koffer, gemeinsam mit den Trinkbechern, die hoffentlich durch die Kleidung gut gepolstert sind.
Am Freitag wurde mir und einigen anderen nach der letzten Unterrichtsstunde eine Urkunde übereicht, dass wir so und soviel Stunden erfolgreich absolviert haben.
Es wurde viel fotografiert und ich hoffe dass ich die Bilder irgendwie irgendwann bekomme.
Nachdem wir recht viel gequatscht haben und ich mich von allen verabschiedet habe bin ich nach Hause gefahren, denn morgen wartet noch ein langer Shopping Tag auf mich!
Auch wenn ich jeden Vormittag in den Umliegenden Kaufhäusern verbrachte kaufte ich nicht wirklich großartig ein.
Ich bin am Dienstag zur Post in der Nähe meiner Gastfamilie marschiert um mich dort noch mal wegen den Preisen für ein Paket nach Europa zu informieren.
Zur Auswahl standen dann 4 verschiedene Preisklassen mit sehr unterschiedlichen Lieferzeiten.
Am günstigsten war der Transport per Schiff, hätte aber rund 5 Monate gedauert bis das hier landet, also nichts für mir.
Am schnellsten mit nur 3 Tage Lieferdauer wäre natürlich die Express Lieferung gewesen, mit einem Preis der sich gewaschen hat.
Eine normale Lieferung per Luftfracht wäre ebenfalls sehr schnell (nur eine Woche), aber fast genauso teuer.
Zum Glück gab es noch einen guten Mittelweg, 2 Wochen Lieferzeit und ein erträglicher Preis. Da kommt das Paket zwar erst nach mir an, aber immer noch besser als in einem halben Jahr.
Am Mittwoch fuhr mich also mein Gastvater die Strecke von der Wohnung bis zur Post, den Weg hätte ich normalerweise zwar auch in 15 Minuten zu Fuß zurück legen können, aber mit einem fast 10kg Paket ist ein Auto schon was praktisches.
Nachdem ich die ganzen nötigen Zettel in 3 Sprachen ausgefüllt habe und das Paket sicher in den Händen der überaus fürsorglichen Postbeamten landete, fuhren wir zurück und ich machte mich wenig später zu Fuß auf den Weg zum größeren Supermarkt in der Nähe der im 2.Stock auch noch eine Art 100 Yen Shop hatte. Die Auswahl war riesig und ich fand noch 3 wunderhübsche Trinkbecher mit Sakura Muster passend zu den Reisschalen die ich schon verschickt hatte.
Außerdem hat es mir eines der Origami Heftchen angetan, die eigentlich für Kinder gedacht sind, aber für einen Anfänger wie mich doch recht einfach zu verstehen sind. Ich kaufte also so ein Heftchen und noch dazu ein paar Bögen Papier.
In Tenjin fand ich dann sogar in einem der größeren Unterirdischen Supermärkte frischen Wasabi, den ich jedoch erst am Freitag kaufen wollte.
In der Schule lies meine Aufmerksamkeit schon etwas nach, ich war in Gedanken eben schon mit dem Packen meiner Sachen beschäftigt und der Freude endlich wieder nach Hause zu fahren.
Am Donnerstag packte ich abends dann auch wirklich schon meine Klamotten ein und lies nur 2 Kleider für den letzten Schultag und für den geplanten Shopping Samstag, sowie die Klamotten für die Reise im Kasten. Der Rest landete im Koffer, gemeinsam mit den Trinkbechern, die hoffentlich durch die Kleidung gut gepolstert sind.
Am Freitag wurde mir und einigen anderen nach der letzten Unterrichtsstunde eine Urkunde übereicht, dass wir so und soviel Stunden erfolgreich absolviert haben.
Es wurde viel fotografiert und ich hoffe dass ich die Bilder irgendwie irgendwann bekomme.
Nachdem wir recht viel gequatscht haben und ich mich von allen verabschiedet habe bin ich nach Hause gefahren, denn morgen wartet noch ein langer Shopping Tag auf mich!
Freitag, 24. August 2007
Yamaguchi
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass meine Gastfamilie wenigstens am Montag zeitiger aufsteht, wenn wir schon etwas für den Tag geplant haben. Aber weit gefehlt, die sind noch viel später als sonst aufgestanden und als ich raus ins Bad bin sah es nicht einmal so aus als ob die Gastmutter schon eifrig am kochen wäre.
Ich bin dann in mein Zimmer zurück und habe gewartet…
Irgendwann kam dann die Freundin von ihnen und ich dachte schon „Jetzt gibt’s endlich was zum Essen!“. Naja, denkste.
Als sie an meine Tür klopften hoffte ich schon, aber es war das Zeichen zum Aufbruch.
Wir sind dann also alle zusammen ins Auto gestiegen und los gefahren.
Meine Gastmutter und auch ihre Tochter waren rausgeputzt als würden wir auf eine Party gehen und nicht auf einen Ausflug.
Ich nahm an, dass wir irgendwohin Frühstücken fahren würden, aber der Gastvater steuerte zielstrebig die Autobahn an und legte schon mal eine DVD ein.
Irgendwann gegen 11:00 hielten wir dann an einer Raststation und meine Gastmutter kaufte allen 2 Brötchen, die wir dann im Auto gegessen haben.
Dann ging es elend lang weiter, ich bin hin und wieder eingenickt, denn der versuch mich mit dem Film wach zuhalten misslang aufgrund der Langeweile.
Aber als wir von den Autobahn abfuhren wurde ich wieder hellwach, denn nun kann ja nicht mehr lange dauern bis wir irgendwo sind.
Und endlich sind wir dann auch auf einen Parkplatz gefahren von wo aus wir nur noch ein Stück zu gehen hatten. Vorbei an einigen Geschäften, die allesamt entweder Steine oder Porzellan verkauften. Da es heiß war und ich nichts Schweres mit mir in der Höhle mit mir herum schleppen wollte lies ich es und nahm mir vor am Rückweg bei dem einen oder anderen Geschäft halt zu machen.
Als wir dann endlich den Schatten der Bäume erreichten kam uns schon die kühle Luft des Waldes und des Flusses entgegen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten mussten wir noch ein gutes Stück durch den Wald laufen. Es gibt nichts Angenehmeres als von der brennenden Hitze in die frische Waldluft zu kommen.
Nach einer weile erbot sich mir dann ein fantastischer Anblick, der Berghang, aufgerissen von den Naturgewalten vergangener Jahrtausende aus dem ein Fluss entspringt und eine überdachte Brücke, die genau in den Spalt führt, umrahmt von dem saftigen Grün das bei der tropischen Hitze hier sprießt.
Die Farbe des Wassers, das frisch aus dem Berg kommt ist von einem so intensiven Blau, dass man die Kühle Frische selbst auf den Fotos noch wahrnehmen kann.
Nachdem wir dieses beeindruckende Szenario auf uns wirken ließen und ich ein paar hundert Fotos geschossen habe betraten wir die Höhle in der die Luft sofort wunderbar kühl war. Durch die kühle Luft der Höhle und der feucht warmen Luft außen bildete sich ein nebelartiger Dunst im Eingangsbereich.
Obwohl in regelmäßigen Abständen Lampen aufgestellt sind ist es doch sehr schwierig gute Fotos zu schießen. Die Höhle ist riesig und der Blitz verliert sich in der weite des Hohlraums.
Den ganzen Weg entlang fließt der Fluss durch verschiedenstes Gelände und überall entspringen kleine Bäche, die sich dann mit dem Hauptfluss vereinen.
Als wir dann das Ende des beschilderten Weges erreicht haben machten wir kehrt und genossen noch die angenehme Kühle.
Ich hatte extra eine Jacke mitgenommen, da es üblicherweise in Höhlen sehr kalt ist, aber diese war sehr angenehm und eine Jacke war nicht nötig.
Als wir wieder den Höhlenausgang erreichten kam uns die zuerst frische Luft stickig und heiß vor und es wurde noch schlimmer als wir wieder auf der Straße waren und uns die Sonne auf den Kopf knallte.
Mein Gastvater hat dann Eis für alle gekauft und schon machten sich alle eiligst auf den Weg zum Auto, möglichst ohne dabei ins Sonnenlicht zu geraten.
Ich wollte ja eigentlich noch ein wenig shoppen, aber Japaner scheinen echt keine Sonne zu vertragen. Wo sie sonst langsam hinter mir her trotten sind sie mir heute ein paar Längen voraus gewesen und ich konnte gerade mal ein Geschäft besuchen.
Beim Auto angekommen schalteten sie zu aller erst die Klimaanlage ein und jammerten über die unerträgliche Hitze.
Nun, ja sicher, es ist heiß, schwül und der Schweiß rinnt einen in Strömen den Körper hinab, aber von so was lass ich mich doch nicht aufhalten? Erst recht wenn es jeden Tag so ist?
Wir fuhren dann in eine nicht weit entfernte Stadt namens Hagi, die für ihre alten, traditionellen Bauwerke bekannt ist.
So haben wir uns also in der Affenhitze alte Wohnhäuser adeliger japanischer Familien angesehen. Die Häuser waren praktisch leer geräumt und bis auf die Tatami Matten und ein paar Bilder gab es da nichts was sonderlich interessant wäre. Die Häuser sind sehr geräumig und man kann die Zimmer jederzeit vergrößern indem man die mit Papier bespannten hölzernen Schiebetüren öffnet oder gar raus nimmt.
Die Japaner früher müssen noch kleiner gewesen sein als die heutigen, denn die Höhe der Räume und der Türdurchgänge war wirklich extrem niedrig. Ich hatte bisher noch nie das Problem dass ich mit dem Kopf den Türrahmen streife, aber hier musste ich mich jedes Mal ducken.
Nachdem wir also so durch die Stadt gestreift sind und uns alles angesehen haben, sind wir zum Meer gekommen und zwar zu einem recht hübschen Strand auf dem sich nur vereinzelnd ein paar Japaner tummelten.
Da niemand von uns Badekleidung oder Handtücher mit hatte mussten wir es dabei belassen unsere Füße ins Wasser zu halten. Anscheinend kam gerade die Flut, denn die Wellen wirbelten sehr viel Sand auf.
Als wir den Strand barfuss verließen hatten wir alle recht sandige Füße, aber eigentlich nicht schlimm, bisschen abputzen und das wäre schon gegangen.
Naja, denkste. Japaner sind ja sehr reinlich und gerade was die Füße betrifft (die heute besuchten Häuser mussten wir alle barfuss betreten) sind sie recht haglich.
Wir sind dann also zu einer öffentlichen Toilette gleich am Strand gegangen und die beiden Frauen haben in Getränkeflaschen Wasser raus getragen und uns über die Füße geschüttet bis wir wirklich ganz ganz sauber waren.
Was eigentlich nicht viel bringt, wenn man bedenkt, dass meine Schuhe auch recht sandig waren.
Nachdem wir also alle wieder sauber waren ging es weiter zu einem Omiyage Geschäft, das ziemlich teuer aussah, aber meine Gastmutter wollte da unbedingt rein und was kaufen. Als wir das Geschäft betraten wurde uns gleich eine kleine Tasse kalten Tee sowie eine kleine Kostprobe der Süßigkeiten gebracht. Also das Zeug hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen, war halt ein sehr süßes undefinierbares etwas mit seltsamer Konsistenz.
Als wir dann endlich wieder beim Auto waren, ging die Sonne eigentlich schon unter, trotzdem war es noch immer sehr heiß und ich war froh, dass das Auto klimatisiert ist.
Auf der Rückfahrt kam mir die Strecke noch viel länger vor als bei er Herfahrt. Noch dazu wollten meine Beine nach dem Gelaufe des ganzen Tages nun nicht plötzlich so still sitzen. Als wir dann schon in Fukuoka waren kamen wir in einen kleinen Abendverkehrsstau und wie sich rausstellte fuhren wir zu einem Buffet Restaurant. Man zahlt am Eingang den Preis und hat dann 90 Minuten Zeit alles zu Essen was man will. Noch dazu befindet sich im Tisch ein Gas-Griller, sodass man sich das frische Fleisch, Meeresfrüchte und allerhand anderer Sachen an den Tisch holen kann und dann selbst grillt.
War ganz lecker, aber ich hatte trotz des anstrengenden Tages eher wenig Hunger und konnte so nicht das ganze Potenzial ausschöpfen.
Ich bin dann in mein Zimmer zurück und habe gewartet…
Irgendwann kam dann die Freundin von ihnen und ich dachte schon „Jetzt gibt’s endlich was zum Essen!“. Naja, denkste.
Als sie an meine Tür klopften hoffte ich schon, aber es war das Zeichen zum Aufbruch.
Wir sind dann also alle zusammen ins Auto gestiegen und los gefahren.
Meine Gastmutter und auch ihre Tochter waren rausgeputzt als würden wir auf eine Party gehen und nicht auf einen Ausflug.
Ich nahm an, dass wir irgendwohin Frühstücken fahren würden, aber der Gastvater steuerte zielstrebig die Autobahn an und legte schon mal eine DVD ein.
Irgendwann gegen 11:00 hielten wir dann an einer Raststation und meine Gastmutter kaufte allen 2 Brötchen, die wir dann im Auto gegessen haben.
Dann ging es elend lang weiter, ich bin hin und wieder eingenickt, denn der versuch mich mit dem Film wach zuhalten misslang aufgrund der Langeweile.
Aber als wir von den Autobahn abfuhren wurde ich wieder hellwach, denn nun kann ja nicht mehr lange dauern bis wir irgendwo sind.
Und endlich sind wir dann auch auf einen Parkplatz gefahren von wo aus wir nur noch ein Stück zu gehen hatten. Vorbei an einigen Geschäften, die allesamt entweder Steine oder Porzellan verkauften. Da es heiß war und ich nichts Schweres mit mir in der Höhle mit mir herum schleppen wollte lies ich es und nahm mir vor am Rückweg bei dem einen oder anderen Geschäft halt zu machen.
Als wir dann endlich den Schatten der Bäume erreichten kam uns schon die kühle Luft des Waldes und des Flusses entgegen.
Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten mussten wir noch ein gutes Stück durch den Wald laufen. Es gibt nichts Angenehmeres als von der brennenden Hitze in die frische Waldluft zu kommen.
Nach einer weile erbot sich mir dann ein fantastischer Anblick, der Berghang, aufgerissen von den Naturgewalten vergangener Jahrtausende aus dem ein Fluss entspringt und eine überdachte Brücke, die genau in den Spalt führt, umrahmt von dem saftigen Grün das bei der tropischen Hitze hier sprießt.
Die Farbe des Wassers, das frisch aus dem Berg kommt ist von einem so intensiven Blau, dass man die Kühle Frische selbst auf den Fotos noch wahrnehmen kann.
Nachdem wir dieses beeindruckende Szenario auf uns wirken ließen und ich ein paar hundert Fotos geschossen habe betraten wir die Höhle in der die Luft sofort wunderbar kühl war. Durch die kühle Luft der Höhle und der feucht warmen Luft außen bildete sich ein nebelartiger Dunst im Eingangsbereich.
Obwohl in regelmäßigen Abständen Lampen aufgestellt sind ist es doch sehr schwierig gute Fotos zu schießen. Die Höhle ist riesig und der Blitz verliert sich in der weite des Hohlraums.
Den ganzen Weg entlang fließt der Fluss durch verschiedenstes Gelände und überall entspringen kleine Bäche, die sich dann mit dem Hauptfluss vereinen.
Als wir dann das Ende des beschilderten Weges erreicht haben machten wir kehrt und genossen noch die angenehme Kühle.
Ich hatte extra eine Jacke mitgenommen, da es üblicherweise in Höhlen sehr kalt ist, aber diese war sehr angenehm und eine Jacke war nicht nötig.
Als wir wieder den Höhlenausgang erreichten kam uns die zuerst frische Luft stickig und heiß vor und es wurde noch schlimmer als wir wieder auf der Straße waren und uns die Sonne auf den Kopf knallte.
Mein Gastvater hat dann Eis für alle gekauft und schon machten sich alle eiligst auf den Weg zum Auto, möglichst ohne dabei ins Sonnenlicht zu geraten.
Ich wollte ja eigentlich noch ein wenig shoppen, aber Japaner scheinen echt keine Sonne zu vertragen. Wo sie sonst langsam hinter mir her trotten sind sie mir heute ein paar Längen voraus gewesen und ich konnte gerade mal ein Geschäft besuchen.
Beim Auto angekommen schalteten sie zu aller erst die Klimaanlage ein und jammerten über die unerträgliche Hitze.
Nun, ja sicher, es ist heiß, schwül und der Schweiß rinnt einen in Strömen den Körper hinab, aber von so was lass ich mich doch nicht aufhalten? Erst recht wenn es jeden Tag so ist?
Wir fuhren dann in eine nicht weit entfernte Stadt namens Hagi, die für ihre alten, traditionellen Bauwerke bekannt ist.
So haben wir uns also in der Affenhitze alte Wohnhäuser adeliger japanischer Familien angesehen. Die Häuser waren praktisch leer geräumt und bis auf die Tatami Matten und ein paar Bilder gab es da nichts was sonderlich interessant wäre. Die Häuser sind sehr geräumig und man kann die Zimmer jederzeit vergrößern indem man die mit Papier bespannten hölzernen Schiebetüren öffnet oder gar raus nimmt.
Die Japaner früher müssen noch kleiner gewesen sein als die heutigen, denn die Höhe der Räume und der Türdurchgänge war wirklich extrem niedrig. Ich hatte bisher noch nie das Problem dass ich mit dem Kopf den Türrahmen streife, aber hier musste ich mich jedes Mal ducken.
Nachdem wir also so durch die Stadt gestreift sind und uns alles angesehen haben, sind wir zum Meer gekommen und zwar zu einem recht hübschen Strand auf dem sich nur vereinzelnd ein paar Japaner tummelten.
Da niemand von uns Badekleidung oder Handtücher mit hatte mussten wir es dabei belassen unsere Füße ins Wasser zu halten. Anscheinend kam gerade die Flut, denn die Wellen wirbelten sehr viel Sand auf.
Als wir den Strand barfuss verließen hatten wir alle recht sandige Füße, aber eigentlich nicht schlimm, bisschen abputzen und das wäre schon gegangen.
Naja, denkste. Japaner sind ja sehr reinlich und gerade was die Füße betrifft (die heute besuchten Häuser mussten wir alle barfuss betreten) sind sie recht haglich.
Wir sind dann also zu einer öffentlichen Toilette gleich am Strand gegangen und die beiden Frauen haben in Getränkeflaschen Wasser raus getragen und uns über die Füße geschüttet bis wir wirklich ganz ganz sauber waren.
Was eigentlich nicht viel bringt, wenn man bedenkt, dass meine Schuhe auch recht sandig waren.
Nachdem wir also alle wieder sauber waren ging es weiter zu einem Omiyage Geschäft, das ziemlich teuer aussah, aber meine Gastmutter wollte da unbedingt rein und was kaufen. Als wir das Geschäft betraten wurde uns gleich eine kleine Tasse kalten Tee sowie eine kleine Kostprobe der Süßigkeiten gebracht. Also das Zeug hat mich nicht gerade vom Hocker gerissen, war halt ein sehr süßes undefinierbares etwas mit seltsamer Konsistenz.
Als wir dann endlich wieder beim Auto waren, ging die Sonne eigentlich schon unter, trotzdem war es noch immer sehr heiß und ich war froh, dass das Auto klimatisiert ist.
Auf der Rückfahrt kam mir die Strecke noch viel länger vor als bei er Herfahrt. Noch dazu wollten meine Beine nach dem Gelaufe des ganzen Tages nun nicht plötzlich so still sitzen. Als wir dann schon in Fukuoka waren kamen wir in einen kleinen Abendverkehrsstau und wie sich rausstellte fuhren wir zu einem Buffet Restaurant. Man zahlt am Eingang den Preis und hat dann 90 Minuten Zeit alles zu Essen was man will. Noch dazu befindet sich im Tisch ein Gas-Griller, sodass man sich das frische Fleisch, Meeresfrüchte und allerhand anderer Sachen an den Tisch holen kann und dann selbst grillt.
War ganz lecker, aber ich hatte trotz des anstrengenden Tages eher wenig Hunger und konnte so nicht das ganze Potenzial ausschöpfen.
Sonntag, 19. August 2007
3. Samstag Dazaifu
Dazaifu ist berühmt für seinen großen Tempelbezirk und für die prachtvolle Pflaumenblüte im Frühjahr.
Meine Gastfamilie ist wie immer sehr spät aufgestanden und so gab es erst um 9:30 Frühstück. Aber wie man es bezeichnet macht ja keinen Unterschied, gebratenen Fisch kann man ja auch zu Mittag oder am Abend servieren.
Ich habe mich jedoch schon recht gut an diese Sitte gewöhnt, vielleicht weil mir um 9 meist schon ziemlich der Magen knurrt, da ich schon um 7:00 aufstehe.
Als wir dann endlich los sind, sind wir erstmal eine zeitlang querfeldein Richtung Dazaifu gefahren. An Reisfeldern und Häusersiedlungen vorbei. Aber Felder sind hier nicht gerade ein Zeichen für ländliches Leben, denn Felder gibt es hier überall, auch mitten in der Stadt. Es wird jeder m² genutzt, denn Japan hat nicht sehr viele Ebene Flächen, sondern besteht mehr aus Gebirgen und Hügellandschaften. Reis braucht jedoch ein Wasserbett (wird auch Nassreisanbau genannt) und benötigt daher ein sehr ebenes Feld. Häuser dagegen werden gerne auch in Hügel hinein gebaut.
Irgendwann sind wir dann auf einen riesigen Parkplatz gestanden und dann einfach den Menschenstrom gefolgt. Der führte uns vorbei an vielen kleinen Geschäften, die allerhand Schnick Schnack anbringen wollen oder zum verweilen im Lokal einladen.
Die Spezialität in Dazaifu sind Umegae Mochis, die nicht wie andere Mochis einfach in Reismehl gewälzt werden sondern in kleinen Waffeleisen raus gebraten werden. So erhalten sie noch ein wenig das Aroma von frischen Reiswaffeln oder Reiscrackern. Ich hatte ja eigentlich vor welche mitzunehmen, aber leider kann man die nur frisch essen L
Da die Stadt für ihre Pflaumenblüten berühmt ist, tun sie die praktisch überall rein. In die Nudeln (hab ich gekauft), in die Mochis (hab ich auch gekauft) oder in die Räucherstäbchen (hab ich dann doch nicht gekauft).
Ich muss Japan unbedingt beim nächsten Mal im Frühling besuchen wenn es überall blüht, bei den vielen Bäumen hier muss das wunderschön sein.
Auf dem Weg zu de Tempeln machten wir dann in einem kleinen Kissaten (japanisches Teehaus) halt. Dort genoss ich mein erstes Umegae Mochi sowie meinen ersten richtigen Macha Tee (grünes Teepulver das mit heißem Wasser aufgeschäumt wird). War eigentlich ganz gut und das Lokal war wirklich atemberaubend schön mit einem kleinen grünen Innenhof und kleinen Teich. Meine Gastmutter hatte sich auch ein Mochi bestellt, jedoch mit einem Kaffee, der sehr kunstvoll serviert wurde. Mein Gastvater hatte eine kalte süße Anko (süße Bohnenpaste) Suppe mit kleinen Mochi Stückchen und einer Vanilleeiskugel. Durch die Mochis und die Bohnen hatte die Suppe eine sehr zähe und klebrig aussehende Konsistenz, aber da ich das schon mal im warmen Zustand gegessen habe, weiss ich dass es eigentlich ganz gut schmeckt.
Wir sind dann weiter zu den Tempeln, die ebenfalls ins wunderschönen Grünanlagen stehen, mit vielen kleinen Teichen, Wasserfällen und Brücken.
Irgendwann sind wir dann zum Haupttempel gekommen, vor dem man sich bei einem riesigen Becken reinigen musste bevor man die nächste Anlage betritt. Dort gab es dann, neben dem eigentlichen Tempel verdammt viele kleine Tempelshops bei denen man überteuerte kleine Glücksbringer kaufen kann. Auch wenn sie süß aussehen, für ein Stückchen Stoff und ein Glöckchen zahl ich keine 6€ oder mehr.
Vor dem Tempel warfen gläubige Japaner eifrig Münzen in eine große dafür vorgesehene Kiste und beteten im Schweiße ihres Angesichts in der prallen Sonne.
Im inneren liesen sich Gläubige im Minutentakt von Tempelpriestern weihen. (Da muss man sich übrigens auch die Schuhe ausziehen).
Da ich nicht vorhatte mich im Rhythmus von klimpernden Münzen und vor sich hin murmelnden Priestern weihen zu lassen sind wir auf einem anderen Weg weiter gelaufen und zwar Richtung Museum. Das liegt im einiges höher als die Tempelanlage, aber da einem das beten ja schon genug auszehrt führen darauf einige Rolltreppen, die von eifrigen Wachmännern beaufsichtigt werden. Alles überdacht und klimatisiert natürlich.
Oben angekommen sind wir dann vor einem riesigen gläsernen gewölbten Gebäude gestanden das richtig in den Hang hinein gebaut wurde, eingebettet in eine grüne Landschaft. Wirklich schön.
Vorm eigentlichen Eingang entdeckte ich dann etwas Erstaunliches und wirklich typisch japanisches. Elektrische voll automatische Fahrradständer sind ja schon etwas Alltägliches für mich, aber hier stand ein Sonnenschirmständern vor mir, der mit Schlüsseln und elektrischen Halterungen die Schirme bewacht während man sich in einem Gebäude aufhält.
Leider durfte man drinnen nicht fotografieren, aber es war wirklich sehr schön, informativ und vieles war auch für Kinder sehr gut geeignet.
Eine Unart der Japaner, die mir schon in Wien aufgefallen ist, ist, dass Japaner eigentlich überall recht schnell durchlaufen. Sie bleiben vor allem kurz stehen, lesen das Informationsschildchen und laufen weiter. So hatten wir das Museum trotz der Größe recht schnell durch, sodass wir uns auf einem anderen Weg wieder zurück zum Ausgang begaben. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Tempel gesehen und wir sind auch die kleine Einkaufsstraße entlang geschlendert, aber alleine wäre das irgendwie angenehmer gewesen. Ich gehe doch recht gerne in jedes Geschäft rein und stöbere lange herum. Aber wenn einem eine ganze japanische Familie überall langsam hinterher trottet und nur darauf wartet dass man was kauft, damit man weiter gehen kann ist das nicht so berauschend.
Am Nachhauseweg machten wir dann in einem anderen Lokal halt, deren Spezialität anscheinend Schnitzelartiges paniertes Fleisch mit Sesamsauce, Reis und Suppe ist. Grundsätzlich schaut alles gleich aus, daher hab ich einfach irgendwas bestellt. War gar nicht mal so schlecht, nur etwas fettig.
Am späteren Nachmittag wusste ich dann jedoch nichts mit mir anzufangen. Ich hatte gedacht, dass der Ausflug nach Dazaifu den ganzen Tag dauern würde und hatte daher keinen weiteren Pläne. Meine Gastfamilie sagte, wir würden nachher (wann immer das sein soll) zum Fest gehen, das hier in der Hausanlage gerade stattfindet. Es ist so was wie ein Sommerstraßenfest, wird sicher ganz lustig.
Das erwähnte später war dann um 20:00 und ich bin ziemlich unvorbereitet mitgegangen.
Es gab Musik, viele herum laufende Kinder, kleine Happen zu essen und keine Sitzplätze.
Die meisten der Kinder trugen traditionelle Sommer Yukatas und Holzsandalen, selbst die ganz kleinen.
Es gab auch kleine typisch japanische Spiele, bei einem hab ich sogar mitgemacht. In einem kleinen Pool schwimmen viele kleine Luftballons, die auch ein wenig mit Wasser gefüllt sind Sie sind mit einem Gummiband verschlossen, das am Ende noch eine kleine Schlaufe hat.
Man bekommt einen kleinen Hacken an dem ein gedrehtes Stück dünnes Taschentuch befestigt ist. An diesem Stück hält man den Hacken fest. Nun muss man mit dem Hacken eine der Luftballonschlaufen erwischen, dafür muss man das ganze notwendigerweise ins Wasser tauchen und genau da ist die Schwierigkeit, das Taschentuchschürdel wird nass und ist nicht mehr sehr widerstandsfähig. Noch dazu muss man den Ballon aus dem Wasser heraus ziehen und da der auch noch mit Wasser gefüllt ist, ist er recht schwer und spätestens jetzt reißt meistens das nasse Schürdel.
Da ich meinen beim zweiten Anlauf fast schon draußen hatte, bekam ich ihn trotzdem, auch wenn es gerissen ist. Nur was man mit dem Teil nun anfangen soll ist mir immer noch ein Rätsel, die meisten spielen einfach nur gelangweilt damit herum.
Bei dem Fest hat meine Gastfamilie viele Leute getroffen, die sie schon lange kennen und sie haben recht viel mit denen gequatscht. Es ist sicher eine nette Gelegenheit bei so einem Fest wieder einmal mit Freunden zu reden, ich hingegen kannte ja niemanden und stand etwas gelangweilt dabei. Später wurde dann zur Karaoke aufgerufen, da jedoch nur traditionelle japanische Enkas (so was wie unsere Schlager) gespielt wurden, meldeten sich nur ältere Damen, die dann ins Micro heulten und überhaupt nicht den Ton halten konnten.
Wir sind dann jedoch recht bald wieder gegangen, meine Gastmutter hat noch eine Freundin mitgenommen und dann gab es Abendessen.
Zum Abendessen gab es selbstgemachtes Okonomiyaki!!! Leider hat meine Gastmutter das ganze noch zusätzlich mit getrockneten Fischflocken bestreut, wodurch es einen recht eigenartigen Geschmack bekam, aber es war grundsätzlich ganz gut.
Der Gastvater wollte dann noch, dass ich die Bilder des heutigen Tempelbesuches herzeige, und da ich gleich mit dem ganzen Laptop angerückt bin und japanische Frauen so ziemlich alles „kawaiiii“ (süß, niedlich) finden habe ich ihnen praktisch alle Fotos gezeigt die es bei mir zum herzeigen gibt (zum Glück sind das am Laptop noch nicht so viele, sonst würde ich immer noch da draussen sitzen.
Irgendwann gegen Mitternacht verabschiedete sich der Besuch und ich ging ins Bad. Um 0:30 bin ich dann endlich ins Bett gefallen. Aber nur mal so angemerkt, meine Gastfamilie war da immer noch wach und hat auch nicht den Anschein erweckt jetzt schnell ins Bett zu wollen.
3.Schulwoche Teil 2
Am Donnerstag wurde ich am Abend von meiner Gastfamilie von der Schule abgeholt und eigentlich war ich der Meinung wir würden nach Hause fahren.
Aber als sie dann Angefangen haben über Essen zu reden und mich ausfragten was ich denn lieber hätte, dämmerte es mir, dass wir wohl irgendwohin Essen gehen würden.
Auf der Fahrt ist mir dann aufgefallen, dass ich die Kiste nicht dabei hatte sondern sie in der Schule vergessen hatte…
Wir sind dann zu einem Gyuudon Lokal gefahren, in dem es wirklich sehr sehr kühl war, dafür war das Essen sehr lecker, sehr heiß und recht günstig.
Zuhause wusste ich dann nicht so recht was mit mir anzufangen, Abendessen gab es ja keines mehr, und bis zur Badezeit dauerte es auch noch etwas. Japaner bleiben ja verhältnismäßig lange auf, essen spät, baden erst so gegen 22:00 und ich hab keine Ahnung wann sie immer schlafen gehen, denn ich bin dann eigentlich immer schon längst im Bett.
Dafür kommen sie morgends kaum aus den Federn, stundenlang läuten die Handywecker und am Freitag sind sie überhaupt erst um 9:00 aufgestanden. Eigentlich nur die Mutter, und das wohl auch nur weil sie mir frühstück gemacht hat. Als ich um 10:00 das Haus verlies, haben die anderen noch immer geschlafen…..
Ich war dann ein wenig shoppen, nichts großartiges. Dafür habe ich wieder ein paar Fotos an den Automaten gemacht, davon wird man echt süchtig. Wieso gibt es so was denn nicht in Österreich??
Ich hab dann fürs Wochenende noch etwas Geld gewechselt, leider zu einem nicht so guten Kurs wie in den vergangenen Wochen, aber daran lässt sich ja nichts ändern.
Ich habe irgendwo Unterirdisch einen großen Supermarkt gefunden, der wirklich alles Mögliche hat. Aber obwohl er so groß ist, hat er keine Einkaufswagen, sondern nur kleine Tragekörbchen. Die Leute hier sind es gewohnt immer nur für den momentanen Bedarf einzukaufen, hier gibt es keinen großen Einkaufstag in dem die Speisekammer wieder aufgefüllt wird. Soviel Platz haben die meisten Japaner auch gar nicht. Deswegen gibt es auch so ziemlich alles in kleinen einzelnen Verpackungen.
Als ich dann in die Schule fuhr war zum Glück meine Kiste noch genau dort wo ich sie gelassen habe. Und ich bin dann recht umständlich damit nach Hause gefahren. Der Bus war leider gerappelt voll und so konnte ich keinen Sitzplatz ergattern.
Zuhause habe ich die Kiste dann zusammen gebaut und all meine erworbenen Mitbringsel zusammen gesucht. Des Gewichtes halber habe ich soweit es geht alle Verpackungen entfernt (glaubt man gar nicht wie viel da zusammen kommt).
Platz hätte ich noch in der Kiste. Aber jetzt steht ja noch das Wochenende bevor, bevor ich das Päckchen weg schicken kann!
Aber als sie dann Angefangen haben über Essen zu reden und mich ausfragten was ich denn lieber hätte, dämmerte es mir, dass wir wohl irgendwohin Essen gehen würden.
Auf der Fahrt ist mir dann aufgefallen, dass ich die Kiste nicht dabei hatte sondern sie in der Schule vergessen hatte…
Wir sind dann zu einem Gyuudon Lokal gefahren, in dem es wirklich sehr sehr kühl war, dafür war das Essen sehr lecker, sehr heiß und recht günstig.
Zuhause wusste ich dann nicht so recht was mit mir anzufangen, Abendessen gab es ja keines mehr, und bis zur Badezeit dauerte es auch noch etwas. Japaner bleiben ja verhältnismäßig lange auf, essen spät, baden erst so gegen 22:00 und ich hab keine Ahnung wann sie immer schlafen gehen, denn ich bin dann eigentlich immer schon längst im Bett.
Dafür kommen sie morgends kaum aus den Federn, stundenlang läuten die Handywecker und am Freitag sind sie überhaupt erst um 9:00 aufgestanden. Eigentlich nur die Mutter, und das wohl auch nur weil sie mir frühstück gemacht hat. Als ich um 10:00 das Haus verlies, haben die anderen noch immer geschlafen…..
Ich war dann ein wenig shoppen, nichts großartiges. Dafür habe ich wieder ein paar Fotos an den Automaten gemacht, davon wird man echt süchtig. Wieso gibt es so was denn nicht in Österreich??
Ich hab dann fürs Wochenende noch etwas Geld gewechselt, leider zu einem nicht so guten Kurs wie in den vergangenen Wochen, aber daran lässt sich ja nichts ändern.
Ich habe irgendwo Unterirdisch einen großen Supermarkt gefunden, der wirklich alles Mögliche hat. Aber obwohl er so groß ist, hat er keine Einkaufswagen, sondern nur kleine Tragekörbchen. Die Leute hier sind es gewohnt immer nur für den momentanen Bedarf einzukaufen, hier gibt es keinen großen Einkaufstag in dem die Speisekammer wieder aufgefüllt wird. Soviel Platz haben die meisten Japaner auch gar nicht. Deswegen gibt es auch so ziemlich alles in kleinen einzelnen Verpackungen.
Als ich dann in die Schule fuhr war zum Glück meine Kiste noch genau dort wo ich sie gelassen habe. Und ich bin dann recht umständlich damit nach Hause gefahren. Der Bus war leider gerappelt voll und so konnte ich keinen Sitzplatz ergattern.
Zuhause habe ich die Kiste dann zusammen gebaut und all meine erworbenen Mitbringsel zusammen gesucht. Des Gewichtes halber habe ich soweit es geht alle Verpackungen entfernt (glaubt man gar nicht wie viel da zusammen kommt).
Platz hätte ich noch in der Kiste. Aber jetzt steht ja noch das Wochenende bevor, bevor ich das Päckchen weg schicken kann!
Donnerstag, 16. August 2007
3.Schulwoche
Am Dienstag war hier großer Erdbeben Tag, nein es gab keine Erdbeben hier, aber es wird dafür geübt, bzw. auch für alle anderen Notfälle die eintreten können.
Aus diesem Grund sind wir mit den Leuten von der Sprachschule in ein spezielles Zentrum gefahren um uns dort die Notfallsmaßnahmen anzusehen.
Gleich zuerst durften wie ein simuliertes Feuer löschen und ums wurde gezeigt wie man diverse Feuerlöscher bedient.
Danach ging es in die Erdbeben Simulation. Dort wurden wir in einem Raum ordentlich durchgeschüttelt und uns wurde gezeigt was in solchen Situation zu tun ist.
Auch die diversen Stärken wurden uns nahe gebracht und abschreckende Bilder gezeigt was da so alles passieren kann.
Danach ging es in den Windkanal um Taifune und ähnliches zu Simulieren. Auch hier wurde uns mittels Tabellen und Bildern gezeigt was die verschiedenen Stärken alles anrichten können und was man in solchen Fällen zu tun hat.
Dasselbe wurde uns dann auch noch mit Regen, Hochwasser und ähnlichem erklärt, jedoch nicht simuliert. Schade eigentlich.
Danach bekamen wir noch eine Führung durch das Zentrum und allerhand Informationen.
Nachdem wir so ziemlich alles gesehen hatten mussten wir noch einen kleinen Fragebogen ausfüllen, dann ging es zu Fuß in ein Nahe gelegenen Shopping Center indem wir zu Mittag gegessen haben, ein bisschen shoppen konnten und uns erfrischen.
Später ging es mit dem Bus zurück nach Tenjin, wo wir noch ein bisschen herum liefen, aber nichts Großartiges kauften.
Ich musste dann recht früh wieder nachhause, weil zur Zeit gerade O-Bon Fest ist, da werden die Ahnen (sprich die Großeltern) besucht, es wird viel gegessen und geredet und meine Gastfamilie muss mich da natürlich hinschleppen.
Schon am Montagabend ging es in eine winzig kleine Wohnung, zu 20 Leuten, denen ich eigentlich nicht wirklich vorgestellt wurde, sondern nur durch diverse Verwandtschaftsgrade. Dann musste ich 2 Stunden lang am Boden knien (ich hatte noch Stunden später ein taubes Gefühl in den Beinen) und Sachen essen, die irgendwie nicht so ganz essbar aussahen. Es gab sehr viel Sashimi und Sushi. Ich hab alles gegessen, was halbwegs gar aussah und habe sogar zum ersten Mal eine Anko Suppe gegessen. (Anko sind süße Bohnen) In der Suppe schwammen ein paar Mochi herum, die aber recht gut schmeckten.
Inzwischen ist es schon Donnerstag und ich habe heute ein Päckchen gekauft um damit meine ganzen Mitbringsel nach Hause zu schicken, damit ich nicht gar zuviel Übergewicht im Flieger habe.
Ich werde die Kiste heute Abend zusammenbauen und füllen und dann morgen Vormittag zur nahe gelegenen Post bringen, hoffentlich schaff ich das irgendwie.
Ich habe übrigens durch Zufall bemerkt, dass ich hin und wieder Internet Empfang in meinem Zimmer habe. Irgendwer in der Nähe muss also W-Lan haben, ich weiss nur nicht wer das ist, und derjenige scheint immer nur spät abends das net einzuschalten. Aber zumindest hin und wieder kann ich auch von zuhause meine Mails checken und Blogs online stellen und muss den Laptop nicht ständig in die Schule mitschleppen.
Hier ist noch der Link zum Fotoalbum mit den von mir besuchten Schreinen in Fukuoka:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/Schreine
Aus diesem Grund sind wir mit den Leuten von der Sprachschule in ein spezielles Zentrum gefahren um uns dort die Notfallsmaßnahmen anzusehen.
Gleich zuerst durften wie ein simuliertes Feuer löschen und ums wurde gezeigt wie man diverse Feuerlöscher bedient.
Danach ging es in die Erdbeben Simulation. Dort wurden wir in einem Raum ordentlich durchgeschüttelt und uns wurde gezeigt was in solchen Situation zu tun ist.
Auch die diversen Stärken wurden uns nahe gebracht und abschreckende Bilder gezeigt was da so alles passieren kann.
Danach ging es in den Windkanal um Taifune und ähnliches zu Simulieren. Auch hier wurde uns mittels Tabellen und Bildern gezeigt was die verschiedenen Stärken alles anrichten können und was man in solchen Fällen zu tun hat.
Dasselbe wurde uns dann auch noch mit Regen, Hochwasser und ähnlichem erklärt, jedoch nicht simuliert. Schade eigentlich.
Danach bekamen wir noch eine Führung durch das Zentrum und allerhand Informationen.
Nachdem wir so ziemlich alles gesehen hatten mussten wir noch einen kleinen Fragebogen ausfüllen, dann ging es zu Fuß in ein Nahe gelegenen Shopping Center indem wir zu Mittag gegessen haben, ein bisschen shoppen konnten und uns erfrischen.
Später ging es mit dem Bus zurück nach Tenjin, wo wir noch ein bisschen herum liefen, aber nichts Großartiges kauften.
Ich musste dann recht früh wieder nachhause, weil zur Zeit gerade O-Bon Fest ist, da werden die Ahnen (sprich die Großeltern) besucht, es wird viel gegessen und geredet und meine Gastfamilie muss mich da natürlich hinschleppen.
Schon am Montagabend ging es in eine winzig kleine Wohnung, zu 20 Leuten, denen ich eigentlich nicht wirklich vorgestellt wurde, sondern nur durch diverse Verwandtschaftsgrade. Dann musste ich 2 Stunden lang am Boden knien (ich hatte noch Stunden später ein taubes Gefühl in den Beinen) und Sachen essen, die irgendwie nicht so ganz essbar aussahen. Es gab sehr viel Sashimi und Sushi. Ich hab alles gegessen, was halbwegs gar aussah und habe sogar zum ersten Mal eine Anko Suppe gegessen. (Anko sind süße Bohnen) In der Suppe schwammen ein paar Mochi herum, die aber recht gut schmeckten.
Inzwischen ist es schon Donnerstag und ich habe heute ein Päckchen gekauft um damit meine ganzen Mitbringsel nach Hause zu schicken, damit ich nicht gar zuviel Übergewicht im Flieger habe.
Ich werde die Kiste heute Abend zusammenbauen und füllen und dann morgen Vormittag zur nahe gelegenen Post bringen, hoffentlich schaff ich das irgendwie.
Ich habe übrigens durch Zufall bemerkt, dass ich hin und wieder Internet Empfang in meinem Zimmer habe. Irgendwer in der Nähe muss also W-Lan haben, ich weiss nur nicht wer das ist, und derjenige scheint immer nur spät abends das net einzuschalten. Aber zumindest hin und wieder kann ich auch von zuhause meine Mails checken und Blogs online stellen und muss den Laptop nicht ständig in die Schule mitschleppen.
Hier ist noch der Link zum Fotoalbum mit den von mir besuchten Schreinen in Fukuoka:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/Schreine
Sonntag, 12. August 2007
2.Wochenende
Mein zweites Wochenende ist ein bisschen anders verlaufen als ich es geplant hatte. Eigentlich wollte ich mir Sea World ansehen und die Tempelstadt hier in der nähe. Aber am Freitag waren die zwei mit denen ich nach Sei World fahren wollte früher weg als ich und so hatten wir uns keinen Treffpunkt ausgemacht.
Nun, ich bin dann zum Hakata Bahnhof gefahren und hab ein paar Sachen gekauft, nichts besonderes, nur kleine Mitbringsel, Handyanhänger, Stäbchen-Set und so was.
Danach wollte ich mal die weitere Gegend erkunden und bin daher kurz entschloßen in die U-Bahn gestiegen und bei Ohori Koen ausgestiegen (Koen bedeutet Park, daher hab ich mir eine hübsche Gegend erwartet).
Kaum an der Oberfläche habe ich das erstbeste Grün angesteuert und anhand einer Tafel erkannt, dass dieser Park auch einen See hat. Ich bin dann also den Weg entlang und frage mich ob das bisschen grün hier wirklich alles sein soll? Dann erkenne ich zu meinem entsetzen, dass das grün neben mir gar nicht aus der Erde wächst sondern aus einem Teichartigen Gebilde. Ist das etwa der ganze See dieses Parkes??? Ist das hier echt der ganze Park???
Enttäuschung macht sich breit, als der „Park“ zu ende war bog ich den nächsten Weg ab, weil ich in der ferne ein traditionelles Dach gesehen habe, vielleicht finde ich ja wenigstens einen hübschen Tempel den ich fotografieren kann….
Nachdem ich das traditionelle Gebäude halb umrundet hatte und keinen Eingang fand bemerkte ich, dass da hinter eine schon eher nach Park aussehende Grünfläche zu sehen ist.
Ich schlender also gleich mal durch den –anscheinend- richtigen Park und fange ordentlich an noch so klein, dass sie noch nicht ausreichend Schatten spenden.
So großartig finde ich das ganze aber auch nicht und bei mir macht sich –dank des vielen Trinkens- ein gewisses Bedürfnis breit. Zu meinem Glück steht da mitten im Park ein Häuschen, das sich als öffentliche Toilette entpuppt. Den von einer Katze bewachten Eingang passiere ich ungeschoren und schaue mir die Toiletten an. Die japanischen Toiletten kenn ich ja schon, aber benutzt hatte ich bis dato noch keine, bisher waren immer auch westliche vorhanden.
Aber diesmal schaute ich dumm drein als ich merkte, dass es hier nur japanische gibt, noch dazu ohne Klopapier.
Es wird euch sicher freuen zu hören, das ich dieses Erlebnis gut überstanden habe und nun sicher keine Angst mehr vor irgendwas habe!
Grundsätzlich finde ich diese Art von Toiletten sogar recht gut, sie sind hygienischer, denn man muss sich nirgends draufsetzen, aber wie man das bewältigt wenn man Jeans anhat oder überhaupt Winterkleidung ist mir ein Rätsel.
Aber zurück zum Thema: Ich lief da also so durch den Park als ich es plötzlich durch die Bäume glitzern sah. Das Meer kann es nicht sein, das ist zu weit weg, kann es sein, dass das der eigentliche See ist und das weiter vorne nur eine verarsche für unschuldige Touristen?!!?
Ich peile mein Ziel an und tatsächlich ein riesiger See breitet sich vor mir aus, inklusive kleiner Inseln die durch Brücken miteinander verbunden sind!
Ich habe fast den halben Tag mit dem umrunden dieses Sees verbracht, naja eigentlich nur den halben See, denn in der Mitte habe ich die Abzeigung über die Inseln genommen.
Alle paar 100m stehen Getränkeautomaten, und die hat man auch echt nötig, es ist total schwül und ich frage mich wie Japaner bei dem Wetter hier draußen Sport machen können!
Hin und wieder fand ich am Wegrand Steine auf denen die Anleitung zu Kinderspielen eingraviert ist, ich finde das eine wirklich süße und sinnvolle Idee. Bei uns in Österreich gehen die ganzen kleinen Kinderspiele total verloren weil schon jedes 5 jährige Kind sich mehr mit einem elektronischen Gerät als mit anderen Kindern beschäftigt.
Überall am Seeufer wird darauf hingewiesen, dass fischen verboten ist, das wunderte mich sehr, den der See wimmelt nur so von Fischen, die anscheinend keine Fressfeinde haben außer die paar Reiher die ich gesehen habe.
Aber nachdem ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte sah ich den Grund. Am Seeufer tummelten sich dutzende Kois die gerade gefüttert wurden. Logisch, dass man nicht einen der teuren Kois in Gefahr durch Fischer bringen möchte.
Gleich daneben befand sich ein kleiner Shop der unter anderem auch Koi Futter verkaufte. Die meisten Japaner finden anscheinend Fische füttern viel interessanter als Entenfüttern, denn die dort lebenden Enten kamen nicht mal näher als gefüttert wurde. Dafür erweckten die Fütterer die Aufmerksamkeit einer Taubenkolonie, die nach jedem Happen eiferten, der daneben ging. Anscheinend geht es den Tauben hier nicht unbedingt so blendend, wie es bei uns in Wien z.B. der Fall ist. Es sind vergleichsweise sehr sehr wenige und sie schauen fast alle recht zerlumpt aus.
Aber ein tapferer Japaner wagte es das „Tauben füttern verboten“ Schild zu ignorieren und die Tauben mit Koi Futter zu füttern. Eine echte Ausnahme bei den Japanern.
Ich verlies nach einem weiteren Getränk aus dem Automaten den Park um mich auf die Suche nach einem 24-Stunden Shop zu machen und fand bald einen, in dem ich mir neben einem großen Getränk auch kalte Soba Nudeln und ein Onigiri kaufte und damit in den Park zurückkehrte. War wirklich sehr lecker und kaltes Essen hat schon was bei der Hitze.
Nebenbei erwähnt hat Japan eine der niedrigsten Obdachlosen Raten und man sieht auf der Straße oder am Bahnhof nirgends Obdachlose herum lungern wie es z.B. am Wiener Südbahnhof der Fall ist. Aber Hier im Park wohnt anscheinend eine ganze Kolonie an Obdachlosen. Sie haben hier Zelte und Wäscheleinen und überall im Park gibt es sehr saubere öffentliche Toiletten, also ein perfekter Ort.
Nach diesem Anstrengenden Tag wäre ich gerne gleich ins Bett gefallen, aber ich musste auf das Abendessen waren, das es noch dazu relativ spät gab. Danach gleich ins Bad und den Schweiß des Tages abwaschen. Ich habe mich schon relativ gut an dieses tägliche Bad gewöhnt, aber wenn ich zuhause bin ist das erste was ich tun werde mich unter die Dusche stellen.
Meine Gastmutter hatte mich auch noch gebeten, ihrer Tochter nach dem Bad das knüpfen zu zeigen und es war recht schwer das ohne die passenden Vokabeln auf Japanisch zu erklären.
Irgendwann gegen 12 bin ich dann ins Bett gefallen und da waren die anderen sogar noch wach.
Es wundert mich jedes Mal wieso sie alle so lange aufbleiben wenn sie doch am nächsten morgen relativ zeitig aufstehen müssen. Sonntagmorgen läutete ab 7:15 alle 10 min einer ihrer vielen Wecker. Schon der erste hat mich aufgeweckt, aber ich war schon fertig angezogen und hergerichtet als sich meine Gastmutter langsam auf dem Weg in die Küche machte.
Um 8:45 bin ich dann raus und kam gerade rechtzeitig zum Frühstück. Meine Gastmutter hatte anscheinend auch noch nichts gegessen aber um 9:00 verlies sie gehetzt das Haus…
Wir hatten schon am Vorabend besprochen, dass wir heute eine kleine Shopping und Sightseeing Tour machen, aber eigentlich dachte ich, dass nur von mir und der Kleinen die rede ist, aber beim Frühstück erklärte mir mein Gastvater dass er uns fährt und noch ein Freund von ihm mitkommen würde.
Der Freund war eine Freundin und eine sehr aufgeweckte noch dazu. Für ihr alter (27) noch sehr kindisch aber sehr sympathisch. Sie hat sich beim shoppen gleich bei mir eingehackt und war eigentlich ständig am scherzen und lachen.
Wir haben uns dann jeder ein Mochi Eis gegönnt. Mochi sind eigentlich süße Klebereisbällchen nur diese waren noch dazu mit Eis gefüllt. Ich hatte eines mit Kirschblüten Eis, war sehr lecker, ich hätte am liebsten mehr davon gekauft. Aber so was lässt sich ja leider nicht mitbringen.
Nach einer großen Shopping Runde bei der ich jedoch nur Haarschmuck und etwas in einem Manga-Laden gekauft hatte ging es hoch in den was weiss ich wievielten Stock zu den Prikola Automaten. Das sind Fotoautomaten bei denen man verschiedene Hintergründe wählen kann sich dann so fotografiert und dann die Fotos noch nachbearbeitet und mit diversem Zeug verziehrt. Das ganze läuft jedoch auf Zeit, wie gemeint. Nach dem Zeitlimit werden sie in ziemlich kleiner Form als Sticker ausgedruckt.
Wir haben einiger solcher Bilder gemacht, die ich jedoch erst in Wien einscannen und zeigen kann, aber schon vorab, es sind sehr lustige Bilder geworden.
Danach gingen wir Ramen essen. In dem Shopping Center gab es ein ganzes „Ramen Stadion“ und wir entschieden uns schon beim Eingang welche Art von Ramen wir essen wollten. Dummerweise haben wir uns für das beliebteste Geschäft entschieden, man musste draußen Schlange stehen und warten.
Als wir in Eingangsnähe kamen standen wir vor einem Automaten bei dem man sich die Essens Coupon kauft. Man wählt anhand der Bilder welche Speise in welcher Größe man haben möchte, wirft das Geld ein und wartet auf das Wechselgeld sowie die Coupons. Mit denen kommt man dann ins Lokal und sobald ein Platz frei wird wird man von einer lautstark schreienden Kellnerin zu seinem Platz geleitet. Der gibt man dann die Coupons und kurze Zeit später bekommt man schon sein Essen.
Ich finde dieses System recht praktisch, so müssen sich die Kellnerinnen nicht mit dem Bezahlen rumschlagen und können sich so mehr um die Kunden kümmern.
Nach dem Essen durchliefen wir noch mal das Shopping Center und fuhren dann zu einem Nahe gelegenen Tempel mit einem großen Buddha den man jedoch nicht fotografieren durfte. Mein Gastvater konnte mir anscheinend die Enttäuschung aus dem Gesicht ablesen und so fuhren wir, nach einem zwischen Stopp bei einem 24 Stunden Shop bei dem wir Eis kauften, zu einem weiter entfernteren großen liegenden Buddha.
Das ganze Gelände war wirklich riesig und in einen kleinen Berg eingearbeitet.
Auf dem Weg vom Parkplatz zum Tempel sind wir an einige Shops vorbei gekommen die typische Mitbringsel verkauften und die wollte ich am Rückweg natürlich alle anschauen, das dumme ist nur, dass die am Rückweg schon alle zu hatten! Und Es war noch nicht mal 18:00!! Kaum zu glauben, und so was in Japan! Aber was soll’s, ich werde nächsten Samstag in diese Tempelstadt fahren und dort gibt es sicher auch genug!
Hier mal der Link zum Fotoalbum mit all meinen bisher besuchten Tempeln:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/TempelTour
Und hier die Bilder von Ohori Koen:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/OhoriKoen
Nun, ich bin dann zum Hakata Bahnhof gefahren und hab ein paar Sachen gekauft, nichts besonderes, nur kleine Mitbringsel, Handyanhänger, Stäbchen-Set und so was.
Danach wollte ich mal die weitere Gegend erkunden und bin daher kurz entschloßen in die U-Bahn gestiegen und bei Ohori Koen ausgestiegen (Koen bedeutet Park, daher hab ich mir eine hübsche Gegend erwartet).
Kaum an der Oberfläche habe ich das erstbeste Grün angesteuert und anhand einer Tafel erkannt, dass dieser Park auch einen See hat. Ich bin dann also den Weg entlang und frage mich ob das bisschen grün hier wirklich alles sein soll? Dann erkenne ich zu meinem entsetzen, dass das grün neben mir gar nicht aus der Erde wächst sondern aus einem Teichartigen Gebilde. Ist das etwa der ganze See dieses Parkes??? Ist das hier echt der ganze Park???
Enttäuschung macht sich breit, als der „Park“ zu ende war bog ich den nächsten Weg ab, weil ich in der ferne ein traditionelles Dach gesehen habe, vielleicht finde ich ja wenigstens einen hübschen Tempel den ich fotografieren kann….
Nachdem ich das traditionelle Gebäude halb umrundet hatte und keinen Eingang fand bemerkte ich, dass da hinter eine schon eher nach Park aussehende Grünfläche zu sehen ist.
Ich schlender also gleich mal durch den –anscheinend- richtigen Park und fange ordentlich an noch so klein, dass sie noch nicht ausreichend Schatten spenden.
So großartig finde ich das ganze aber auch nicht und bei mir macht sich –dank des vielen Trinkens- ein gewisses Bedürfnis breit. Zu meinem Glück steht da mitten im Park ein Häuschen, das sich als öffentliche Toilette entpuppt. Den von einer Katze bewachten Eingang passiere ich ungeschoren und schaue mir die Toiletten an. Die japanischen Toiletten kenn ich ja schon, aber benutzt hatte ich bis dato noch keine, bisher waren immer auch westliche vorhanden.
Aber diesmal schaute ich dumm drein als ich merkte, dass es hier nur japanische gibt, noch dazu ohne Klopapier.
Es wird euch sicher freuen zu hören, das ich dieses Erlebnis gut überstanden habe und nun sicher keine Angst mehr vor irgendwas habe!
Grundsätzlich finde ich diese Art von Toiletten sogar recht gut, sie sind hygienischer, denn man muss sich nirgends draufsetzen, aber wie man das bewältigt wenn man Jeans anhat oder überhaupt Winterkleidung ist mir ein Rätsel.
Aber zurück zum Thema: Ich lief da also so durch den Park als ich es plötzlich durch die Bäume glitzern sah. Das Meer kann es nicht sein, das ist zu weit weg, kann es sein, dass das der eigentliche See ist und das weiter vorne nur eine verarsche für unschuldige Touristen?!!?
Ich peile mein Ziel an und tatsächlich ein riesiger See breitet sich vor mir aus, inklusive kleiner Inseln die durch Brücken miteinander verbunden sind!
Ich habe fast den halben Tag mit dem umrunden dieses Sees verbracht, naja eigentlich nur den halben See, denn in der Mitte habe ich die Abzeigung über die Inseln genommen.
Alle paar 100m stehen Getränkeautomaten, und die hat man auch echt nötig, es ist total schwül und ich frage mich wie Japaner bei dem Wetter hier draußen Sport machen können!
Hin und wieder fand ich am Wegrand Steine auf denen die Anleitung zu Kinderspielen eingraviert ist, ich finde das eine wirklich süße und sinnvolle Idee. Bei uns in Österreich gehen die ganzen kleinen Kinderspiele total verloren weil schon jedes 5 jährige Kind sich mehr mit einem elektronischen Gerät als mit anderen Kindern beschäftigt.
Überall am Seeufer wird darauf hingewiesen, dass fischen verboten ist, das wunderte mich sehr, den der See wimmelt nur so von Fischen, die anscheinend keine Fressfeinde haben außer die paar Reiher die ich gesehen habe.
Aber nachdem ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte sah ich den Grund. Am Seeufer tummelten sich dutzende Kois die gerade gefüttert wurden. Logisch, dass man nicht einen der teuren Kois in Gefahr durch Fischer bringen möchte.
Gleich daneben befand sich ein kleiner Shop der unter anderem auch Koi Futter verkaufte. Die meisten Japaner finden anscheinend Fische füttern viel interessanter als Entenfüttern, denn die dort lebenden Enten kamen nicht mal näher als gefüttert wurde. Dafür erweckten die Fütterer die Aufmerksamkeit einer Taubenkolonie, die nach jedem Happen eiferten, der daneben ging. Anscheinend geht es den Tauben hier nicht unbedingt so blendend, wie es bei uns in Wien z.B. der Fall ist. Es sind vergleichsweise sehr sehr wenige und sie schauen fast alle recht zerlumpt aus.
Aber ein tapferer Japaner wagte es das „Tauben füttern verboten“ Schild zu ignorieren und die Tauben mit Koi Futter zu füttern. Eine echte Ausnahme bei den Japanern.
Ich verlies nach einem weiteren Getränk aus dem Automaten den Park um mich auf die Suche nach einem 24-Stunden Shop zu machen und fand bald einen, in dem ich mir neben einem großen Getränk auch kalte Soba Nudeln und ein Onigiri kaufte und damit in den Park zurückkehrte. War wirklich sehr lecker und kaltes Essen hat schon was bei der Hitze.
Nebenbei erwähnt hat Japan eine der niedrigsten Obdachlosen Raten und man sieht auf der Straße oder am Bahnhof nirgends Obdachlose herum lungern wie es z.B. am Wiener Südbahnhof der Fall ist. Aber Hier im Park wohnt anscheinend eine ganze Kolonie an Obdachlosen. Sie haben hier Zelte und Wäscheleinen und überall im Park gibt es sehr saubere öffentliche Toiletten, also ein perfekter Ort.
Nach diesem Anstrengenden Tag wäre ich gerne gleich ins Bett gefallen, aber ich musste auf das Abendessen waren, das es noch dazu relativ spät gab. Danach gleich ins Bad und den Schweiß des Tages abwaschen. Ich habe mich schon relativ gut an dieses tägliche Bad gewöhnt, aber wenn ich zuhause bin ist das erste was ich tun werde mich unter die Dusche stellen.
Meine Gastmutter hatte mich auch noch gebeten, ihrer Tochter nach dem Bad das knüpfen zu zeigen und es war recht schwer das ohne die passenden Vokabeln auf Japanisch zu erklären.
Irgendwann gegen 12 bin ich dann ins Bett gefallen und da waren die anderen sogar noch wach.
Es wundert mich jedes Mal wieso sie alle so lange aufbleiben wenn sie doch am nächsten morgen relativ zeitig aufstehen müssen. Sonntagmorgen läutete ab 7:15 alle 10 min einer ihrer vielen Wecker. Schon der erste hat mich aufgeweckt, aber ich war schon fertig angezogen und hergerichtet als sich meine Gastmutter langsam auf dem Weg in die Küche machte.
Um 8:45 bin ich dann raus und kam gerade rechtzeitig zum Frühstück. Meine Gastmutter hatte anscheinend auch noch nichts gegessen aber um 9:00 verlies sie gehetzt das Haus…
Wir hatten schon am Vorabend besprochen, dass wir heute eine kleine Shopping und Sightseeing Tour machen, aber eigentlich dachte ich, dass nur von mir und der Kleinen die rede ist, aber beim Frühstück erklärte mir mein Gastvater dass er uns fährt und noch ein Freund von ihm mitkommen würde.
Der Freund war eine Freundin und eine sehr aufgeweckte noch dazu. Für ihr alter (27) noch sehr kindisch aber sehr sympathisch. Sie hat sich beim shoppen gleich bei mir eingehackt und war eigentlich ständig am scherzen und lachen.
Wir haben uns dann jeder ein Mochi Eis gegönnt. Mochi sind eigentlich süße Klebereisbällchen nur diese waren noch dazu mit Eis gefüllt. Ich hatte eines mit Kirschblüten Eis, war sehr lecker, ich hätte am liebsten mehr davon gekauft. Aber so was lässt sich ja leider nicht mitbringen.
Nach einer großen Shopping Runde bei der ich jedoch nur Haarschmuck und etwas in einem Manga-Laden gekauft hatte ging es hoch in den was weiss ich wievielten Stock zu den Prikola Automaten. Das sind Fotoautomaten bei denen man verschiedene Hintergründe wählen kann sich dann so fotografiert und dann die Fotos noch nachbearbeitet und mit diversem Zeug verziehrt. Das ganze läuft jedoch auf Zeit, wie gemeint. Nach dem Zeitlimit werden sie in ziemlich kleiner Form als Sticker ausgedruckt.
Wir haben einiger solcher Bilder gemacht, die ich jedoch erst in Wien einscannen und zeigen kann, aber schon vorab, es sind sehr lustige Bilder geworden.
Danach gingen wir Ramen essen. In dem Shopping Center gab es ein ganzes „Ramen Stadion“ und wir entschieden uns schon beim Eingang welche Art von Ramen wir essen wollten. Dummerweise haben wir uns für das beliebteste Geschäft entschieden, man musste draußen Schlange stehen und warten.
Als wir in Eingangsnähe kamen standen wir vor einem Automaten bei dem man sich die Essens Coupon kauft. Man wählt anhand der Bilder welche Speise in welcher Größe man haben möchte, wirft das Geld ein und wartet auf das Wechselgeld sowie die Coupons. Mit denen kommt man dann ins Lokal und sobald ein Platz frei wird wird man von einer lautstark schreienden Kellnerin zu seinem Platz geleitet. Der gibt man dann die Coupons und kurze Zeit später bekommt man schon sein Essen.
Ich finde dieses System recht praktisch, so müssen sich die Kellnerinnen nicht mit dem Bezahlen rumschlagen und können sich so mehr um die Kunden kümmern.
Nach dem Essen durchliefen wir noch mal das Shopping Center und fuhren dann zu einem Nahe gelegenen Tempel mit einem großen Buddha den man jedoch nicht fotografieren durfte. Mein Gastvater konnte mir anscheinend die Enttäuschung aus dem Gesicht ablesen und so fuhren wir, nach einem zwischen Stopp bei einem 24 Stunden Shop bei dem wir Eis kauften, zu einem weiter entfernteren großen liegenden Buddha.
Das ganze Gelände war wirklich riesig und in einen kleinen Berg eingearbeitet.
Auf dem Weg vom Parkplatz zum Tempel sind wir an einige Shops vorbei gekommen die typische Mitbringsel verkauften und die wollte ich am Rückweg natürlich alle anschauen, das dumme ist nur, dass die am Rückweg schon alle zu hatten! Und Es war noch nicht mal 18:00!! Kaum zu glauben, und so was in Japan! Aber was soll’s, ich werde nächsten Samstag in diese Tempelstadt fahren und dort gibt es sicher auch genug!
Hier mal der Link zum Fotoalbum mit all meinen bisher besuchten Tempeln:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/TempelTour
Und hier die Bilder von Ohori Koen:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/OhoriKoen
Mittwoch, 8. August 2007
meine zweite Woche
Der Montag verlief relativ normal, ein wenig Shoppen am Vormittag, dann Schule und dann noch ein wenig online. Es war schon fast 20:00 als ich das Gebäude verlassen wollte. Ich stand dann aber wie angewurzelt am Ausgang. Es schüttete in Strömen!
In einem Moment als ich meinte, der Regen würde etwas leichter werden, bin ich dann los gelaufen, meine Bus Station ist ja eigentlich nicht weit entfernt. Aber ehe ich mich versah regnete es noch stärker und der starke Wind riss vielen den Schirm aus der Hand. Die Straßen verwandelten sich rasch in Flüsse und ich kam komplett durchnässt an der Station an.
Dort drängen sich schon viele weitere Opfer zusammen und obwohl die meisten einen Schirm in der Hand hatten waren sie ziemlich nass.
Obwohl ich sehr lange auf den Bus warten musste wurde ich in der Zeit kein bisschen trockener, denn durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann praktisch nichts trocken werden. Als dann endlich der Bus kam hab ich mir einen Sitzplatz erkämpft und war sehr froh, dass es nur noch nieselte als ich ausstieg. Meinen Sitzplatz habe ich jedoch ziemlich durchnässt zurück gelassen…
Endlich zuhause habe ich mich erstmal umgezogen und mir die Haare so gut es geht getrocknet. Als meine Gastmutter nach Hause kam hat sie eine Freundin mitgebracht, die auch mit uns zu Abend gegessen hat. Japaner sind ja sehr neugierig und fragen einem gerne über alles aus. Oft können sie es gar nicht fassen, dass der Rest der Welt überhaupt Notiz von ihnen nimmt und noch schlimmer wenn japanische Produkte im Ausland bekannt sind.
So etwas wie „Waaas du kennst Udon???“ oder „Echt, du schaust dir Naruto an??“
Weil ich mich ja für Mangas begeistere wollte mir die Freundin meiner Gastmutter einen Shop in der Nähe zeigen, bei dem man sich Mangas, Animes und anderes ausleihen kann.
Wir sind dann also um 22:15 los um uns diesen Shop anzusehen. Es ist wenig erstaunlich, dass der um die Zeit offen hat, aber was mich fast schon schockierte war, dass um die Zeit auch noch Kinder unterwegs sind. Irgendwann gegen 23:30 war ich endlich wieder zuhause und habe ausgiebig gebadet (diesmal warm).
Trotz allem bin ich am nächsten Tag (Dienstag) relativ früh aufgewacht und bin auch schon um 9:00 losgefahren.
Ich habe mich diesmal durch diverse Kaufhäuser gewühlt und ein paar nette Klamotten und Mitbringsel gefunden. Ich wollte auch Schuhe kaufen, aber die größten japanischen Schuhe sind zu klein für mich L
Viele Geschäfte führen gar keine echten Größen, sondern nur S, M und L, das erklärt auch, warum viele Japanerinnen mit zu kleinen oder zu großen Schuhen herum laufen. Die meisten jungen Frauen scheinen sich kaum aufrecht halten zu können wenn sie mit den viel zu hohen, nicht geschlossenen und zu kleinen/großen Schuhen durch die Straßen laufen.
Eine kleine Sonderbarkeit der Japaner ist es außerdem sich auch in der Umkleidekabine die Schuhe auszuziehen. Meistens ist der Kabine etwas erhöht oder mit Teppich ausgelegt. Vor der Kabinentür befindet sich auch immer ein paar einfacher Schuhe in die man reinschlüpfen kann um sich nicht die eigenen Schuhe ständig an- und auszuziehen.
Nach der Schule wollte ich auch noch ein wenig Shoppen, aber ich habe nur ein Kaufhaus durchstöbert. Dort habe ich zufällig auch meine Universitätslehrbücher gefunden und gleich die nächsten 2 Bände gekauft. Leider gab es die Übungsbücher dazu nicht, die hätte ich auch gerne gekauft, aber vielleicht finde ich sie ja noch woanders.
Auf jeden Fall war ich danach so angepackt dass ich lieber nachhause fuhr.
Meine Gastmutter scheint nur kurze Zeit davor zuhause angekommen zu sein und sie fragte mich ganz verlegen, ob es denn okay wäre, wenn wir uns ausnahmsweise Essen kommen lassen würden.
Ich wählte einmal Gyudon (Rindfleisch mit Zwiebeln angebraten in einer leckeren Sauce über Reis), es gab automatisch dazu noch eine kleine Suppe mit Udon Nudeln darin.
Das ganze wurde in ganz normalen Schalen geliefert, die man auch im Restaurant bekommen würde und ich fragte mich ob die gratis dabei wären.
Inzwischen ist es Mittwoch und ich weiss nun was mit den Schalen weiter passiert ist. Meine Gastmutter hat sie gewaschen und vor die Tür gestellt. Ich nehme mal an, dass der Lieferant in nächster Zeit wieder vorbei kommt und sie dann wieder mitnimmt.
In Japan ist es kein Problem seine Sachen irgendwo liegen zu lassen. Selbst Stunden später werden sie noch dort liegen. Die Kriminalitätsrate ist in Japan extrem niedrig. Selbst im bösesten Viertel von Osaka ist sie noch um ein vielfaches niedriger als in jeder europäischen Stadt!
Ich habe heute übrigens zum Frühstück ausnahmsweise mal kleinen Fisch gehabt sondern gebratenes Hühnchen, leider mit total fettiger Haut die ich mühsam mit den Stäbchen entfernt habe.
Auf dem Weg zur Schule bin ich in einen Supermarkt geraten und habe dort gleich ein paar Sachen gekauft. Unter anderem den japanischen grünen Pulver Tee, Calpis zum verdünnen (um ein vielfaches billiger als es in Wien kostet!) Und ausserdem noch ein paar kleine Happen von der Backstation, bei dem ich keine Ahnung habe was genau das eigentlich ist. Ich habe auch einen Apfel gekauft (200Yen = ca. 1,30€) den ich dann in einer Pause genießen werde.
In einem Moment als ich meinte, der Regen würde etwas leichter werden, bin ich dann los gelaufen, meine Bus Station ist ja eigentlich nicht weit entfernt. Aber ehe ich mich versah regnete es noch stärker und der starke Wind riss vielen den Schirm aus der Hand. Die Straßen verwandelten sich rasch in Flüsse und ich kam komplett durchnässt an der Station an.
Dort drängen sich schon viele weitere Opfer zusammen und obwohl die meisten einen Schirm in der Hand hatten waren sie ziemlich nass.
Obwohl ich sehr lange auf den Bus warten musste wurde ich in der Zeit kein bisschen trockener, denn durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann praktisch nichts trocken werden. Als dann endlich der Bus kam hab ich mir einen Sitzplatz erkämpft und war sehr froh, dass es nur noch nieselte als ich ausstieg. Meinen Sitzplatz habe ich jedoch ziemlich durchnässt zurück gelassen…
Endlich zuhause habe ich mich erstmal umgezogen und mir die Haare so gut es geht getrocknet. Als meine Gastmutter nach Hause kam hat sie eine Freundin mitgebracht, die auch mit uns zu Abend gegessen hat. Japaner sind ja sehr neugierig und fragen einem gerne über alles aus. Oft können sie es gar nicht fassen, dass der Rest der Welt überhaupt Notiz von ihnen nimmt und noch schlimmer wenn japanische Produkte im Ausland bekannt sind.
So etwas wie „Waaas du kennst Udon???“ oder „Echt, du schaust dir Naruto an??“
Weil ich mich ja für Mangas begeistere wollte mir die Freundin meiner Gastmutter einen Shop in der Nähe zeigen, bei dem man sich Mangas, Animes und anderes ausleihen kann.
Wir sind dann also um 22:15 los um uns diesen Shop anzusehen. Es ist wenig erstaunlich, dass der um die Zeit offen hat, aber was mich fast schon schockierte war, dass um die Zeit auch noch Kinder unterwegs sind. Irgendwann gegen 23:30 war ich endlich wieder zuhause und habe ausgiebig gebadet (diesmal warm).
Trotz allem bin ich am nächsten Tag (Dienstag) relativ früh aufgewacht und bin auch schon um 9:00 losgefahren.
Ich habe mich diesmal durch diverse Kaufhäuser gewühlt und ein paar nette Klamotten und Mitbringsel gefunden. Ich wollte auch Schuhe kaufen, aber die größten japanischen Schuhe sind zu klein für mich L
Viele Geschäfte führen gar keine echten Größen, sondern nur S, M und L, das erklärt auch, warum viele Japanerinnen mit zu kleinen oder zu großen Schuhen herum laufen. Die meisten jungen Frauen scheinen sich kaum aufrecht halten zu können wenn sie mit den viel zu hohen, nicht geschlossenen und zu kleinen/großen Schuhen durch die Straßen laufen.
Eine kleine Sonderbarkeit der Japaner ist es außerdem sich auch in der Umkleidekabine die Schuhe auszuziehen. Meistens ist der Kabine etwas erhöht oder mit Teppich ausgelegt. Vor der Kabinentür befindet sich auch immer ein paar einfacher Schuhe in die man reinschlüpfen kann um sich nicht die eigenen Schuhe ständig an- und auszuziehen.
Nach der Schule wollte ich auch noch ein wenig Shoppen, aber ich habe nur ein Kaufhaus durchstöbert. Dort habe ich zufällig auch meine Universitätslehrbücher gefunden und gleich die nächsten 2 Bände gekauft. Leider gab es die Übungsbücher dazu nicht, die hätte ich auch gerne gekauft, aber vielleicht finde ich sie ja noch woanders.
Auf jeden Fall war ich danach so angepackt dass ich lieber nachhause fuhr.
Meine Gastmutter scheint nur kurze Zeit davor zuhause angekommen zu sein und sie fragte mich ganz verlegen, ob es denn okay wäre, wenn wir uns ausnahmsweise Essen kommen lassen würden.
Ich wählte einmal Gyudon (Rindfleisch mit Zwiebeln angebraten in einer leckeren Sauce über Reis), es gab automatisch dazu noch eine kleine Suppe mit Udon Nudeln darin.
Das ganze wurde in ganz normalen Schalen geliefert, die man auch im Restaurant bekommen würde und ich fragte mich ob die gratis dabei wären.
Inzwischen ist es Mittwoch und ich weiss nun was mit den Schalen weiter passiert ist. Meine Gastmutter hat sie gewaschen und vor die Tür gestellt. Ich nehme mal an, dass der Lieferant in nächster Zeit wieder vorbei kommt und sie dann wieder mitnimmt.
In Japan ist es kein Problem seine Sachen irgendwo liegen zu lassen. Selbst Stunden später werden sie noch dort liegen. Die Kriminalitätsrate ist in Japan extrem niedrig. Selbst im bösesten Viertel von Osaka ist sie noch um ein vielfaches niedriger als in jeder europäischen Stadt!
Ich habe heute übrigens zum Frühstück ausnahmsweise mal kleinen Fisch gehabt sondern gebratenes Hühnchen, leider mit total fettiger Haut die ich mühsam mit den Stäbchen entfernt habe.
Auf dem Weg zur Schule bin ich in einen Supermarkt geraten und habe dort gleich ein paar Sachen gekauft. Unter anderem den japanischen grünen Pulver Tee, Calpis zum verdünnen (um ein vielfaches billiger als es in Wien kostet!) Und ausserdem noch ein paar kleine Happen von der Backstation, bei dem ich keine Ahnung habe was genau das eigentlich ist. Ich habe auch einen Apfel gekauft (200Yen = ca. 1,30€) den ich dann in einer Pause genießen werde.
Montag, 6. August 2007
1.Sonntag Zoo
Ich glaube mein Wecker kann gar nicht läuten, denn ich habe ihn bisher noch nie gehört, entweder ich wache früher auf, oder ich verschlafe. Aber ab Montag spielt das eh keine Rolle mehr, denn da habe ich erst um 14:00 Unterricht, dafür 4 Stunden am Stück…
Ich bin heute trotz allem sehr zeitig aufgestanden, weil ich mich um 10:00 mit den anderen beim Zoo treffen wollte. Das ist ja eine kleine Weltreise von meinem Wohnort entfernt.
Erst eine halbe Stunde bis ich am Hakata Bahnhof bin und dann noch mal eine halbe Stunde von dort mit dem Bus zum Zoo.
Obwohl ich eine viertel Stunde zu spät angekommen bin, war ich die erste am Ziel. Gleich nach mir kam die komische Französin (siehe Fotos) und nach einer halben Stunde kam der Deutsche daher…
Ich bin heute trotz allem sehr zeitig aufgestanden, weil ich mich um 10:00 mit den anderen beim Zoo treffen wollte. Das ist ja eine kleine Weltreise von meinem Wohnort entfernt.
Erst eine halbe Stunde bis ich am Hakata Bahnhof bin und dann noch mal eine halbe Stunde von dort mit dem Bus zum Zoo.
Obwohl ich eine viertel Stunde zu spät angekommen bin, war ich die erste am Ziel. Gleich nach mir kam die komische Französin (siehe Fotos) und nach einer halben Stunde kam der Deutsche daher…
Gleich darauf im Zoo folgte eine Überraschung der nächsten. Der Eintritt (400Yen ca. 2,50€) war relativ günstig, aber ein Foto am Fotoautomaten gleich nach dem Eingang schlägt mit 600Yen zu Buche!!
Dann mussten wir feststellen, dass der Zoo mehr aus Treppen und steilen Wegen besteht als aus normalen Wegen. Als ob uns die Hitze (31°C bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit) nicht schon genug erschlagen würde, waren wir nach wenigen Metern jedes Mal aus der Puste und mussten uns hinsetzen. Da aber überall Getränkeautomaten herum stehen kauft man sich auch gleich noch was zu trinken. Wobei hierbei Vorsicht geboten ist, denn 120Yen für einen viertel Liter ist nicht gerade billig, aber woher sollte man sonst was hernehmen wenn man mitten in der Wildnis steht?
Leider muss ich sagen, dass der Zoo alles andere als Artgerecht ist. Die Gehege sind wirklich winzig und die Tiere sind oft ohne Artgenossen. Sie haben keinerlei Beschäftigung und schauen irgendwie traurig aus der Wäsche…
Wir haben uns gar nicht alles angesehen, es war einfach zu deprimierend.
Dafür sind wir gleich ums Eck in den Botanischen Garten gegangen, der aber irgendwie langweilig war. Nur Blumen und ein recht großes Tropenhaus (drinnen war es eine Spur kühler) aber dann haben wir anscheinend den Raum für gemäßigtes Klima gefunden und verweilten dort recht lange, tranken, quatschten und genossen die Klimaanlage.
Irgendwann gegen 15:00 trennten sich unsere Wege. Die Französin wollte den Strand finden und der Deutsche ein Kanji Lexikon.
Daher bin ich alleine zurück zum Hakata Bahnhof gefahren und hab mich dort ein wenig umgesehen. Aber ganz alleine macht das nicht so viel Spaß und da ich am Samstag zuviel Geld auf einmal ausgegeben habe, hatte ich nur noch wenig das ich ausgeben konnte.
Morgen muss ich also wieder zur Bank und ein wenig Geld wechseln ;-)
Ich hab mich dann jedoch ein Onigiri (großes Reisbällchen mit Nori/Algen Mantel) und ein Okonomiyaki gekauft, das ich dann in der großen Busstation gegessen habe.
Ich bin anscheinend in die Rushhour gekommen, denn es waren verdammt viele Leute bei der Station.
Das Bussystem ist dort ein bisschen anders und vor allem vielschichtiger. Das Stationsgebäude ist 2 stöckig mit jeweils 24 Stationen (also 48 insgesamt). An jeder dieser Stationen halten 5 bis 8 Busse, die alle einen anderen Weg fahren, ein Übersichtichtsplan von diesen paar Buslinien findet man bei der Station.
Wenn man ein bisschen rechnet kommt man drauf, dass alleine von diesem Bahnhof über 240 Buslinien abfahren!! (Jetzt weiss ich, warum ich beim ersten Mal meinen Bus nicht gefunden habe!)
Und da so viele Leute auf ihre Busse warten und die Japaner ein verdammt höfliches Volk sind, stehen die wartenden Menschen nicht in einem Haufen da, wie es in Österreich der Fall wäre, sondern in Reih und Glied, sogar nach Buslinien geordnet. Sobald der richtige Bus einfährt öffnet der erste die Tür und alle können in geordneten Bahnen in den Bus einsteigen, ihr Ticket ziehen, oder so wie ich seit neuestem ihre Buskarte durch den Automaten jagen.
Diese Buskarten kann man in verschienen Preisklassen beim Busfahrer kaufen. Das ganze funktioniert ca. wie eine Telefonwertkarte. Wenn man einsteigt steckt man sie in den Automaten und wenn man aussteigt noch mal bei dem Automaten beim Busfahrer, der Fahrpreis wird dadurch automatisch abgezogen und man muss nicht mehr mit soviel Kleingeld herum jonglieren.
Irgendwann war ich dann wieder zuhause und es gab recht bald darauf Abendessen. Kalte Udon Nudeln, Fleisch auf Reis mit Ei übergossen (das stockt dann über dem heißen Reis) sowie ein paar Gyoza. Ich war danach so was von satt, das glaubt man gar nicht.
Nach dem Essen zeigte mir meine Gastmutter und ihre Tochter, wo man günstig Obst einkaufen kann, ist gar nicht mal so weit weg von meiner Busstation. Ich habe mir einen Pfirsich und einen Apfel gekauft, beide einzelnd verpackt und Druckgeschützt.
Und wenn wir schon beim Essen sind, ich habe heute was Interessantes entdeckt. Es sieht zuerst aus wie Toastscheiben, die am Rand zusammengepresst wurden, aber dazwischen befindet sich eine Art Schokocreme (gab’s auch mit anderen Geschmacksrichtungen). Das war sogar recht lecker und man macht sich überhaupt nicht die Finger klebrig, richtig praktisch ;-)
Hier ist noch der Link für das Fotoalbum für die restlichen Bilder:
1.Samstag SHOPPING!
Ich bin heute recht früh aufgestanden um mich mit einem Mädel aus meiner Gruppe zum shoppen zu treffen. Sie ist Französin und spricht ein bisschen komisch, aber es reicht um sich verständlich zu machen.
Wir haben uns beim Hakata Eki (Bahnhof) getroffen und sind dann später von dort Richtung Canal City spaziert. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem kleinen Markt vorbei gekommen mit viel stinkigem Fisch, frischem Gemüse und einen 100Yen Shop indem ich Kochstäbchen, eine Wasabi-Reibe und einen Onigiri Former gekauft habe. Dort kaufte auch ein etwas herunter gekommener Mann ein der versucht hat mit uns zu quatschen und uns gefragt hat ob wir Russinnen sind. Dann hat er irgendwas von unserer Schönheit gequasselt und uns dann Karamell Zuckerl aufgedrängt die er im Shop bezahlt hat, obwohl er nicht gerade so aussah als ob er viel Geld hätte. Dann sind wir schleunigst weiter gegangen, der Kerl war schon ein bisschen komisch….
Hakata-Canal-City ist ein riesiges Einkaufszentrum mit unheimlich vielen Shops, fast der ganze erste Stock ist für Kinder. Dort gibt es ein Pokémon Center, einen Hello Kitty Shop, Süßwaren Geschäfte und vieles vieles mehr.
Ich hab mich dort relativ gut austoben können. Eine detaillierte Auflistung folgt, sobald ich alles fotografiert habe.
Wir haben dort auch zu Mittag gegessen, und zwar Teriyaki Burger *g* Grundsätzlich wie ein normaler Hamburger aufgebaut, nur mit mehr Salat und einer leckeren Teriyaki Sauce auf dem Fleisch. Und das war auch noch relativ günstig, ein Burger, Mittlere Pommes und ein Mittleres Getränk um 420Yen (ca 2,50€).
Danach haben wir die Gegend nach Tempel abgesucht du sind sogar recht schnell fündig geworden. Dort haben wir dann zufällig ein weiteres Gruppenmitglied gefunden mit dem wir dann zum nächsten (viel schöneren) Tempel gegangen sind. Leider ging mir dann dort der Akku aus, weswegen ich die anderen beiden dann um Bilder anbetteln muss, aber ich hab ja auch welche zum tauschen.
Von dort aus sind wir dann weiter und wurden nur durch eine Hungerattacke unterbrochen wurde. Doch nach einer Schüssel Ramen ging es weiter und wir fanden eine große Tempelanlage bei dessen Eingang ein großer Buddha angepriesen wurde. Wir folgten der Betafelung um dann festzustellen, dass der Buddha nachmittags nicht mehr gezeigt wird…. (mist!)
Wir haben uns jedoch die Anlage angesehen.
Gleich ums Eck fanden wir eine kleine Ausstellung bei der gezeigt wurde wie auf altmodische Art Stoff gewebt wurde und es ist wirklich erstaunlich wie riesig diese Webstühle sind und wie schwierig es anscheinend ist da diese wunderschönen Muster rein zubringen.
Irgendwie sind wir dann wieder zum Hakata Bahnhof gelangt wo wir uns ein riesiges Second Hand Buchgeschäft angeschaut haben, die Bücher bestehen jedoch zu 80% aus Mangas und s ist wirklich erstaunlich wie viele Mangas es gibt!! Ich konnte mich gar nicht satt sehen, aber ich habe keine Mangas gefunden die ich kenne. Aber ich denke ich werde dort mal alleine hingehen und mich genauer umsehen.
In der Nähe des Bahnhofes sind wir dann in eines der riesigen Kaufhäuser gegangen, das anscheinend ausschließlich für elektronische Geräte ist (und das auf 5 Etagen!).
Einer von uns war auch der suche nach einem netten kleinen Gerät, das ihm Japanisch übersetz, am besten ins Englische und das noch dazu Kanjis erkennt. Es gibt da eine recht große Auswahl, aber der Preis ist auch hier nicht gerade ein Schnäppchen. (zwischen 180€ und 360€ ).
In einer anderen Etage haben wir dann aber Nintendo DS Spiele gefunden und unter andem auch eine Art Kanji Lexikon, leider nicht das, was ich wollte, aber es scheint auch ganz gut zu sein. Und es war noch dazu verdammt billig (12€) wenn ich mir denke, was in Österreich ein DS Spiel kostet!! (ab 40€).
Und weils so süß war habe ich noch ein Nintendo Haustier gekauft!
Nachdem ich total beladen wieder zuhause ankam bekam ich gleich ein leckeres Abendessen bestehend aus Hühnerfleisch in Teigmantel, eine Schale Reis, eine Suppe mit Algen, Soba Nudeln und so komischen kleinen Tofubällchen. Eine Portion Rührei mit Nudeln darin und Sauce darauf und die allgegenwärtige Portion Kohl/Kraut mit Salatsauce.
Danach hab ich meiner Gastfamilie gezeigt, was ich alles gekauft haben, und die waren ziemlich aus dem Häuschen, dass ich soviel Zeug kaufe. Dann habe ich ihnen irgendwie verständlich machen können, dass ich vorhabe das per Post nach Hause zu schicken, woraufhin meine Gastmutter gleich mit einer Tabelle daher kam um mir zu zeigen wie viel das kosten wird. Ich werde nächste Woche mal einen großen Karton kaufen und dann schau ich mal wann ich das voll habe und wie schwer das dann ist.
Morgen treffe ich mich mit den anderen zwei beim Zoo, den wir uns anschauen wollen und dort gibt es auch Parks und Schreine, die wir sicher besichtigen werden.
Da ich nicht genau wusste auf welchem Weg ich dort am besten hinkommen würde, fragte ich meine Gastmutter, die wusste trotz vieler kompliziert aussehender Karten nicht so recht wie was wo und rief dann einfach mal beim Hakata Bahnhof an und lies sich das erklären und erklärte es dann mir. Noch dazu alles auf die Minute genau geplant, also wenn ich ein paar Minuten zu spät beim ersten Bus bin stimmt der ganze Plan nicht mehr, deswegen wird ich morgen zeitig aufstehen, damit ich ja rechtzeitig hier weg komme.
Und weil ich soviele Fotos von diesem Tag habe, hab ich sie schon mal in ein Fotoalbum gesteckt das du hier finden kannst:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/ShoppingInHakata
Wir haben uns beim Hakata Eki (Bahnhof) getroffen und sind dann später von dort Richtung Canal City spaziert. Auf dem Weg dorthin sind wir an einem kleinen Markt vorbei gekommen mit viel stinkigem Fisch, frischem Gemüse und einen 100Yen Shop indem ich Kochstäbchen, eine Wasabi-Reibe und einen Onigiri Former gekauft habe. Dort kaufte auch ein etwas herunter gekommener Mann ein der versucht hat mit uns zu quatschen und uns gefragt hat ob wir Russinnen sind. Dann hat er irgendwas von unserer Schönheit gequasselt und uns dann Karamell Zuckerl aufgedrängt die er im Shop bezahlt hat, obwohl er nicht gerade so aussah als ob er viel Geld hätte. Dann sind wir schleunigst weiter gegangen, der Kerl war schon ein bisschen komisch….
Hakata-Canal-City ist ein riesiges Einkaufszentrum mit unheimlich vielen Shops, fast der ganze erste Stock ist für Kinder. Dort gibt es ein Pokémon Center, einen Hello Kitty Shop, Süßwaren Geschäfte und vieles vieles mehr.
Ich hab mich dort relativ gut austoben können. Eine detaillierte Auflistung folgt, sobald ich alles fotografiert habe.
Wir haben dort auch zu Mittag gegessen, und zwar Teriyaki Burger *g* Grundsätzlich wie ein normaler Hamburger aufgebaut, nur mit mehr Salat und einer leckeren Teriyaki Sauce auf dem Fleisch. Und das war auch noch relativ günstig, ein Burger, Mittlere Pommes und ein Mittleres Getränk um 420Yen (ca 2,50€).
Danach haben wir die Gegend nach Tempel abgesucht du sind sogar recht schnell fündig geworden. Dort haben wir dann zufällig ein weiteres Gruppenmitglied gefunden mit dem wir dann zum nächsten (viel schöneren) Tempel gegangen sind. Leider ging mir dann dort der Akku aus, weswegen ich die anderen beiden dann um Bilder anbetteln muss, aber ich hab ja auch welche zum tauschen.
Von dort aus sind wir dann weiter und wurden nur durch eine Hungerattacke unterbrochen wurde. Doch nach einer Schüssel Ramen ging es weiter und wir fanden eine große Tempelanlage bei dessen Eingang ein großer Buddha angepriesen wurde. Wir folgten der Betafelung um dann festzustellen, dass der Buddha nachmittags nicht mehr gezeigt wird…. (mist!)
Wir haben uns jedoch die Anlage angesehen.
Gleich ums Eck fanden wir eine kleine Ausstellung bei der gezeigt wurde wie auf altmodische Art Stoff gewebt wurde und es ist wirklich erstaunlich wie riesig diese Webstühle sind und wie schwierig es anscheinend ist da diese wunderschönen Muster rein zubringen.
Irgendwie sind wir dann wieder zum Hakata Bahnhof gelangt wo wir uns ein riesiges Second Hand Buchgeschäft angeschaut haben, die Bücher bestehen jedoch zu 80% aus Mangas und s ist wirklich erstaunlich wie viele Mangas es gibt!! Ich konnte mich gar nicht satt sehen, aber ich habe keine Mangas gefunden die ich kenne. Aber ich denke ich werde dort mal alleine hingehen und mich genauer umsehen.
In der Nähe des Bahnhofes sind wir dann in eines der riesigen Kaufhäuser gegangen, das anscheinend ausschließlich für elektronische Geräte ist (und das auf 5 Etagen!).
Einer von uns war auch der suche nach einem netten kleinen Gerät, das ihm Japanisch übersetz, am besten ins Englische und das noch dazu Kanjis erkennt. Es gibt da eine recht große Auswahl, aber der Preis ist auch hier nicht gerade ein Schnäppchen. (zwischen 180€ und 360€ ).
In einer anderen Etage haben wir dann aber Nintendo DS Spiele gefunden und unter andem auch eine Art Kanji Lexikon, leider nicht das, was ich wollte, aber es scheint auch ganz gut zu sein. Und es war noch dazu verdammt billig (12€) wenn ich mir denke, was in Österreich ein DS Spiel kostet!! (ab 40€).
Und weils so süß war habe ich noch ein Nintendo Haustier gekauft!
Nachdem ich total beladen wieder zuhause ankam bekam ich gleich ein leckeres Abendessen bestehend aus Hühnerfleisch in Teigmantel, eine Schale Reis, eine Suppe mit Algen, Soba Nudeln und so komischen kleinen Tofubällchen. Eine Portion Rührei mit Nudeln darin und Sauce darauf und die allgegenwärtige Portion Kohl/Kraut mit Salatsauce.
Danach hab ich meiner Gastfamilie gezeigt, was ich alles gekauft haben, und die waren ziemlich aus dem Häuschen, dass ich soviel Zeug kaufe. Dann habe ich ihnen irgendwie verständlich machen können, dass ich vorhabe das per Post nach Hause zu schicken, woraufhin meine Gastmutter gleich mit einer Tabelle daher kam um mir zu zeigen wie viel das kosten wird. Ich werde nächste Woche mal einen großen Karton kaufen und dann schau ich mal wann ich das voll habe und wie schwer das dann ist.
Morgen treffe ich mich mit den anderen zwei beim Zoo, den wir uns anschauen wollen und dort gibt es auch Parks und Schreine, die wir sicher besichtigen werden.
Da ich nicht genau wusste auf welchem Weg ich dort am besten hinkommen würde, fragte ich meine Gastmutter, die wusste trotz vieler kompliziert aussehender Karten nicht so recht wie was wo und rief dann einfach mal beim Hakata Bahnhof an und lies sich das erklären und erklärte es dann mir. Noch dazu alles auf die Minute genau geplant, also wenn ich ein paar Minuten zu spät beim ersten Bus bin stimmt der ganze Plan nicht mehr, deswegen wird ich morgen zeitig aufstehen, damit ich ja rechtzeitig hier weg komme.
Und weil ich soviele Fotos von diesem Tag habe, hab ich sie schon mal in ein Fotoalbum gesteckt das du hier finden kannst:
http://picasaweb.google.com/galaxia1409/ShoppingInHakata
Taifun
Gestern (Donnerstag) konnte ich nach der Schule nicht viel machen, denn ein Taifun kam direkt auf uns zu. Es war schon vormittags bewölkt und verdammt schwül. Am Nachmittag fing es dann aber zum regnen an und der Schirm nutzte wenig, da der Wind einem den Regen von allen Seiten ins Gesicht wehte.
Ich bin daher nach der Schule nur noch ein wenig am PC gesessen und habe Blogs geaddet, als plötzlich eine der Lehrerinnen vorbei kam und fragte ob wir noch Unterricht hätten, wenn nicht sollten wir schleunigst nach Hause gehen, da sie nicht wisse wann die Busse die Fahrt einstellen. *Schockmoment*
Ich hab also meine Sachen zusammen gepackt und Richtung Bus Station gelaufen, die liegt dummerweise nicht gerade ums Eck, daher bin ich relativ nass geworden. Dort angekommen hoffte ich, dass mein Bus überhaupt noch fährt, denn mein Bus kommt schon bei normalem Wetter nur jede viertel Stunde, abends sogar nur jede Halbe. Aber zum Glück kam bald einer, jedoch gerammelt voll mit nassen Menschen.
Von oben bis unten durchnässt bin ich dann endlich zuhause angekommen und wusste irgendwie nichts so recht mit mir anzufangen. So zeitig war ich noch zuhause *s*
Ich hab dann gelernt und den Sturm beobachtet.
Nach dem reichhaltigen Abendesse, bei dem ich erfuhr, dass eine Zutat meiner Suppe aus gepressten, in Gelatine gelegte Gemüse und Fischstückchen sind *würg*, wäre ich am liebsten sofort ins Bett gegangen, aber ich musste erst warten bis ich mit der Benutzung des Bades dran bin.
Das japanische Bad ist ja so eine Sache…. Einerseits ist es recht angenehm jeden Tag zu Baden, aber sich immer mit dem Wasser aus einer Schüssel zu waschen ist schon recht kompliziert. Ich habe da irgendwie nicht so das Gefühl wirklich sauber zu werden, noch dazu ist es eine Herausforderung sich in einer Schüssel die Haare zu waschen, wobei ich da schon langsam den Dreh raus habe.
Ich finde es auch ein wenig komisch, dass die die tägliche Kleidung jeden Tag waschen, die Waschlappen jedoch bisher noch überhaupt nicht gewaschen worden sind.
Meine Gastmutter hat mich sogar extra darauf hingewiesen, dass ich meine Klamotten jeden Tag in den dafür vorgesehenen Korb geben soll und hat mir sogar ein großes Badetuch überlassen, in das ich eingewickelt das Bad verlassen kann.
Nach dem Bad bin ich dann auf mein Futon gefallen, aber schlafen konnte ich bei dem Krach irgendwie nicht. Der Sturm rüttelte ordentlich an den Fenstern, sodass ich des Öfteren aufgewacht bin. Der Regen fiel durch den Wind so schräg, dass er durch die Öffnung bei der Klimaanlage kam, ich spürte zumindest hin und wieder ein paar Tropfen auf mich nieder regnen.
Aber im Großen und Ganzen verlief der Taifun recht gut.
Wie ich in den Morgennachrichten erfuhr, hat der Taifun Fukuoka auch nur gestreift, denn anderswo sahs schon viel schlimmer aus. An verschiedenen Stellen gab es Hochwasser und überschwemmte Straßen. Verunglückt ist aber zum Glück niemand.
Heute (Freitag) Morgen war es immer noch sehr bewölkt und hin und wieder nieselte es, aber inzwischen ist das Wetter wieder in Ordnung. Es hat ein ganz klein wenig abgekühlt (nun sind es nur noch 30°) aber dafür ist die Luftfeuchtigkeit enorm gestiegen. Als ob es vorher nicht schon schwül genug war, nun hat man echt das Gefühl Wasser zu atmen, so richtig Sauna-Feeling.
In der Mittagspause bin ich dann zur Bank und habe wieder Traveller Schecks gewechselt, das ging recht Problemlos, die Leute sind ja verdammt freundlich zu einem, sobald man ein bisschen Japanisch spricht. Ich habe vorsorglich 200 Doller gewechselt, denn morgen werde ich mit der Französin aus meiner Gruppe zum Hakata Bahnhof fahren und dort mal richtig Shoppen! Ich hab dann auch noch meinen Lieblingssaft „Momo Mizu“ gekauft und dazu ein Brötchenariges Ding mit Anko Füllung (=Süße Bohnenpaste) das recht lecker geschmeckt hat, es war nicht so richtig was süßes, wie es bei uns üblich wäre, aber auch nicht wirklich pikant.
Heute bin ich nach der Schule alleine los gezogen um mir die Untergrund-Einkaufsstraßen genauer anzusehen. Leider machten da meine Füße nicht mit, da ich von den extra vor der Abreise gekauften Geox-Ballerinas Blasen bekommen habe. Im Moment sieht’s daher so aus, dass ich nur ein Paar Schuhe wirklich problemlos tragen kann (rote Espandrillos)
Ich habe mich auch nach Schuhen umgesehen. In einem Geschäft gab es leider nur noch eine Größe, die einen Ganzen Fingerbreit zu groß war und in einem anderen Geschäft passte mir die Größte vorhandene Größe sind *seufzAber vielleicht finde ich morgen welche!
Die meisten Modegeschäfte die ich bisher gesehen habe, haben echt nur Sachen für kleine, magere Japanerinnen. Ich habe zwar ein Top gefunden, aber das war auch schon das Highlight was Klamotten betrifft. Es gibt zwar auch Sachen in meiner Größe, dafür aber nur Zeug das den Geschmack japanischer Omis entspricht und nichts was für mich tragbar wäre…
Etwas das sehr auffällig ist ist, dass die meisten Japaner Handschuhe tragen, egal ob beim Autofahren, Shoppen oder im Bus, sie alle tragen dünne Handschuhe, oft bis über den Ellbogen hinaus (wer Sailor Moon kennt weiss was ich meine). Daher habe ich mir heute ebenfalls ein Paar Handschuhe gekauft, in rosa Spitze mit ein wenig Perlenverzierung dazu noch einen passenden Sonnenhut (jede Frau trägt hier einen) in dezenten flieder-Tönen.
Dann habe ich heute wieder einen dieser Backshops gesehen und mir diesmal sogar etwas gekauft. Ein Brötchen mit Zitronen-Marmeladen Füllung, das recht gut geschmeckt hat und ein seltsames Brötchen, das ich noch nicht gegessen habe.
Ich habe dann noch so eine Art Modeschmuck Geschäft gefunden, das auch Steine und Steinschmuck verkauft, da musste ich dann zuschlagen. Ich habe 2 Silberarmreifen mit verschiedenen kleinen eingefassten Steinen gekauft.
Und zu guter letzt habe ich auch noch ein Shonen Ai Manga Zasshi gekauft. Das ist nicht ein normales einzelnen Manga, sondern eine aneinander Reihung verschiedener Manga Kapitel. Man kriegt also immer nur ein kleines Häppchen aus dem jeweiligen Manga und muss jedes Mal ein Monat warten bis das nächste erscheint. Aber durch die große Vielfalt in einem Manga Zasshi kann man überall mal reinschnuppern und weiss dann was einem gefällt und was nicht und kann dann das jeweilige Manga auch einzelnd kaufen.
Ich habe heute zum Abendessen unter anderem eine Schale mit durchsichtigen, nudelartigen Dingern in Sojasauce bekommen. Aber ich hätte nicht Fragen sollen was es ist…..
Es schmeckte ja schon ziemlich seltsam, wie fischige Gelatine und wie sich herausstellte ist das gepresste Qualle… Ich habe die hälfte stehen lassen.
Der Rest war aber sehr gut, ich habe mich sogar schon an den rohen Kohl gewöhnt den es als Salat gibt. Die Hauptspeise war jedoch eher so was wie ein klein geschnittenes Schnitzel das die Japaner anscheinend gerne in diversen Saucen ertränken. Das Mädchen aus meiner Gastfamilie ist so ziemlich alles mit Mayonnaise…
Dazu gab es noch Gyoza (so was wie Dimsum also gefüllte Teigtäschen), Miso Suppe mit Kürbisstücken und eine Schale Reis.
Apropo Reis: Ich habe heute morgen gesehen wie meine Gastmutter frisch gekochten Reis in zwei Opferschalen gab die genauso aussehen, wie die in meinem Zimmer, die ich für Plastik Imitate hielt, aber der Reis darin ist wirklich echt (ich hab’s überprüft!) Ich weiss nur nicht ob der jeden Tag gewechselt wird oder ob der Reis da länger steht (das würde auch das künstliche/vertrocknete Aussehen erklären)
Unter den Reisopfergaben stehen übrigens sehr viele verschiedene Lebensmittel, die jedoch länger haltbar sind. Die werden anscheinend regelmäßig gewechselt, denn letztens gab’s etwas davon zur Nachspeise.
Ich bin daher nach der Schule nur noch ein wenig am PC gesessen und habe Blogs geaddet, als plötzlich eine der Lehrerinnen vorbei kam und fragte ob wir noch Unterricht hätten, wenn nicht sollten wir schleunigst nach Hause gehen, da sie nicht wisse wann die Busse die Fahrt einstellen. *Schockmoment*
Ich hab also meine Sachen zusammen gepackt und Richtung Bus Station gelaufen, die liegt dummerweise nicht gerade ums Eck, daher bin ich relativ nass geworden. Dort angekommen hoffte ich, dass mein Bus überhaupt noch fährt, denn mein Bus kommt schon bei normalem Wetter nur jede viertel Stunde, abends sogar nur jede Halbe. Aber zum Glück kam bald einer, jedoch gerammelt voll mit nassen Menschen.
Von oben bis unten durchnässt bin ich dann endlich zuhause angekommen und wusste irgendwie nichts so recht mit mir anzufangen. So zeitig war ich noch zuhause *s*
Ich hab dann gelernt und den Sturm beobachtet.
Nach dem reichhaltigen Abendesse, bei dem ich erfuhr, dass eine Zutat meiner Suppe aus gepressten, in Gelatine gelegte Gemüse und Fischstückchen sind *würg*, wäre ich am liebsten sofort ins Bett gegangen, aber ich musste erst warten bis ich mit der Benutzung des Bades dran bin.
Das japanische Bad ist ja so eine Sache…. Einerseits ist es recht angenehm jeden Tag zu Baden, aber sich immer mit dem Wasser aus einer Schüssel zu waschen ist schon recht kompliziert. Ich habe da irgendwie nicht so das Gefühl wirklich sauber zu werden, noch dazu ist es eine Herausforderung sich in einer Schüssel die Haare zu waschen, wobei ich da schon langsam den Dreh raus habe.
Ich finde es auch ein wenig komisch, dass die die tägliche Kleidung jeden Tag waschen, die Waschlappen jedoch bisher noch überhaupt nicht gewaschen worden sind.
Meine Gastmutter hat mich sogar extra darauf hingewiesen, dass ich meine Klamotten jeden Tag in den dafür vorgesehenen Korb geben soll und hat mir sogar ein großes Badetuch überlassen, in das ich eingewickelt das Bad verlassen kann.
Nach dem Bad bin ich dann auf mein Futon gefallen, aber schlafen konnte ich bei dem Krach irgendwie nicht. Der Sturm rüttelte ordentlich an den Fenstern, sodass ich des Öfteren aufgewacht bin. Der Regen fiel durch den Wind so schräg, dass er durch die Öffnung bei der Klimaanlage kam, ich spürte zumindest hin und wieder ein paar Tropfen auf mich nieder regnen.
Aber im Großen und Ganzen verlief der Taifun recht gut.
Wie ich in den Morgennachrichten erfuhr, hat der Taifun Fukuoka auch nur gestreift, denn anderswo sahs schon viel schlimmer aus. An verschiedenen Stellen gab es Hochwasser und überschwemmte Straßen. Verunglückt ist aber zum Glück niemand.
Heute (Freitag) Morgen war es immer noch sehr bewölkt und hin und wieder nieselte es, aber inzwischen ist das Wetter wieder in Ordnung. Es hat ein ganz klein wenig abgekühlt (nun sind es nur noch 30°) aber dafür ist die Luftfeuchtigkeit enorm gestiegen. Als ob es vorher nicht schon schwül genug war, nun hat man echt das Gefühl Wasser zu atmen, so richtig Sauna-Feeling.
In der Mittagspause bin ich dann zur Bank und habe wieder Traveller Schecks gewechselt, das ging recht Problemlos, die Leute sind ja verdammt freundlich zu einem, sobald man ein bisschen Japanisch spricht. Ich habe vorsorglich 200 Doller gewechselt, denn morgen werde ich mit der Französin aus meiner Gruppe zum Hakata Bahnhof fahren und dort mal richtig Shoppen! Ich hab dann auch noch meinen Lieblingssaft „Momo Mizu“ gekauft und dazu ein Brötchenariges Ding mit Anko Füllung (=Süße Bohnenpaste) das recht lecker geschmeckt hat, es war nicht so richtig was süßes, wie es bei uns üblich wäre, aber auch nicht wirklich pikant.
Heute bin ich nach der Schule alleine los gezogen um mir die Untergrund-Einkaufsstraßen genauer anzusehen. Leider machten da meine Füße nicht mit, da ich von den extra vor der Abreise gekauften Geox-Ballerinas Blasen bekommen habe. Im Moment sieht’s daher so aus, dass ich nur ein Paar Schuhe wirklich problemlos tragen kann (rote Espandrillos)
Ich habe mich auch nach Schuhen umgesehen. In einem Geschäft gab es leider nur noch eine Größe, die einen Ganzen Fingerbreit zu groß war und in einem anderen Geschäft passte mir die Größte vorhandene Größe sind *seufzAber vielleicht finde ich morgen welche!
Die meisten Modegeschäfte die ich bisher gesehen habe, haben echt nur Sachen für kleine, magere Japanerinnen. Ich habe zwar ein Top gefunden, aber das war auch schon das Highlight was Klamotten betrifft. Es gibt zwar auch Sachen in meiner Größe, dafür aber nur Zeug das den Geschmack japanischer Omis entspricht und nichts was für mich tragbar wäre…
Etwas das sehr auffällig ist ist, dass die meisten Japaner Handschuhe tragen, egal ob beim Autofahren, Shoppen oder im Bus, sie alle tragen dünne Handschuhe, oft bis über den Ellbogen hinaus (wer Sailor Moon kennt weiss was ich meine). Daher habe ich mir heute ebenfalls ein Paar Handschuhe gekauft, in rosa Spitze mit ein wenig Perlenverzierung dazu noch einen passenden Sonnenhut (jede Frau trägt hier einen) in dezenten flieder-Tönen.
Dann habe ich heute wieder einen dieser Backshops gesehen und mir diesmal sogar etwas gekauft. Ein Brötchen mit Zitronen-Marmeladen Füllung, das recht gut geschmeckt hat und ein seltsames Brötchen, das ich noch nicht gegessen habe.
Ich habe dann noch so eine Art Modeschmuck Geschäft gefunden, das auch Steine und Steinschmuck verkauft, da musste ich dann zuschlagen. Ich habe 2 Silberarmreifen mit verschiedenen kleinen eingefassten Steinen gekauft.
Und zu guter letzt habe ich auch noch ein Shonen Ai Manga Zasshi gekauft. Das ist nicht ein normales einzelnen Manga, sondern eine aneinander Reihung verschiedener Manga Kapitel. Man kriegt also immer nur ein kleines Häppchen aus dem jeweiligen Manga und muss jedes Mal ein Monat warten bis das nächste erscheint. Aber durch die große Vielfalt in einem Manga Zasshi kann man überall mal reinschnuppern und weiss dann was einem gefällt und was nicht und kann dann das jeweilige Manga auch einzelnd kaufen.
Ich habe heute zum Abendessen unter anderem eine Schale mit durchsichtigen, nudelartigen Dingern in Sojasauce bekommen. Aber ich hätte nicht Fragen sollen was es ist…..
Es schmeckte ja schon ziemlich seltsam, wie fischige Gelatine und wie sich herausstellte ist das gepresste Qualle… Ich habe die hälfte stehen lassen.
Der Rest war aber sehr gut, ich habe mich sogar schon an den rohen Kohl gewöhnt den es als Salat gibt. Die Hauptspeise war jedoch eher so was wie ein klein geschnittenes Schnitzel das die Japaner anscheinend gerne in diversen Saucen ertränken. Das Mädchen aus meiner Gastfamilie ist so ziemlich alles mit Mayonnaise…
Dazu gab es noch Gyoza (so was wie Dimsum also gefüllte Teigtäschen), Miso Suppe mit Kürbisstücken und eine Schale Reis.
Apropo Reis: Ich habe heute morgen gesehen wie meine Gastmutter frisch gekochten Reis in zwei Opferschalen gab die genauso aussehen, wie die in meinem Zimmer, die ich für Plastik Imitate hielt, aber der Reis darin ist wirklich echt (ich hab’s überprüft!) Ich weiss nur nicht ob der jeden Tag gewechselt wird oder ob der Reis da länger steht (das würde auch das künstliche/vertrocknete Aussehen erklären)
Unter den Reisopfergaben stehen übrigens sehr viele verschiedene Lebensmittel, die jedoch länger haltbar sind. Die werden anscheinend regelmäßig gewechselt, denn letztens gab’s etwas davon zur Nachspeise.
Donnerstag, 2. August 2007
Hanabi
Achtung: Um neue Blogs zu lesen bitte auf "August" klicken, erst dann sind die neuen Einträge sichtbar!!
Ich war gestern so müde, dass ich wohl vergessen habe den Ton meines Weckers wieder einzuschalten und ich wohl auch so müde, dass ich nicht wie üblich vor dem Wecker aufwachte sondern erst eine halbe Stunde danach. Ich hab mich dann so schnell es geht fertig gemacht und dann zum Frühstück rüber ins Wohnzimmer gegangen.
Das heutige Frühstück bestand aus einem Omelett mit Spinat, einer Maissuppe, einer dicken Scheibe Toast mit Marmelade und einem Milch-Eis-Kaffee-Gemisch mit Eiswürfel.
Ich habe mit meiner Gastmutter alleine gefrühstückt, der Vater war wohl schon in der Arbeit und die Kleine schlief noch. Wir haben recht viel geredet und sie hat mich wieder darauf aufmerksam gemacht, dass ich heute zeitig nach hause kommen soll, da wir uns das Hanabi anschauen werden.
Sie hat mich schon gestern oder vorgestern gefragt ob ich mir das Hanabi ansehen möchte.
(Hanabi ist ein Feuerwerksfest mit viel zu Essen und zu Kucken.)
Natürlich möchte ich das sehen!!
In der Mittagspause bin ich dann mit 2 anderen Ramen essen gegangen, war gar nicht mal so schlecht und die Portionen sind gewaltig. Ich hab mir jedoch nur eine kleine Portion bestellt, da ich ja weiss, dass es bei meiner Gastfamilie vieeel zu Essen gibt.
Ich bin also brav nach der Schule nach Hause gefahren und hab zum ersten Mal meinen Rückweg bei Tageslicht gesehen.
Zuhause hab ich dann noch meine Hausaufgabe gemacht und dann gab es japanisches Curry (Karee genannt). In der Mitte des Teller war Reis drapiert und darauf, ihr werdet es nicht glauben, eine Scheibe Schmelzkäse!
Über das ganze kam dann das undefinierbare braune Saucen-Zeug mit Gemüse und kleinen Fleischstückchen….
Nun, es sah nicht gerade appetitlich aus, aber es schmeckte erstaunlicherweise recht gut. Neben dem Teller langen wie immer meine Stäbchen und diesmal auch ein Löffel. Aber da ich es ja gewohnt bin alles mit Stäbchen zu essen hatte ich keine Hemmungen zu den Stäbchen zu greifen. Die Kleine jedoch machte mich darauf aufmerksam den Löffel zu benutzen, da ich aber schon mit den Stäbchen im Essen war blieb ich lieber dabei. Die anderen aßen es tatsächlich mit dem Löffel und staunten nicht schlecht, als ich meinen Teller komplett und ohne Probleme mit den Stäbchen aufessen konnte! (sie haben mich dafür sogar gelobt).
Wenig später wurden wir von einem riesigen Auto von 2 Kindern und deren Mutter abgeholt. Ich hatte extra die Digicam frisch aufgeladen, damit ich ja viele Fotos machen kann. Wir sind dann also so durch die Straßen gefahren und haben noch eine Mutter mit ihren Sohn abgeholt. (Alle Kinder waren im Grundschulalter). Dann ging es weiter und nach langer Zeit haben wir noch 2 Leute eingesammelt. Noch hab ich mir nichts dabei gedacht, das Auto war zwar schon sehr sehr voll, aber gut, es wollen schließlich alle hin und man findet dort sicher nicht so leicht einen Parkplatz, sodass es günstiger ist mit nur einem Auto zu fahren.
Auf der Straße habe ich dann schon viele Frauen in den Sommer-Yukatas gesehen (das sind sozusagen leichte Baumwollkimonos, die man zu solchen Festen auch anzieht).
Endlich sind wir dann ausgestiegen und ich dachte, wir würden den restlichen Weg zu Fuß gehen, aber stattdessen sind wir in einen Hauseingang spaziert, in den 15. Stock gefahren und sind dann dort bei irgendwelchen Freunden von irgendjemanden den wir eingesammelt haben gelandet. (noch mehr kleine Kinder!).
Zuerst dachte ich ja noch, wir holen die nur ab, aber alle haben sich brav die Schuhe ausgezogen und sind da reinspaziert. Diese Leute hatten einen ziemlich großen Balkon von dem aus man den Himmel sehr gut sehen kann. Da dämmerte es mir……
Wir gehen gar nicht zum Fest, wir schauen uns nur das dumme Feuerwerk von hier an!!!!!
Und wirklich, wir saßen da mit unseren Getränken geschlagene 1,5 Stunden herum und haben und das dumme Feuerwerk angesehen! Ich weiss wie ein Feuerwerk aussieht, so was kann ich in Wien sehen wann immer ich will, das ist doch total fad, ich wollte das Fest sehen!!!
Aufgrund der vielen kleinen Kinder sind wir dann sofort nach dem Feuerwerk wieder gegangen und haben uns auf die Heimreise gemacht. Nicht bevor noch alle mich fotografiert und auf japanisch als süß, hübsch, niedlich und sonstiges zu bezeichnen, als wäre ich ein Hundebaby das man herum reicht… Die waren auch total überwältigt dass ich japanisch sprechen kann und sie auch verstehe wenn sie langsam und deutlich sprechen….
Ich war von dem Abend schlussendlich sehr enttäuscht. Ich werde mir wohl morgen von den anderen, die sich bei der Schule getroffen haben und gemeinsam zum Fest gegangen sind, anhören können wie toll es doch war….
So, ich sollte jetzt endlich schlafen gehen, bei mir ist e 1 Uhr morgens.
Ich war gestern so müde, dass ich wohl vergessen habe den Ton meines Weckers wieder einzuschalten und ich wohl auch so müde, dass ich nicht wie üblich vor dem Wecker aufwachte sondern erst eine halbe Stunde danach. Ich hab mich dann so schnell es geht fertig gemacht und dann zum Frühstück rüber ins Wohnzimmer gegangen.
Das heutige Frühstück bestand aus einem Omelett mit Spinat, einer Maissuppe, einer dicken Scheibe Toast mit Marmelade und einem Milch-Eis-Kaffee-Gemisch mit Eiswürfel.
Ich habe mit meiner Gastmutter alleine gefrühstückt, der Vater war wohl schon in der Arbeit und die Kleine schlief noch. Wir haben recht viel geredet und sie hat mich wieder darauf aufmerksam gemacht, dass ich heute zeitig nach hause kommen soll, da wir uns das Hanabi anschauen werden.
Sie hat mich schon gestern oder vorgestern gefragt ob ich mir das Hanabi ansehen möchte.
(Hanabi ist ein Feuerwerksfest mit viel zu Essen und zu Kucken.)
Natürlich möchte ich das sehen!!
In der Mittagspause bin ich dann mit 2 anderen Ramen essen gegangen, war gar nicht mal so schlecht und die Portionen sind gewaltig. Ich hab mir jedoch nur eine kleine Portion bestellt, da ich ja weiss, dass es bei meiner Gastfamilie vieeel zu Essen gibt.
Ich bin also brav nach der Schule nach Hause gefahren und hab zum ersten Mal meinen Rückweg bei Tageslicht gesehen.
Zuhause hab ich dann noch meine Hausaufgabe gemacht und dann gab es japanisches Curry (Karee genannt). In der Mitte des Teller war Reis drapiert und darauf, ihr werdet es nicht glauben, eine Scheibe Schmelzkäse!
Über das ganze kam dann das undefinierbare braune Saucen-Zeug mit Gemüse und kleinen Fleischstückchen….
Nun, es sah nicht gerade appetitlich aus, aber es schmeckte erstaunlicherweise recht gut. Neben dem Teller langen wie immer meine Stäbchen und diesmal auch ein Löffel. Aber da ich es ja gewohnt bin alles mit Stäbchen zu essen hatte ich keine Hemmungen zu den Stäbchen zu greifen. Die Kleine jedoch machte mich darauf aufmerksam den Löffel zu benutzen, da ich aber schon mit den Stäbchen im Essen war blieb ich lieber dabei. Die anderen aßen es tatsächlich mit dem Löffel und staunten nicht schlecht, als ich meinen Teller komplett und ohne Probleme mit den Stäbchen aufessen konnte! (sie haben mich dafür sogar gelobt).
Wenig später wurden wir von einem riesigen Auto von 2 Kindern und deren Mutter abgeholt. Ich hatte extra die Digicam frisch aufgeladen, damit ich ja viele Fotos machen kann. Wir sind dann also so durch die Straßen gefahren und haben noch eine Mutter mit ihren Sohn abgeholt. (Alle Kinder waren im Grundschulalter). Dann ging es weiter und nach langer Zeit haben wir noch 2 Leute eingesammelt. Noch hab ich mir nichts dabei gedacht, das Auto war zwar schon sehr sehr voll, aber gut, es wollen schließlich alle hin und man findet dort sicher nicht so leicht einen Parkplatz, sodass es günstiger ist mit nur einem Auto zu fahren.
Auf der Straße habe ich dann schon viele Frauen in den Sommer-Yukatas gesehen (das sind sozusagen leichte Baumwollkimonos, die man zu solchen Festen auch anzieht).
Endlich sind wir dann ausgestiegen und ich dachte, wir würden den restlichen Weg zu Fuß gehen, aber stattdessen sind wir in einen Hauseingang spaziert, in den 15. Stock gefahren und sind dann dort bei irgendwelchen Freunden von irgendjemanden den wir eingesammelt haben gelandet. (noch mehr kleine Kinder!).
Zuerst dachte ich ja noch, wir holen die nur ab, aber alle haben sich brav die Schuhe ausgezogen und sind da reinspaziert. Diese Leute hatten einen ziemlich großen Balkon von dem aus man den Himmel sehr gut sehen kann. Da dämmerte es mir……
Wir gehen gar nicht zum Fest, wir schauen uns nur das dumme Feuerwerk von hier an!!!!!
Und wirklich, wir saßen da mit unseren Getränken geschlagene 1,5 Stunden herum und haben und das dumme Feuerwerk angesehen! Ich weiss wie ein Feuerwerk aussieht, so was kann ich in Wien sehen wann immer ich will, das ist doch total fad, ich wollte das Fest sehen!!!
Aufgrund der vielen kleinen Kinder sind wir dann sofort nach dem Feuerwerk wieder gegangen und haben uns auf die Heimreise gemacht. Nicht bevor noch alle mich fotografiert und auf japanisch als süß, hübsch, niedlich und sonstiges zu bezeichnen, als wäre ich ein Hundebaby das man herum reicht… Die waren auch total überwältigt dass ich japanisch sprechen kann und sie auch verstehe wenn sie langsam und deutlich sprechen….
Ich war von dem Abend schlussendlich sehr enttäuscht. Ich werde mir wohl morgen von den anderen, die sich bei der Schule getroffen haben und gemeinsam zum Fest gegangen sind, anhören können wie toll es doch war….
So, ich sollte jetzt endlich schlafen gehen, bei mir ist e 1 Uhr morgens.
1. Schultag
Kaum war ich in der Schule angekommen, verschwand mein Gastvater auch schon spurlos. Die Lehrerinnen(?) haben ihn noch kurz gesehen und ihm hinterher gerufen, aber anscheinend musste er schnell woanders hin.
Die Damen wussten wohl schon aufgrund des Gastvaters wer ich bin, oder von dem Bild das ich über Kolumbus Sprachreisen geschickt habe. Ich wurde gleich durch die schmalen Gänge zu einem Gemeinschafts- Aufenthaltsraum gelotst, wo schon ein paar andere warteten. Einer bot mir gleich seinen Platz an da kein anderer Platz mehr frei war. Und ein anderer erkannte sogleich, dass ich deutsch spreche, sieht man mir das an? Oder liegt es daran, dass der Wiener stadtplan auf meiner Tasche abgebildet ist?
Nach ein wenig quatschen (hauptsächlich auf Englisch) ging es in eine der Klassen, wo uns eine der Lehrerinnen (sensei) alles nötige erklärte.
Gleich danach gab es einen Hörtest, jedoch mit einer anderen Lehrerin.
Als wir damit fertig waren ging es weiter mit dem Grammatik Test, der aus Kopien von meinem Lehrbuch bestand, daher kannte ich all diese Zettel und hatte keinerlei Probleme damit. Ich war von der Gruppe auch als erstes fertig. Andere hatten schon Schwierigkeiten mit den Hiragana und Katakana (den beiden phonetischen Silbenalphabeten).
Danach wurden wir einzelnd zu einem mündlichen Prüfungsteil in Form eines Interviews gerufen. Ich denke, da habe ich mich auch besser als die anderen geschlagen, auch wenn das freie reden ja leider noch nicht so meine Sache ist. Komischerweise wurde mir direkt nach dem Interview schon gesagt in welche Gruppe ich komme, obwohl sie den Test noch gar nicht gesehen hatten. Aber okay, ich bin mit 3 der anderen in einer Gruppe.
Danach hatten wir erstmal Mittagspause, die ich jedoch alleine verbrachte. Ich bin so durch die Gegend gelaufen und da ich auf einem der Pläne, die ich bekommen habe eine große Bank sah, bin ich gleichmal dorthin. Dort angekommen stellte sich jedoch heraus, dass dies eher so was wie eine Nationalbank war und dort keine üblichen Bankgeschäfte abgewickelt werden können. Die 2 Sicherheitsleute erklärten mir dann (mit Händen und Füßen) wo die nächste normale Bank sei. Es ist wirklich erstaunlich wie freundlich, höfflich und zuvorkommend die Leute hier sind. Ich bin dann in die angegebene Richtung gelaufen und dachte eigentlich, dass ich die gemeinte Bank gefunden hätte, aber die Türen gingen nicht auf, obwohl sie laut eigenen Angaben an der Außenwand geöffnet haben sollten. Innen war noch so ein Schild, aber es war so voller Kanjis, dass ich nicht wirklich verstand was da gemeint war, außer dass sie wohl heute ausnahmsweise geschlossen haben.
Gleich nebenan fand ich ein Einkaufscenter bei dem alles ziemlich durcheinander war. Gleich neben der Kosmetikabteilung befand sich so was wie ein Backshop und daneben die CDs. Da das ganze über 8 Stockwerke ging, habe ich mir nur das untere angesehen und mich dann weiter auf die Suche nach einer Bank gemacht. Zum Glück fand ich recht schnell die nächste, aber sie kam mir suspekt vor, denn es waren nur Automatenschalter zu sehen und ich denke nicht, dass die Traveller-Schecks einlösen können. Ich bin trotzdem mal rein und habe gesehen, dass hinter dieser Halle eine zweite ist (ich wusste doch, dass die sich irgendwo verstecken!). Dort haben sie mich recht skeptisch angesehen daher hab ich gleich gefragt ob jemand englisch spricht. Und einer von den vielen konnte es sogar, der hat mir dann gesagt ich müsse in den zweiten stock und siehe da, dort warteten noch mehr Bankangestellte und Kunden ebenso. Dort ging’s zu wie auf einem Amt, man musste eine Karte ziehen und die Nummer wurde dann an einem Schalter aufgerufen. Als ich dran war und dem Bankangestellten den Traveller Scheck zeigte, schickte er mich zu einem anderen Schalter weiter hinten zu einer Dame, die sich vielleicht mit Schecks auskennt, aber kein Wort englisch versteht. Aber irgendwie haben wir uns dann verständigt und ich habe mein Geld bekommen.
Draußen wollte ich mir dann eine Erfrischung kaufen, die es ja in Japan an jeder Ecke zu kaufen gibt. Ich entschied mich für etwas das wie ein leckerer Traubensaft aussah und wunderte mich wieder wie aus einem, in der der dampfigen Sonne stehenden Automaten eine so kalte Getränkedose kommen kann.
Als ich es jedoch an die Lippen setzte fragte ich mich im ersten Moment ob es wohl zu kalt ist aber ich musste feststellen, dass die konsistent dieses Getränks eher der einer Qualle glich. Ich habe dieses Getränk nicht flüssig bekommen und auch nur die hälfte davon getrunken.
Daraufhin habe ich mich zu einem der zahlreichen kleinen Shops begeben und mir dort was Neues zu trinken ausgesucht. Dort gab es wenigstens auch Getränke in 1 Liter Packungen. Ich habe mich für „momo mizu“ entschieden, Wasser mir einem Schuss Pfirsich Geschmack, gar nicht mal so schlecht wie ich finde.
Dann bin ich noch weiter herum gelaufen und obwohl ich noch viel zeit hatte in die Schule zurück gekehrt. Dort gibt es wenigstens Klimaanlage und es ist erträglich.
Meine ersten Unterrichtseinheiten habe ich dann von 14:00 bis 16:00 Uhr bekommen, in einem ziemlich gemütlichen Zimmer mit Sofa Sesseln, war recht gemütlich.
Die Lehrer wechseln hier ständig, meine heutige Lehrerin war sachiko-sensei, sehr freundlich und aufgeweckt.
Sie ist mit uns grammatikalische formen durchgegangen und lies uns selbst Beispielsätze finden.
Nach dem Unterricht habe ich mich noch mit einem aus der Gruppe in den Gemeinschaftsraum gesetzt und derjenige hat mir geholfen, w-lan auf dem Laptop zum laufen zu bringen. Und während ich meine ersten Blogs online stellte, hat er sich an der Hausübung versucht. Später sind wir noch ein wenig durch die Gegend gelaufen und haben dann unsere Bussstationen gesucht. Mein Bus kommt nur in relativ großen Abständen, besonders am Abend, daher sollte ich mir wohl besser morgen die Zeiten notieren.
Auf der Fahrt nachhause ist es sehr schnell dunkel geworden und obwohl ich mir den Namen meiner Station immer wieder ins Gedächnis rief, verpasste ich meine Station. Ich hatte schon das Kleingeld in der Hand als die Straße plötzlich anstieg, und das ist nichts an das ich mich von meiner Morgendlichen Fahrt erinnern kann. Noch bevor die nächste Station erreicht war, stieg auch plötzlich der Preis von meinen üblichen 390 Yen auf 450 Yen. Ich bin sofort ausgestiegen und zurück gelaufen. Ich dachte nicht dass ich sehr weit über dem Ziel hinausgeschossen war, aber ich bin recht lange gelaufen bis ich wieder richtig war.
Ich glaub meine Gastmutter hat sich in die Hose gemacht vor lauter Lachen als ich ihr das erzählt habe.
Zum Abendessen bekam ich dann wieder einiges aufgetischt. Gebratener Aal auf Reis mit einer leckeren Sauce, eine Miso Suppe mit Gemüse Einlage und kalte soba nudeln in Suppe.
Aal wird wohl nicht mein Leibgericht, aber es war genießbar.
Zum trinken gibt es übrigens jedes Mal kalten grünen Tee, ohne jegliche Zusätze, ziemlich bitter und eigentlich nicht so mein Fall, aber der ist ja angeblich gesund ;-)
Ich habe nun diese Woche jeden Tag erst um 11:00 Unterricht, dafür bis 13:00. Danach eine Stunde Mittagspause und danach von 14:00 bis 16:00 noch mal Unterricht.
Ich werde daher diese Woche meist von 16 bis 17 Uhr online zu erreichen sein (das ist 9 bis 10 mitteleuropäischer Zeit).
Die Damen wussten wohl schon aufgrund des Gastvaters wer ich bin, oder von dem Bild das ich über Kolumbus Sprachreisen geschickt habe. Ich wurde gleich durch die schmalen Gänge zu einem Gemeinschafts- Aufenthaltsraum gelotst, wo schon ein paar andere warteten. Einer bot mir gleich seinen Platz an da kein anderer Platz mehr frei war. Und ein anderer erkannte sogleich, dass ich deutsch spreche, sieht man mir das an? Oder liegt es daran, dass der Wiener stadtplan auf meiner Tasche abgebildet ist?
Nach ein wenig quatschen (hauptsächlich auf Englisch) ging es in eine der Klassen, wo uns eine der Lehrerinnen (sensei) alles nötige erklärte.
Gleich danach gab es einen Hörtest, jedoch mit einer anderen Lehrerin.
Als wir damit fertig waren ging es weiter mit dem Grammatik Test, der aus Kopien von meinem Lehrbuch bestand, daher kannte ich all diese Zettel und hatte keinerlei Probleme damit. Ich war von der Gruppe auch als erstes fertig. Andere hatten schon Schwierigkeiten mit den Hiragana und Katakana (den beiden phonetischen Silbenalphabeten).
Danach wurden wir einzelnd zu einem mündlichen Prüfungsteil in Form eines Interviews gerufen. Ich denke, da habe ich mich auch besser als die anderen geschlagen, auch wenn das freie reden ja leider noch nicht so meine Sache ist. Komischerweise wurde mir direkt nach dem Interview schon gesagt in welche Gruppe ich komme, obwohl sie den Test noch gar nicht gesehen hatten. Aber okay, ich bin mit 3 der anderen in einer Gruppe.
Danach hatten wir erstmal Mittagspause, die ich jedoch alleine verbrachte. Ich bin so durch die Gegend gelaufen und da ich auf einem der Pläne, die ich bekommen habe eine große Bank sah, bin ich gleichmal dorthin. Dort angekommen stellte sich jedoch heraus, dass dies eher so was wie eine Nationalbank war und dort keine üblichen Bankgeschäfte abgewickelt werden können. Die 2 Sicherheitsleute erklärten mir dann (mit Händen und Füßen) wo die nächste normale Bank sei. Es ist wirklich erstaunlich wie freundlich, höfflich und zuvorkommend die Leute hier sind. Ich bin dann in die angegebene Richtung gelaufen und dachte eigentlich, dass ich die gemeinte Bank gefunden hätte, aber die Türen gingen nicht auf, obwohl sie laut eigenen Angaben an der Außenwand geöffnet haben sollten. Innen war noch so ein Schild, aber es war so voller Kanjis, dass ich nicht wirklich verstand was da gemeint war, außer dass sie wohl heute ausnahmsweise geschlossen haben.
Gleich nebenan fand ich ein Einkaufscenter bei dem alles ziemlich durcheinander war. Gleich neben der Kosmetikabteilung befand sich so was wie ein Backshop und daneben die CDs. Da das ganze über 8 Stockwerke ging, habe ich mir nur das untere angesehen und mich dann weiter auf die Suche nach einer Bank gemacht. Zum Glück fand ich recht schnell die nächste, aber sie kam mir suspekt vor, denn es waren nur Automatenschalter zu sehen und ich denke nicht, dass die Traveller-Schecks einlösen können. Ich bin trotzdem mal rein und habe gesehen, dass hinter dieser Halle eine zweite ist (ich wusste doch, dass die sich irgendwo verstecken!). Dort haben sie mich recht skeptisch angesehen daher hab ich gleich gefragt ob jemand englisch spricht. Und einer von den vielen konnte es sogar, der hat mir dann gesagt ich müsse in den zweiten stock und siehe da, dort warteten noch mehr Bankangestellte und Kunden ebenso. Dort ging’s zu wie auf einem Amt, man musste eine Karte ziehen und die Nummer wurde dann an einem Schalter aufgerufen. Als ich dran war und dem Bankangestellten den Traveller Scheck zeigte, schickte er mich zu einem anderen Schalter weiter hinten zu einer Dame, die sich vielleicht mit Schecks auskennt, aber kein Wort englisch versteht. Aber irgendwie haben wir uns dann verständigt und ich habe mein Geld bekommen.
Draußen wollte ich mir dann eine Erfrischung kaufen, die es ja in Japan an jeder Ecke zu kaufen gibt. Ich entschied mich für etwas das wie ein leckerer Traubensaft aussah und wunderte mich wieder wie aus einem, in der der dampfigen Sonne stehenden Automaten eine so kalte Getränkedose kommen kann.
Als ich es jedoch an die Lippen setzte fragte ich mich im ersten Moment ob es wohl zu kalt ist aber ich musste feststellen, dass die konsistent dieses Getränks eher der einer Qualle glich. Ich habe dieses Getränk nicht flüssig bekommen und auch nur die hälfte davon getrunken.
Daraufhin habe ich mich zu einem der zahlreichen kleinen Shops begeben und mir dort was Neues zu trinken ausgesucht. Dort gab es wenigstens auch Getränke in 1 Liter Packungen. Ich habe mich für „momo mizu“ entschieden, Wasser mir einem Schuss Pfirsich Geschmack, gar nicht mal so schlecht wie ich finde.
Dann bin ich noch weiter herum gelaufen und obwohl ich noch viel zeit hatte in die Schule zurück gekehrt. Dort gibt es wenigstens Klimaanlage und es ist erträglich.
Meine ersten Unterrichtseinheiten habe ich dann von 14:00 bis 16:00 Uhr bekommen, in einem ziemlich gemütlichen Zimmer mit Sofa Sesseln, war recht gemütlich.
Die Lehrer wechseln hier ständig, meine heutige Lehrerin war sachiko-sensei, sehr freundlich und aufgeweckt.
Sie ist mit uns grammatikalische formen durchgegangen und lies uns selbst Beispielsätze finden.
Nach dem Unterricht habe ich mich noch mit einem aus der Gruppe in den Gemeinschaftsraum gesetzt und derjenige hat mir geholfen, w-lan auf dem Laptop zum laufen zu bringen. Und während ich meine ersten Blogs online stellte, hat er sich an der Hausübung versucht. Später sind wir noch ein wenig durch die Gegend gelaufen und haben dann unsere Bussstationen gesucht. Mein Bus kommt nur in relativ großen Abständen, besonders am Abend, daher sollte ich mir wohl besser morgen die Zeiten notieren.
Auf der Fahrt nachhause ist es sehr schnell dunkel geworden und obwohl ich mir den Namen meiner Station immer wieder ins Gedächnis rief, verpasste ich meine Station. Ich hatte schon das Kleingeld in der Hand als die Straße plötzlich anstieg, und das ist nichts an das ich mich von meiner Morgendlichen Fahrt erinnern kann. Noch bevor die nächste Station erreicht war, stieg auch plötzlich der Preis von meinen üblichen 390 Yen auf 450 Yen. Ich bin sofort ausgestiegen und zurück gelaufen. Ich dachte nicht dass ich sehr weit über dem Ziel hinausgeschossen war, aber ich bin recht lange gelaufen bis ich wieder richtig war.
Ich glaub meine Gastmutter hat sich in die Hose gemacht vor lauter Lachen als ich ihr das erzählt habe.
Zum Abendessen bekam ich dann wieder einiges aufgetischt. Gebratener Aal auf Reis mit einer leckeren Sauce, eine Miso Suppe mit Gemüse Einlage und kalte soba nudeln in Suppe.
Aal wird wohl nicht mein Leibgericht, aber es war genießbar.
Zum trinken gibt es übrigens jedes Mal kalten grünen Tee, ohne jegliche Zusätze, ziemlich bitter und eigentlich nicht so mein Fall, aber der ist ja angeblich gesund ;-)
Ich habe nun diese Woche jeden Tag erst um 11:00 Unterricht, dafür bis 13:00. Danach eine Stunde Mittagspause und danach von 14:00 bis 16:00 noch mal Unterricht.
Ich werde daher diese Woche meist von 16 bis 17 Uhr online zu erreichen sein (das ist 9 bis 10 mitteleuropäischer Zeit).
2.Schultag
(So sieht übrigens mein Nachmittags Klassezimmer aus. Da es eine Kommunikations Gruppe ist kann man sich ganz gemütlich hinsetzten und braucht nur hin und wieder etwas notieren)
Fährst du weiter als du eigentlich bezahlt hast kommst du bei der Station nicht raus und musst an den Automaten nach zahlen. Sobald man sein Ticket hat kommt man durch die Schranken, durch die man beim Ausgang ebenfalls wieder muss. In der U-Bahn Station selbst schaut einiges anders aus als bei uns in Europa, denn die sind sozusagen geschlossen. Es gibt keinen gefährlichen Abgrund oder ähnliches. .JPG)
Heute ist mein zweiter Schultag gewesen. Ich glaube ich habe mich und mein Land inzwischen ein dutzend male vorgestellt. Aber vielleicht sollen wir durch Wiederholungen besser werden.
In der Mittagspause bin ich mit einem ein wenig durch die Gegend gelaufen und wir haben einen Shop gefunden der sogar Obst und Gemüse führt. So ist es zumindest außen angeschrieben. Innen sah das irgendwie anders aus als erwartet. Es gab einzelnd abgepackte Äpfel und Pfirsiche. Auch die Karotten und Kartoffeln waren in kleinen Portionen abgepackt.
Und die Preise waren auch nicht gerade zu verachten. Ca. 1€ für einen Apfel, 1,50€ sogar für einen Pfirsich!! Dafür waren die Pfirsiche angeblich sehr süß und lecker…
Nach dem Unterricht bin ich wieder mit jemanden durch die Straßen gelaufen und als wir bei einem U-Bahn Abgang waren wurde ich dazu überredet mal ein wenig U-Bahn zu fahren. Wir waren mitten in Tenjin dem Stadtzentrum von Fukuoka, die Straßen sind in der Gegend so breit wie Autobahnen und die Geschäfte reihen sich aneinander. Und obwohl die Fußgängerwege ebenso breit sind ist es verdammt eng auf den Wegen und man hat das Gefühl die halbe Stadt ist unterwegs. Daher machte ich mir sorgen wie voll gestopft die U-Bahn doch sein wird.
Als wir dann jedoch die Treppe des Abganges hinunter stiegen bot sich uns ein unglaublicher Anblick. Unterhalb der Straßen führen ebenso volle und breite Straßen durch den Untergrund entlang, gesäumt von ebenso vielen Geschäften und Lokalen!!!
Ich hab den Mund kaum noch zu bekommen.
Und das Beste, da unten ist alles Klimatisiert!!!
Leider hatte ich meine Digicam nicht dabei, aber ich verspreche, ich werde dort noch oft hingegen und noch viele viele Fotos machen!
In diesen riesigen Unterirdischen Einkaufsstraßen gibt es noch dazu verdammt viel Auswahl. Dort gibt es Kimonos und Handy Zubehör, Sushi Lokale und Ramen Shops, ja sogar einen richtigen Backshop habe ich gefunden!!
Das dumme ist nur, da unten hat man keine Ahnung wo man eigentlich gerade ist und ich weiss auch nicht wie weit das ganze geht, ob das nur auf Stationen beschränkt ist oder ob man so durch ganz Fukuka laufen kann.
Irgendwann sind wir dann zu einem richtigen U-Bahn Abgang gekommen. Dort standen massenhaft Automaten an denen man erst seinen Fahrschein kaufen muss, je nachdem wie weit man will muss man mehr Geld rein werfen.
In der Mittagspause bin ich mit einem ein wenig durch die Gegend gelaufen und wir haben einen Shop gefunden der sogar Obst und Gemüse führt. So ist es zumindest außen angeschrieben. Innen sah das irgendwie anders aus als erwartet. Es gab einzelnd abgepackte Äpfel und Pfirsiche. Auch die Karotten und Kartoffeln waren in kleinen Portionen abgepackt.
Und die Preise waren auch nicht gerade zu verachten. Ca. 1€ für einen Apfel, 1,50€ sogar für einen Pfirsich!! Dafür waren die Pfirsiche angeblich sehr süß und lecker…
Nach dem Unterricht bin ich wieder mit jemanden durch die Straßen gelaufen und als wir bei einem U-Bahn Abgang waren wurde ich dazu überredet mal ein wenig U-Bahn zu fahren. Wir waren mitten in Tenjin dem Stadtzentrum von Fukuoka, die Straßen sind in der Gegend so breit wie Autobahnen und die Geschäfte reihen sich aneinander. Und obwohl die Fußgängerwege ebenso breit sind ist es verdammt eng auf den Wegen und man hat das Gefühl die halbe Stadt ist unterwegs. Daher machte ich mir sorgen wie voll gestopft die U-Bahn doch sein wird.
Als wir dann jedoch die Treppe des Abganges hinunter stiegen bot sich uns ein unglaublicher Anblick. Unterhalb der Straßen führen ebenso volle und breite Straßen durch den Untergrund entlang, gesäumt von ebenso vielen Geschäften und Lokalen!!!
Ich hab den Mund kaum noch zu bekommen.
Und das Beste, da unten ist alles Klimatisiert!!!
Leider hatte ich meine Digicam nicht dabei, aber ich verspreche, ich werde dort noch oft hingegen und noch viele viele Fotos machen!
In diesen riesigen Unterirdischen Einkaufsstraßen gibt es noch dazu verdammt viel Auswahl. Dort gibt es Kimonos und Handy Zubehör, Sushi Lokale und Ramen Shops, ja sogar einen richtigen Backshop habe ich gefunden!!
Das dumme ist nur, da unten hat man keine Ahnung wo man eigentlich gerade ist und ich weiss auch nicht wie weit das ganze geht, ob das nur auf Stationen beschränkt ist oder ob man so durch ganz Fukuka laufen kann.
Irgendwann sind wir dann zu einem richtigen U-Bahn Abgang gekommen. Dort standen massenhaft Automaten an denen man erst seinen Fahrschein kaufen muss, je nachdem wie weit man will muss man mehr Geld rein werfen.
Die U-Bahn fährt so genau in die Station ein, dass die Türen der Bahn genau an den Türen der Station halten und man so gefahrlos einsteigen kann.
Die U-Bahn selbst war gar nicht so voll wie ich befürchtet habe, obwohl so viele Leute unterwegs waren..JPG)
Ich bin von Tenjin nur 3 Stationen bis zum Hakata Bahnhof gefahren, dort fahren ürigens auch die berühmten Shinkansen Züge, aber ohne Ticket bekommt man die nichtmal zu Gesicht.
In Japan ist es üblich, dass sich rund um Bahnhöfe Shopping Center und Einkaufsstraßen ansiedeln. Als ob das anderswo nicht so wäre, aber dort ist es wirklich ganz besonders. Riesige Einkaufscenter mit 10 oder mehr Stockwerken, Lokale noch und nöcher, man kann sich gar nicht satt sehen.
Meine Begleitung wollte ungedingt irgendwas essen, kein Problem denk ich mir, naja falsch gedacht…..Wie sich herausstellte hat diese Person noch nie wirklich japanisches Essen gegessen und war deswegen mehr als nur wählerisch.
Wir sind wohl stundenlang durch die Gegend gelaufen und ich hab die ganze Zeit meinen Laptop und meine Schulsachen mit mir rum geschleppt! Irgendwo in einem unterirdischen Lokal hat er sich dann für etwas entschieden, dass für mich mehr nach Schnitzel von verschiedenen Tieren aussah, in Stückchen geschnitten…
Nebenbei habe ich auch 2 Paar wunderschöner Stäbchen gefunden und auch gleich gekauft, sowie ein kleines richtiges Kalligraphie-Set (Shoodo genannt)
Grundsätzlich weiss ich, dass von meiner Station bei meiner Gastfamilie mindestens 1 Bus zum Hakata Bahnhof fährt und genau den haben wir dann auch gesucht, jedoch nicht gefunden…..
Daher sind wir wieder nach Tenjin zurück, haben uns ein wenig verfahren und sind dann irgendwie wieder bei der Schule gewesen, von wo aus wir jeweils unsere richtigen Busse gefunden haben.
Es scheint hier irgendwie keine guten Buspläne zu geben, der den ich habe ist nur für Tenjin Zentrum und zeigt auch nur Busse einer bestimmten Linie an. Anbei, hier gibt es nicht nur ein Verkehrssystem sondern mehrere konkurrierende, mit verschiedenen Preisen, Zeiten und Routen.
Irgendwie bin ich dann irgendwann wieder nachhause gekommen und bin ziemlich erschöpft ins Bett gefallen, der Abend wäre richtig schön gewesen wenn ich keine 10kg Tasche mit mir rumschleppen hätte müssen….
Die U-Bahn selbst war gar nicht so voll wie ich befürchtet habe, obwohl so viele Leute unterwegs waren.
Ich bin von Tenjin nur 3 Stationen bis zum Hakata Bahnhof gefahren, dort fahren ürigens auch die berühmten Shinkansen Züge, aber ohne Ticket bekommt man die nichtmal zu Gesicht.
In Japan ist es üblich, dass sich rund um Bahnhöfe Shopping Center und Einkaufsstraßen ansiedeln. Als ob das anderswo nicht so wäre, aber dort ist es wirklich ganz besonders. Riesige Einkaufscenter mit 10 oder mehr Stockwerken, Lokale noch und nöcher, man kann sich gar nicht satt sehen.
Meine Begleitung wollte ungedingt irgendwas essen, kein Problem denk ich mir, naja falsch gedacht…..Wie sich herausstellte hat diese Person noch nie wirklich japanisches Essen gegessen und war deswegen mehr als nur wählerisch.
Wir sind wohl stundenlang durch die Gegend gelaufen und ich hab die ganze Zeit meinen Laptop und meine Schulsachen mit mir rum geschleppt! Irgendwo in einem unterirdischen Lokal hat er sich dann für etwas entschieden, dass für mich mehr nach Schnitzel von verschiedenen Tieren aussah, in Stückchen geschnitten…
Nebenbei habe ich auch 2 Paar wunderschöner Stäbchen gefunden und auch gleich gekauft, sowie ein kleines richtiges Kalligraphie-Set (Shoodo genannt)
Grundsätzlich weiss ich, dass von meiner Station bei meiner Gastfamilie mindestens 1 Bus zum Hakata Bahnhof fährt und genau den haben wir dann auch gesucht, jedoch nicht gefunden…..
Daher sind wir wieder nach Tenjin zurück, haben uns ein wenig verfahren und sind dann irgendwie wieder bei der Schule gewesen, von wo aus wir jeweils unsere richtigen Busse gefunden haben.
Es scheint hier irgendwie keine guten Buspläne zu geben, der den ich habe ist nur für Tenjin Zentrum und zeigt auch nur Busse einer bestimmten Linie an. Anbei, hier gibt es nicht nur ein Verkehrssystem sondern mehrere konkurrierende, mit verschiedenen Preisen, Zeiten und Routen.
Irgendwie bin ich dann irgendwann wieder nachhause gekommen und bin ziemlich erschöpft ins Bett gefallen, der Abend wäre richtig schön gewesen wenn ich keine 10kg Tasche mit mir rumschleppen hätte müssen….
Montag, 30. Juli 2007
neue Gastfamilie
Meine neue gastfamilie ist sehr viel besser als die vorherige!
Auch wenn sie praktisch kein englisch sprechen sind sie sehr bemüht mit mir zu kommunizieren.
Die Kleine (Ayaka) lernt in der Schule englisch, aber ihre Aussprache ist furchtbar. Die Eltern versuchen sätzeweise etwas aus einem Buch zu reden, das ganze ist recht lustig mit anzusehen.
Über meine Gastgeschenke haben sie sich sehr gefreut und viele Fragen gestellt.
Das Abendessen war ein Wahnsinn. Lauter kleiner Tellerchen mit diversen leckerein drauf.
Es gab kalte Soba nudeln die man in eine suppenartige kalte Sauce getunkt hat bevor man sie isst.
Dazu mini Teigtäschen und pressfisch-scheibchen.
Dann noch gefüllte tofu-ecken mit Reisfüllung, wirklich alles sehr lecker!
Die gesamte Wohnung ist im japanischen stil, im Wohnzimmer befindet sich eine erhöhte stelle mit Tatamimatten.


Das Klo ist gleich nebenan und vollständig mit runden Steinen ausgelegt sowie 2 großen runden für die Füße. Auch das Klo ist irgendwie sehr niedrig und mit Stoffbezug….

Das Badezimmer selber hat keine Türe im dem sinne wie Europäer es verstehen sondern nur einen Vorhang und die Nasszelle hat eine Schiebetür.
Es ist gewöhnungsbedürftig, aber ich denke ich werde schon irgendwie den Monat überstehen.
Mein Zimmer ist ganz okay (siehe Bilder) der Futon ist auch besser und ich habe die Nacht durchgeschlafen.
Anscheinend geht man in Japan relativ spät zu bett, als ich um 10 ins Bett ging, war sogar das Kind noch auf und keiner von ihnen war noch im Badezimmer.
Am nächsten tag musste ich um 7 aufstehen, ich hab mir sogar extra de Wecker gestellt, aber ich bin schon von alleine um 6 aufgewacht. Das ist auch besser so gewesen, so konnte ich mir schon herrichten, meinen Futon einrollen und die Sachen für die Schule herrichten. Um 7 sind dann auch die Eltern aufgestanden und sie hat das Frühstück für mich bereitet.
Es gab eine Art Suppe mit Karotten, Kartoffeln und Zwiebelstückchen darin. Ein Spiegelei, Hühnernuggets, Pommes und eine große Portion frisch gehobeltes Kraut (roh) .
Dazu habe ich noch einen Toast mit Marmelade bekommen, der irgendwie nicht dazu gepasst hat, dafür sind die Toastscheiben um einiges dicker als in Österreich, locker 2 Finger dick und viel besser als die dünnen, trockenen Dinger die ich aus Österreich kenne.
Um 7:45 bin ich dann mit meinem Gastvater los. Die Busstationen liegen ca. 10 min zu fuß entfernt. Es fahren dort ziemlich viele Busse und man muss darauf achten welche Nummer er hat und wohin er fährt. Ich kann mit 370 und 390 fahren. Beim einsteigen muss man eine Karte ziehen auf der eine Nummer steht, die angibt wo du eingestiegen bist. Vorne ist eine Tafel auf der die Nummern verzeichnet sind und darunter der preis, je weiter man fährt desto teurer wird es. Mein Bus fährt ziemlich direkt nach Tenjin (dem Stadtzentrum) und zwar über die Autobahn. Aufgrund des morgendlichen Verkehrs dauerte es über eine halbe stunde bis ich endlich bei der richtigen Station war. Beim Aussteigen wirft man das Geld sowieso das Kärtchen in den Automaten neben dem Fahrer und steigt aus.
Von der Station aus musste ich ein wenig laufen, aber es war schnell gefunden.
(Dieses Kästchen steht gleich beim Eingang des Buses, man steigt übrigens in der Mitte ein. Hier zieht man sein Kärtchen mit der entsprechenden Nummer)
(Hier wird angezeigt wie hoch der Fahrpreis ist. Bei meiner Station ziehe ich die 13, bei meiner Endstation beträgt der Fahrpreis also 390Yen das sind ca 2.30€)
(Das ist das Kästchen beim Busfahrer, in das man das Geld und die gezogene Karte wird, Geld wechseln kann, oder auch die Buskarte ziehen kann)
Auch wenn sie praktisch kein englisch sprechen sind sie sehr bemüht mit mir zu kommunizieren.
Die Kleine (Ayaka) lernt in der Schule englisch, aber ihre Aussprache ist furchtbar. Die Eltern versuchen sätzeweise etwas aus einem Buch zu reden, das ganze ist recht lustig mit anzusehen.
Über meine Gastgeschenke haben sie sich sehr gefreut und viele Fragen gestellt.
Wir haben den ganzen Nachmittag und Abend mit reden verbracht
Das Abendessen war ein Wahnsinn. Lauter kleiner Tellerchen mit diversen leckerein drauf.
Es gab kalte Soba nudeln die man in eine suppenartige kalte Sauce getunkt hat bevor man sie isst.
Dazu mini Teigtäschen und pressfisch-scheibchen.
Dann noch gefüllte tofu-ecken mit Reisfüllung, wirklich alles sehr lecker!
Die gesamte Wohnung ist im japanischen stil, im Wohnzimmer befindet sich eine erhöhte stelle mit Tatamimatten.
Das Badezimmer ist leider auch sehr japanisch. Sie haben keine Dusche und das Waschbecken schaut als wäre es aus einem Kindergarten geklaut. Es gibt eine Nasszelle in der man sich irgendwie mit geschöpften Wasser waschen muss, das geht ja noch so mehr oder weniger, aber Haare waschen in der Art ist der Horror. Wenn man dann also sauber und frei von seife ist, darf man in die Wanne die ca. nur halb so groß ist wie eine europäische, dafür tiefer.
Das Klo ist gleich nebenan und vollständig mit runden Steinen ausgelegt sowie 2 großen runden für die Füße. Auch das Klo ist irgendwie sehr niedrig und mit Stoffbezug….
Das Badezimmer selber hat keine Türe im dem sinne wie Europäer es verstehen sondern nur einen Vorhang und die Nasszelle hat eine Schiebetür.
Es ist gewöhnungsbedürftig, aber ich denke ich werde schon irgendwie den Monat überstehen.
Mein Zimmer ist ganz okay (siehe Bilder) der Futon ist auch besser und ich habe die Nacht durchgeschlafen.
Anscheinend geht man in Japan relativ spät zu bett, als ich um 10 ins Bett ging, war sogar das Kind noch auf und keiner von ihnen war noch im Badezimmer.
Am nächsten tag musste ich um 7 aufstehen, ich hab mir sogar extra de Wecker gestellt, aber ich bin schon von alleine um 6 aufgewacht. Das ist auch besser so gewesen, so konnte ich mir schon herrichten, meinen Futon einrollen und die Sachen für die Schule herrichten. Um 7 sind dann auch die Eltern aufgestanden und sie hat das Frühstück für mich bereitet.
Es gab eine Art Suppe mit Karotten, Kartoffeln und Zwiebelstückchen darin. Ein Spiegelei, Hühnernuggets, Pommes und eine große Portion frisch gehobeltes Kraut (roh) .
Dazu habe ich noch einen Toast mit Marmelade bekommen, der irgendwie nicht dazu gepasst hat, dafür sind die Toastscheiben um einiges dicker als in Österreich, locker 2 Finger dick und viel besser als die dünnen, trockenen Dinger die ich aus Österreich kenne.
Um 7:45 bin ich dann mit meinem Gastvater los. Die Busstationen liegen ca. 10 min zu fuß entfernt. Es fahren dort ziemlich viele Busse und man muss darauf achten welche Nummer er hat und wohin er fährt. Ich kann mit 370 und 390 fahren. Beim einsteigen muss man eine Karte ziehen auf der eine Nummer steht, die angibt wo du eingestiegen bist. Vorne ist eine Tafel auf der die Nummern verzeichnet sind und darunter der preis, je weiter man fährt desto teurer wird es. Mein Bus fährt ziemlich direkt nach Tenjin (dem Stadtzentrum) und zwar über die Autobahn. Aufgrund des morgendlichen Verkehrs dauerte es über eine halbe stunde bis ich endlich bei der richtigen Station war. Beim Aussteigen wirft man das Geld sowieso das Kärtchen in den Automaten neben dem Fahrer und steigt aus.
Von der Station aus musste ich ein wenig laufen, aber es war schnell gefunden.
erste Erkundungstour
Ich war gerade ein wenig zu Fuß unterwegs um mir die Gegend anzusehen. Eigentlich wollte ich mir auch die Schule ankucken, aber ich hab sie nicht gefunden, hätte wohl besser den Kartenausdruck mitnehmen sollen, aber egal. Heute Nachmittag bringt mich meine Ersatzgastfamilie eh dorthin um mich meiner richtigen Gastfamilie zu übergeben.
Bei meinem kleinen Ausflug habe ich meine hübschen weißen Ballerinas angezogen, die ich Wochenlang vorher in Wien mit dem Schuhspanner bearbeitet habe, damit sie mich auch ja nicht mehr kneifen. Und eigentlich sah es so aus, als ob alles okay wäre, ja ich konnte sogar sehr leicht rein und raus schlüpfen, also können sie ja unmöglich kneifen, dachte ich…
Nun ich war nichtmal eine Stunde unterwegs und ich hab 3 Blasen…
Zum glück hab ich Blasenpflaster dabei, trotzdem ärgert mich das ziemlich.
Gleich ums Eck vom Wohnhaus befindet sich ein Badehaus indem die Leute nur so ein und ausgehen, auch Jugendliche.
Hier ist es üblich einen Mundschutz zu tragen wenn man krank ist, aus Höfflichkeit den anderen gegenüber, damit sich niemand ansteckt. Sogar der punkig aussehende Kerl, der aus dem Badehaus kam trug einen auch wenn das überhaupt nicht zu seinem Outfit passte *g*
Bei meinem kleinen Ausflug habe ich meine hübschen weißen Ballerinas angezogen, die ich Wochenlang vorher in Wien mit dem Schuhspanner bearbeitet habe, damit sie mich auch ja nicht mehr kneifen. Und eigentlich sah es so aus, als ob alles okay wäre, ja ich konnte sogar sehr leicht rein und raus schlüpfen, also können sie ja unmöglich kneifen, dachte ich…
Nun ich war nichtmal eine Stunde unterwegs und ich hab 3 Blasen…
Zum glück hab ich Blasenpflaster dabei, trotzdem ärgert mich das ziemlich.
Gleich ums Eck vom Wohnhaus befindet sich ein Badehaus indem die Leute nur so ein und ausgehen, auch Jugendliche.
Hier ist es üblich einen Mundschutz zu tragen wenn man krank ist, aus Höfflichkeit den anderen gegenüber, damit sich niemand ansteckt. Sogar der punkig aussehende Kerl, der aus dem Badehaus kam trug einen auch wenn das überhaupt nicht zu seinem Outfit passte *g*
Ein paar Straßen weiter habe ich einen kleinen Shop gefunden, der anscheinend so was wie ein 24/7 Shop ist. Dort gab’s verdammt viel Auswahl an verschiedenen Bento-boxen, Instand-Ramen, Getränke, Süßkram und vielem mehr.
Auch Schreibkram hatten sie dort, ich habe mir gleich einen Block gekauft, den ich in der Sprachschule brauchen werde.
Ein muffinartiger Kuchen hat es mir auch angetan. Bestehend aus einem sehr hellen Teig mit dunklen Kuhflecken. Dazwischen eine Art Milchcreme wie bei einer Milchschnitte. War ganz gut. Dazu einen Eiskaffee hat aber sehr nach Milchkaffee geschmeckt aber durchaus trinkbar. Zuvor hatte ich mir an einem Automaten eine Flasche grünen Tee gekauft. Der war verhältnismäßig bitter, schmeckte also wirklich eher wie ein Tee als wie ein Eistee wie wir ihn hierzulande kennen.
Einige von euch werden „Mochi“ nicht kennen. Diese kleinen weichen, süßen Dinger werden aus Klebereismehl gemacht und dann gedämpft. Man kann sie mit verschiedenen Geschmacksrichtungen machen, ich habe mir eines mit Erdbeergeschmack inklusive Erdbeerfüllung genommen. Hier sind sie verdammt günstig, ich habe mir eine Packung mit locker 10 Stück um 150Yen gekauft, das sind nichtmal 70cent. Am Naschmarkt gibt es die Dinger einzelnd um 1Euro.
Diejenigen von euch die Anime kucken werden sicher das typische Zikadengeräusch schon mal gehört haben. Diese Tierchen scheinen in jedem noch so kleinem Stückchen grün zu wohnen und sie sind wirklich sehr sehr laut. Ich habe sie schon von weitem gehört und dachte eigentlich da wäre eine Werkstatt oder ähnliches, aber es war ein kleiner Park mit Spielplatz, ziemlich verlassen, ob das nun an der aufdringlichen Akustik oder an der Hitze liegt weiss ich nicht.
Obwohl heute nichteinmal die Sonne scheint ist es sehr heiß und schwül und ich wundere mich wie die Leute hier mit Hosen rumrennen können. Die hälfte der Leute fährt hier mit dem Fahrrad kreuz und quer herum, hier gib es keine Radspuren.
Viele Frauen tragen einen Sonnenschirm bei sich, das kommt mir ein wenig seltsam vor, denn die Sonne scheint ja gar nicht.
Ich bin wirklich froh, dass mein Zimmer hier eine Klimaanlage hat, hoffentlich hab ich das bei meiner richtigen Gastfamilie auch.
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