Donnerstag, 6. August 2009

Sonntag-Shinshuku+Hanabi


























Ich war zwar schon einmal in Shinshuku, aber da die Gegend so etwas von groß und vielfältig ist wollte ich unbedingt noch einmal hin fahren.
Die Fahrt dauerte mal wieder elend lange, aber was tut man nicht alles um etwas von Tokyo zu sehen?
Bevor ich los bin habe ich noch ein paar Pricora Bilder gemacht, gleich in der Früh bevor das Make-up wegen der Hitze zerläuft und man etwas fertig aussieht ;)
Kaum zu glauben wie viele Kaufhäuser es hier doch gibt, die meisten 8 Stockwerke hoch und noch 2-3 Stockwerke tief. Diesmal habe ich auch die Unterirdische Gegend erkundet und herausgefunden, dass es hier, genauso wie in Fukuoka eine Unterirdische Einkaufszone gibt, die die Einkaufszentren und das große U-Bahn Netzwerk miteinander verbindet. Lustigerweise hat hier in Shinshuku jede Linie ihren eigenen Bahnhof, wenn man umsteigen will muss man zum Teil recht große Strecken überwinden und genau das machen sich die Geschäfte zum Vorteil und lassen die Leute an ihren Auslagen vorbei laufen.
Ich hatte mir heute eigentlich vorgenommen eine leckere Bento-Box aus einem großen Supermarkt zu essen, normalerweise befindet sich ein solcher Supermarkt im Untergeschoß großer Kaufhäuser, aber heute bin ich nicht im Geringsten fündig geworden. Ich bin stundenlang durch die Kaufhäuser gelaufen, aber gefunden habe ich dabei nur eine Einkaufsgelegenheit für verschiedene Lebensmittel, die waren jedoch alle roh oder als Geschenk gedacht. Irgendwann am späteren Nachmittag habe ich dann eine Ecke gefunden, in der es auch ein paar Bento-Boxen gab, leider keine große Auswahl. Aber es war trotzdem überaus lecker.
Haarschmuck habe ich dafür heute reichlich gefunden und auch ein paar hübsche Teile gekauft, leider sind Schmetterlinge nicht mehr so im Trend wie sie vor 2 Jahren in Fukuoka waren, die hätten mir noch viel besser gefallen, aber natürlich sind auch die heurigen sehr hübsch.
Ich bin erst relativ spät nachhause gefahren, da ich nur in Shinshuku herum gelaufen bin taten mir die Füße nicht annähernd so weh wie letztes Mal, weswegen ich sehr viel länger Lust am herum laufen hatte.
In Inage habe ich mir dann noch im Supermarkt ein großes (1,5 l) Calpico gekauft, das ist dort sehr viel günstiger als im Kombini oder gar an den Automaten.
Zum Glück hatte ich den Schlüssel mit, denn schon von Weiten sah ich, dass in der Wohnung kein Licht brannte. Ganz praktisch, so kann ich wenigstens in Ruhe duschen, dachte ich zumindest.
Kaum war ich zum Lift eingebogen kam mir Mizuki (das älteste Gastkind) entgegen und faselte etwas vom Hanabi (=Feuerwerk). Die vielen Leute sind mir ja schon im Zug aufgefallen, aber die sind alle in Ichigawa, also viele Stationen vor Inage ausgestiegen. Und im Vorbeifahren habe ich gesehen, wie sich die Massen an Menschen (viele davon im sommerlichen Yukata) an den Ufern des Flusses sammelten um sich das Feuerwerk anzusehen.
Anscheinend kann man es vom 10. Stock aus sehen, und die Kleine machte deswegen so einen aufstand. Sie ist jedoch glatt an unserer Wohnung vorbei gelaufen und lief mit einer Freundin in eine fremde Wohnung, ich hinterher und steh plötzlich in einer fremden Wohnung. Die Frau, die mich am Eingang begrüßt kenn ich jedoch von irgendwo, aber Namen waren noch nie meine Stärke. Meine Gastmutter und die anderen Kindern (+anderen Kindern, die ich wahrscheinlich auch schon mal gesehen habe) laufen hier herum und eilen alle zum Balkon. Eigentlich wollte ich mir so etwas ja ersparen, aber ich wurde mal wieder zu meinem Glück gezwungen.
Hunger hatte ich eigentlich gar keinen, weswegen alle sehr erstaunt waren, dass ich die vielen kleinen Snacks ablehnte. Auch trinken wollte ich eigentlich nichts, hab mir ja gerade eine große Flasche Calpico gekauft und davon auch schon einiges getrunken, aber Anstandshalber habe ich eine Dose Orangensaft getrunken während ich mir mit wenig Begeisterung das Feuerwerk angesehen habe. Ganz im Gegensatz zu den Kindern, die jedes Mal aufschrieen und sich aufführten wie die Affen.
Scheinbar hat man mir meine Lustlosigkeit angesehen und dann zum Glück nachdem das Feuerwerk zu Ende war, nachhause geschickt, mit einem Plastikteller mit ein paar Kleinigkeiten. Zuhause habe ich dann endlich in Ruhe geduscht und danach die kleinen Snacks gefuttert, waren ein paar frische Sojabohnen in der Schale, Pistazien und verschiedene Schokokekse und ein Muffin.
Obwohl es heute in Shinshuku 28°C hatte und es auch jetzt am Abend kaum kühler ist, ist mir doch ein gaaanz kleines bisschen kalt und ich krame im Schrank um mir meine Decke wieder zu holen, die beim letzten waschen nicht mehr den Weg zu meinem Futon gefunden hat. Stattdessen hatte ich letztes Mal ein großes Handtuch auf meinem Futon liegen, als ob das ein Ersatz wäre…
Ich habe dann noch in Ruhe Gameboy gespielt und schnell das Licht abgeschaltet, als ich hörte, dass die Familie zurückkommt. Reichlich spät für so Kleine Kinder, die dann auch noch ewig lang herum gespielt haben bis es endlich ruhig wurde.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

praktisch, so kann man auch im regen trocken vom u-bahnnetz ins einkaufszentrum