Montag, 30. Juli 2007

neue Gastfamilie

Meine neue gastfamilie ist sehr viel besser als die vorherige!
Auch wenn sie praktisch kein englisch sprechen sind sie sehr bemüht mit mir zu kommunizieren.
Die Kleine (Ayaka) lernt in der Schule englisch, aber ihre Aussprache ist furchtbar. Die Eltern versuchen sätzeweise etwas aus einem Buch zu reden, das ganze ist recht lustig mit anzusehen.
Über meine Gastgeschenke haben sie sich sehr gefreut und viele Fragen gestellt.





Wir haben den ganzen Nachmittag und Abend mit reden verbracht


Das Abendessen war ein Wahnsinn. Lauter kleiner Tellerchen mit diversen leckerein drauf.
Es gab kalte Soba nudeln die man in eine suppenartige kalte Sauce getunkt hat bevor man sie isst.
Dazu mini Teigtäschen und pressfisch-scheibchen.
Dann noch gefüllte tofu-ecken mit Reisfüllung, wirklich alles sehr lecker!
Die gesamte Wohnung ist im japanischen stil, im Wohnzimmer befindet sich eine erhöhte stelle mit Tatamimatten.



Das Badezimmer ist leider auch sehr japanisch. Sie haben keine Dusche und das Waschbecken schaut als wäre es aus einem Kindergarten geklaut. Es gibt eine Nasszelle in der man sich irgendwie mit geschöpften Wasser waschen muss, das geht ja noch so mehr oder weniger, aber Haare waschen in der Art ist der Horror. Wenn man dann also sauber und frei von seife ist, darf man in die Wanne die ca. nur halb so groß ist wie eine europäische, dafür tiefer.




Das Klo ist gleich nebenan und vollständig mit runden Steinen ausgelegt sowie 2 großen runden für die Füße. Auch das Klo ist irgendwie sehr niedrig und mit Stoffbezug….



Das Badezimmer selber hat keine Türe im dem sinne wie Europäer es verstehen sondern nur einen Vorhang und die Nasszelle hat eine Schiebetür.
Es ist gewöhnungsbedürftig, aber ich denke ich werde schon irgendwie den Monat überstehen.
Mein Zimmer ist ganz okay (siehe Bilder) der Futon ist auch besser und ich habe die Nacht durchgeschlafen.
Anscheinend geht man in Japan relativ spät zu bett, als ich um 10 ins Bett ging, war sogar das Kind noch auf und keiner von ihnen war noch im Badezimmer.
Am nächsten tag musste ich um 7 aufstehen, ich hab mir sogar extra de Wecker gestellt, aber ich bin schon von alleine um 6 aufgewacht. Das ist auch besser so gewesen, so konnte ich mir schon herrichten, meinen Futon einrollen und die Sachen für die Schule herrichten. Um 7 sind dann auch die Eltern aufgestanden und sie hat das Frühstück für mich bereitet.
Es gab eine Art Suppe mit Karotten, Kartoffeln und Zwiebelstückchen darin. Ein Spiegelei, Hühnernuggets, Pommes und eine große Portion frisch gehobeltes Kraut (roh) .
Dazu habe ich noch einen Toast mit Marmelade bekommen, der irgendwie nicht dazu gepasst hat, dafür sind die Toastscheiben um einiges dicker als in Österreich, locker 2 Finger dick und viel besser als die dünnen, trockenen Dinger die ich aus Österreich kenne.
Um 7:45 bin ich dann mit meinem Gastvater los. Die Busstationen liegen ca. 10 min zu fuß entfernt. Es fahren dort ziemlich viele Busse und man muss darauf achten welche Nummer er hat und wohin er fährt. Ich kann mit 370 und 390 fahren. Beim einsteigen muss man eine Karte ziehen auf der eine Nummer steht, die angibt wo du eingestiegen bist. Vorne ist eine Tafel auf der die Nummern verzeichnet sind und darunter der preis, je weiter man fährt desto teurer wird es. Mein Bus fährt ziemlich direkt nach Tenjin (dem Stadtzentrum) und zwar über die Autobahn. Aufgrund des morgendlichen Verkehrs dauerte es über eine halbe stunde bis ich endlich bei der richtigen Station war. Beim Aussteigen wirft man das Geld sowieso das Kärtchen in den Automaten neben dem Fahrer und steigt aus.
Von der Station aus musste ich ein wenig laufen, aber es war schnell gefunden.

(Dieses Kästchen steht gleich beim Eingang des Buses, man steigt übrigens in der Mitte ein. Hier zieht man sein Kärtchen mit der entsprechenden Nummer)
(Hier wird angezeigt wie hoch der Fahrpreis ist. Bei meiner Station ziehe ich die 13, bei meiner Endstation beträgt der Fahrpreis also 390Yen das sind ca 2.30€)





(Das ist das Kästchen beim Busfahrer, in das man das Geld und die gezogene Karte wird, Geld wechseln kann, oder auch die Buskarte ziehen kann)

erste Erkundungstour

(Einer der vielen 24 Stunden Shops und davor 3 Frauen, jede mit ihrem Handy beschäftigt und mit Sonnenschirm)








Ich war gerade ein wenig zu Fuß unterwegs um mir die Gegend anzusehen. Eigentlich wollte ich mir auch die Schule ankucken, aber ich hab sie nicht gefunden, hätte wohl besser den Kartenausdruck mitnehmen sollen, aber egal. Heute Nachmittag bringt mich meine Ersatzgastfamilie eh dorthin um mich meiner richtigen Gastfamilie zu übergeben.
Bei meinem kleinen Ausflug habe ich meine hübschen weißen Ballerinas angezogen, die ich Wochenlang vorher in Wien mit dem Schuhspanner bearbeitet habe, damit sie mich auch ja nicht mehr kneifen. Und eigentlich sah es so aus, als ob alles okay wäre, ja ich konnte sogar sehr leicht rein und raus schlüpfen, also können sie ja unmöglich kneifen, dachte ich…
Nun ich war nichtmal eine Stunde unterwegs und ich hab 3 Blasen…
Zum glück hab ich Blasenpflaster dabei, trotzdem ärgert mich das ziemlich.
Gleich ums Eck vom Wohnhaus befindet sich ein Badehaus indem die Leute nur so ein und ausgehen, auch Jugendliche.
Hier ist es üblich einen Mundschutz zu tragen wenn man krank ist, aus Höfflichkeit den anderen gegenüber, damit sich niemand ansteckt. Sogar der punkig aussehende Kerl, der aus dem Badehaus kam trug einen auch wenn das überhaupt nicht zu seinem Outfit passte *g*

Bild oben: Das Badehaus um die Ecke.

Ein paar Straßen weiter habe ich einen kleinen Shop gefunden, der anscheinend so was wie ein 24/7 Shop ist. Dort gab’s verdammt viel Auswahl an verschiedenen Bento-boxen, Instand-Ramen, Getränke, Süßkram und vielem mehr.
Auch Schreibkram hatten sie dort, ich habe mir gleich einen Block gekauft, den ich in der Sprachschule brauchen werde.
Ein muffinartiger Kuchen hat es mir auch angetan. Bestehend aus einem sehr hellen Teig mit dunklen Kuhflecken. Dazwischen eine Art Milchcreme wie bei einer Milchschnitte. War ganz gut. Dazu einen Eiskaffee hat aber sehr nach Milchkaffee geschmeckt aber durchaus trinkbar. Zuvor hatte ich mir an einem Automaten eine Flasche grünen Tee gekauft. Der war verhältnismäßig bitter, schmeckte also wirklich eher wie ein Tee als wie ein Eistee wie wir ihn hierzulande kennen.
Einige von euch werden „Mochi“ nicht kennen. Diese kleinen weichen, süßen Dinger werden aus Klebereismehl gemacht und dann gedämpft. Man kann sie mit verschiedenen Geschmacksrichtungen machen, ich habe mir eines mit Erdbeergeschmack inklusive Erdbeerfüllung genommen. Hier sind sie verdammt günstig, ich habe mir eine Packung mit locker 10 Stück um 150Yen gekauft, das sind nichtmal 70cent. Am Naschmarkt gibt es die Dinger einzelnd um 1Euro.

Diejenigen von euch die Anime kucken werden sicher das typische Zikadengeräusch schon mal gehört haben. Diese Tierchen scheinen in jedem noch so kleinem Stückchen grün zu wohnen und sie sind wirklich sehr sehr laut. Ich habe sie schon von weitem gehört und dachte eigentlich da wäre eine Werkstatt oder ähnliches, aber es war ein kleiner Park mit Spielplatz, ziemlich verlassen, ob das nun an der aufdringlichen Akustik oder an der Hitze liegt weiss ich nicht.
Obwohl heute nichteinmal die Sonne scheint ist es sehr heiß und schwül und ich wundere mich wie die Leute hier mit Hosen rumrennen können. Die hälfte der Leute fährt hier mit dem Fahrrad kreuz und quer herum, hier gib es keine Radspuren.
Viele Frauen tragen einen Sonnenschirm bei sich, das kommt mir ein wenig seltsam vor, denn die Sonne scheint ja gar nicht.
Ich bin wirklich froh, dass mein Zimmer hier eine Klimaanlage hat, hoffentlich hab ich das bei meiner richtigen Gastfamilie auch.




(Das ist mein erster japanischer Snack. Mochis mit Erdbeergeschmck und eine Art Eiskaffee)
(Einer der vielen Getränkeautomaten, die hier wirklich überall herum stehen)

die erste Nacht....

Sobald ich alleine war bin ich bei meiner Gastfamilie ins bett gefallen. Naja Bett kann man das gar nicht nennen, es ist ein Futon, eine dickere festere decke die man auf dem Boden legt, und darauf schläft man. Der Polster erinnerte eher eine Nackenstütze weswegen ich das Teil sofort weggetan habe.
Dadurch dass der Boden hart und der Futon nicht gerade das ist was man bequem nennen kann hatte ich das Gefühl zu campen, nur dass Grasboden wohl weicher gewesen wäre….

Hier habe ich also geschlafen, der ganze Krempel auf der Seite ist nicht meiner, sondern gehört der Gastfamilie.


Ich hab mich total lang herum gewälzt, bin ständig aufgewacht und hatte das Gefühl überall am körper blaue flecken zu kriegen. (und ich hab heute morgen tatsächich welche gefunden!)
Dadurch dass man praktisch mit dem Kopf am Boden liegt hört und spürt man jede Bewegung in der Wohnung und der Kleine läuft nicht gerade auf Samtpfoten durch die Wohnung. Die Küchenecke ist auch gleich neben an und der Krach war nicht wenig.
Aber irgendwie hab ich es dann doch überstanden, so gegen Mitternacht bin ich mal wieder aufgewacht und fühlte mich nicht mehr wirklich müde, aber ich musste weiterschlafen, sonst würd ich mit meinem Schlafhaushalt gar nicht mehr zu Recht kommen.
Aber um 7 in der Früh (Mitternacht in Österreich) konnte ich echt nicht mehr schlafen, ich hab dann mein Zimmer fotografiert (siehe Bilder) und auch meine Aussicht. Der Hafen ist gleich gegenüber und dahinter sieht man die Autobahn die übrigens mehrstöckig ist.
Da meine Gastfamilie noch schlief, habe ich mich raus ins Bad geschlichen und kaum war ich fertig sind die beiden auch aufgestanden. Keine Ahnung ob ich sie aufgeweckt habe oder ob sie eh aufstehen wollten. Zum Frühstück bekam ich nicht mehr als Orangensaft runter, der wenigstens besser geschmeckt hat als der im Flugzeug.
Die beiden haben überhaupt nichts gegessen, sie wollen zum Frühstück zum Starbucks gehen.
Ich werde dann auch mal meine Runden hier drehen und schaun was sich hier zu tut. Direkt nebenan liegt ja das stadtzentrum in dem auch meine Schule liegt. Ich werd mich also umschauen und natürlich fotos machen ;-)
Der Hund den meine Gastfamilie übrigens hat heisst "Dunken" und wohnt die meiste Zeit auf dem Balkon wo er eine Hundehütte, Futter und Wasser und so was wie eine Katzentoilette hat. Bisschen komisch find ich, aber bitte, so ersparen sie sich eben das gassigehen.
Mein Zimmer ist übrigens recht klein, wenn man hier mein bett reinstellen würde, hätte man keinen platz mehr für anderes.
So das wars fürs erste. Ich werd mich jetzt in der Gegend umsehen, aber nicht lange. Um 16 Uhr treffe ich dann meine eigentliche Gastfamilie.


(Das ist übrigens die Aussicht aus meinem Fenster, direkt zu der mehrstöckigen Autobahn)

Flug Teil 2

Das war jetzt aber ein ordentliches durcheinander…..
Als ich ankam wartete da keine Familie auf mich, sondern nur jemand von der Schule (eine der älteren Lehrerinnen wie ich später erfuhr). Sie drückte mir einen Brief in die Hand indem stand, dass ich eine Nacht woanderns schlafen müsste und dass ich meine Gastfamilie erst morgen um 16:00 bei der Schule treffen würde.
Die ältere Dame war sehr nett, konnte aber kaum englisch und so war ich natürlich etwas durcheinander wohins nun ging und ob ich bei ihr wohnen würde oder wo auch immer.
Sie fuhr kreuz und quer durch die Stadt, parkte dann ein, zerrte mich in den 10 Stock eines Wohnblocks nahe des Zentrums und setzte mich dort ab. Die Tür hat zu meinem erstaunen ein nicht-Asiate aufgemacht, der auf dem ersten Blick nicht älter als 25 aussah. Ich dachte zuerst, dass dies ein Mitstudent sei und er auch hier wohne, aber wie sich herausstellte ist er für heute mein Gastvater, er hat eine ebenso junge frau und ein kleines kind. Auch wenn sie ganz nett zu mir sind, ich fühl mich wie ein Untermieter. Ich soll mir was aus dem Eiskasten nehmen wenn ich mag und schon waren sie weg, wohin sagten sie mir nichteinmal.
Der Flug war auch nicht gerade toll, ich hab elend lang am Tokyoter Flughafen gewaret. Ausländer müssen sich da an einer extra schlange anstellen nur damit ihr Pass kontrolliert wird. Ich bin dort eine halbe stunde lang gestanden. Und hab mich dann total abgehetzt weil ich ja 3 stunden vor dem Abflug einchecken muss.
Aber eigentlich hab ich mich umsonst abgehetzt, denn ich musste dann erst total lang warten und wusste kaum was mit meiner Zeit anzufangen.
Als es dann endlich ans boarden ging wurden zuerst die Leute aufgerufen die 1.Klasse fliegen und dann die, die alt, gebrechlich oder anders behindert sind. Erst danach durften alle anderen. Und dann ging es noch gar nicht ins Flugzeug sondern in einen Bus der uns zum Flugzeug fuhr.
Das flugzeug war eher ein kleines altmodisches und es war halb leer, was aber gar nicht so unangenehm war.
Als wir dann abhoben wollte ich ein paar gute bilder machen, aber es war so dunstig dass man nichts sehen konnte.
Auf ein Essen hab ich jedoch umsonst gewartet bei diesem Flug, es gab nur zu trinken und der Saft schmeckte so süß dass ich gar nicht die Frucht rausgeschmeckt habe…..
Der flug dauerte nur ca 1,5 stunden und als es ca eine halbe Stunde vorher zum Sinkflug anging is mir irgendwie schlecht geworden, ich weiss nicht ob das daran lag dass ich einen leeren magen hatte oder weil mir das schon zuviel wurde. Zum Glück musste ich die Kotztüte nicht benutzen dafür sind mir bei der Landung ständig die Augen zugefallen und ich konnte erst recht keine Bilder machen.
Gleich nach der landung ging es zur Gepäckausgabe, ich musste nicht extra wieder alle Passsachen herzeigen, da es ja ein Inlandsflug war.
Mein Koffer kam auch recht bald, aber ich musste feststellen, dass er an einigen stellen Schmutzflecken hat, mal schaun ob ich die wieder rauskrieg.
Danach ging es wie gesagt mit der älteren dame zu meiner erstversorger gastfamilie.

Flug Teil 1







(Das bin ich am Flughafen Wien-Schwechat kurz vor dem Abflug)




Ich bin noch nicht mal ganz da du schon gibt’s viel zu erzählen!!!!
Der Flug war verdammt lang, ich hab zwar versucht zu schlafen, aber es war so laut und die zeit schien wie im Flug zu vergehen. Ich konnte gerade noch das Abendrot auf der einen Seite sehen und wenig später erschien das Morgerot auf der anderen seilte.
Das essen war eher mies.
Das späte Mittagessen war sehr schmächtig und nicht gerade lecker. Mitten in der Nacht sind die dann mit Instand Ramen(das sind Nudeln) angetanzt!! Ich dachte ich sehe schlecht und das soll das berühmte do&co Essen bei der Austrian Airline sein????
Laut meiner Uhr war es 2 Uhr morgens als sie mit dem Frühstück daher kamen und diesmal gab es nicht einmal richtiges Besteck. Schon mal versucht mit einem Plastikmesser ein mickriges Aufbackweckerl aufzuschneiden?? Ich hab’s dabei belassen eine seilte aufzuschlitzen und ein Blatt wurst reinzustopfen. Was ich mit den anderen 10 Wurstblättern anfangen sollte wusste ich nicht. Dazu gab’s dann noch einen Muffin der mit der eingetrocknet wirkenden Marmelade gerde noch genießbar war…...
Neben mir saß ein Koreaner der ab dem Mittagessen nicht zum reden aufhören wollte. Wir haben uns zwar nett mit einem mischmasch aus englisch und japanisch unterhalten aber ich war echt froh als der endlich einschlief. Er hat mich nach meiner skype id gefragt und ich war so verdutzt dass ich sie ihm gab. Die werd ich wohl ändern müssen wenn ich wieder zurück bin.
Ansonsten war der Flug ganz okay und die Landung ging recht rasch vonstatten.
Kaum war ich aus dem Flugzeug draussen musste ich endlos lange Gänge hinter mich bringen und dann bin ich eine volle halbe Stunde angestanden nur damit der meinen Pass kontrolliert wird.
Ihr habt vielleicht schon mal davon gehört dass es in Japan für so ziemlich alles Angestellte gibt. Und das stimmt. Bei der Passkontrolle stand jemand der die Leute auf die gerade frei gewordenen Schalter aufmerksam macht und sie sogar dorthin geleitet wenn es mehr als ein paar schritte entfernt war.
Kaum war ich da durch bin ich zu den typischen Laufbändern gekommen an dem gerade mein Koffer vorbei fuhr. Da mein Handgepäckskoffer genauso ausschaut (siehe Bilder im Juni) hat der ältere Herr der dort stand sogleich meinen Koffer geschnappt und für mich abgestellt. Ja richtig gedacht, ebenfalls ein Angestellter. Ich find das aber echt praktisch, und vor allem sehr zuvorkommend. Überall wird einem freundlich zugesprochen und die Leute sind echt happy wenn man sich auf japanisch bedankt.
Das komische an Japan ist, dass man erstmal komplett auschecken muss bevor man erneut einchecken darf wenn man weiterfliegt. Ist total umständlich. Man steht da nämlich ziemlich bescheuert in der Ankunftshalle und weiss natürlich auf einem fremden Flughafen nicht wo man jetzt nun wieder hinmuss. Aber dafür gibt’s ja auch Personal. Und nachdem ich endlich wieder eingeckeckt habe (ich war da die einzige Ausländerin) bin ich praktisch alleine wieder durch die Gänge geirrt auf der suche nach meinem Gate. Kaum hatte ich das gefunden bin ich dort mal aufs Klo, ist echt arg wie die dort aussehen. Ich hab ein paar Bilder dort gemacht.
Bild oben: Also über dies Loch hockt man sich und hofft dass man reinzielen kann. Mit einem Rock wäre es für mich noch denkbar das ganze zu schaffen, aber ich wüsste nicht wie ich das Jeans bewältigen sollte.
Bild unten: Da Japaner ihre Kinder unterwegs eigentlich immer tragen ergibt sich ein kleines Problem mit dem "wohin" wenn man aufs Klo muss. Aber die Japaner haben auch dafür eine passende Idee und stecken einfach Kindersitze in die Klos.

Es gibt normale WCs wie wir sie kennen und die berühmten Schüsseln im Boden aber selbst die schauen gar nicht mal so abschreckend aus, vielleicht probier ich mal eine aus.
In den Klos gabs sogar sitzgelegenheiten für Kinder die mit aufs Klo kommen.
Im großen und ganzen sehr kundenfreundlich das ganze.

Bei den Gates gabs auch einen kleinen Shop bei dem ich natürlich gleich zugeschlagen habe ;-)
Ein T-shirt und einen Autoaufkleber habe ichs fürs erste mal ergattert. Es gab dort auch noch allerhand Süßkram den ich aber wohl erst später ausprobieren werde. Sogar ein kleiner Imbissstand war dort dabei aber da ich davon ausgehe, dass ich am Weiterflug gleich wieder was bekomme hab ichs mir vorerstmal verkniffen was zu kaufen. Ausserdem hab ich vor lauter Aufregung sowieso schon seit Tagen keinen Appetit mehr. Oder liegts am Flugzeugessen?
Aber das ärgste hab ich euch ja noch unterschlagen!
Kurz nachdem ich überhaupt erst im Flugzeug war und mich häuslich eingerichtet habe kommt da eine nette Flugbegleiterin vorbei, schaut auf die Sitznummer, schaut mich an und fragt mich ob ich die ***** bin…...
Ich bejahe, sie fängt verlegen an zu kichern, drückt mir eine Rose und einen Brief in die hand uns sagt mir, dass dies natürlich nicht von ihr kommt, sie soll mir das nur übergeben.
Könnt ihr euch meinen Gesichtsausdruck vorstellen??
Also ich war erstmal total perplex hab die Rose und den Brief angestarrt und dann zu lesen angefangen. Ich wäre nie drauf gekommen von wem das ist und es war mir irgendwie auch ein bisschen unheimlich. Aber ich fands echt lieb dass derjenige an mich gedacht hat. Derjenige weiss wohl eh dass ich über ihn spreche, gell? Wir reden wenn ich wieder daheim bin oder du kommst irgendwann mal zwischen 4 und 5 in der früh online, dann bin ich im msn…...
Die Rose hat übrigens den Flug nicht überlebt…...
So, nun sitz ich hier und warte auf meinen Weiterflug, das dauert aber wohl noch ein Weilchen, hier sitzen noch Leute die auf den Flug um 10 nach Nagoya warten, mein Flug geht erst um 11:30 nach FUKUOKA!
Übrigens, ihr glaubt gar nicht wie viele Leute mich total verdutzt anstarren, weil ich hier ganz alleine in der Welt rumkurve.
So, das war fürs erste. Mehr wenn ich in Fukuoka angekommen bin.

Dienstag, 24. Juli 2007

Brief an die Gastfamilie

Gestern hat man mir die Bitte zukommen lassen für meine Gastfamilie einen Brief zu schreiben indem ich mich beschreibe damit sie mich kennen lernen.
Zuerst war ich ja ziemlich verdutzt, denn ich fliege ende der Woche, ich wäre vor meinem Brief dort.
Aber auf Nachfrage wurde ich dann aufgeklärt, dass ich den Brief per E-mail an Kolumbus Sprachreisen schicken soll, die schicken das dann an meine Sprachschule in Fukuoka und die schicken es dann meiner Gastfamilie..... komplizierter gehts nimmer.....
Nagut, da ich nicht wusste ob meine Gastfamilie englisch spricht, geschweigedenn deutsch hab ich eine kurze Selbstvorstellung auf japanisch geschrieben.

はじめまして。
私はジェニーです。オーストリアで生まれました。
私は21歳です。
ウィーンの大学で日本語の勉強しています。
私の父は会社をガスしています。
私の母は付き添いの仕事をしています。
私は日本の文化と料理をしてに興味があります。
動物と子供好きです。
和食が好きです。
どうぞよろしくお願いします。


Es sind nur noch 3 Tage bis zum Abflug!!!

Freitag, 20. Juli 2007

der Countdown läuft.....

Ich habe gestern einen dicken Brief von meiner Sprachschule bekommen. Mit all den Infos die ich schon vor 2 Wochen erwartet habe.

Gleich zu beginn Name und Adresse meiner zukünftigen Gastfamilie.

Yusako und Yoshinaga Shuuichi sind beide 30 Jahre alt und haben eine 12 jährige Tochter (Ayaka). Bei dieser Info war ich erstmal etwas enttäuscht, denn mit einer 12 jährigen kann ich nicht gerade viel unternehmen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Kleine englisch spricht ist somit auch dahin.

Die Familie hat auch einen Hund, ich hoffe es ist ein süßer kleiner zum knuddeln *s*

Wohnen werde ich im Bezirk Hakata (rote Markierung auf dem Bild)

Meine Sprachschule hingegen ist im Grand Building in Chuuo, von dort aus sind es nur wenige Minuten bis zum Strand!

Mein Unterricht wird täglich von 10:00 bis 12:00 und von 13:00 bis 15:00 sein, dazwischen habe ich Mittagspause, die ich bestimmt dazu nutzen werde den gratis Internetanschluß zu nutzen und meinen Blog zu aktualisieren.

Der ganze Informationspack den ich bekommen habe war ja ganz nett und informativ, aber da mein Flug schon in einer Woche geht, kommen diese Infos eindeutig zu spät!

Die meisten Sachen habe ich mir schon längst selbst rausgesucht und musste ich auch, denn Impfungen, Pass und ähnliches (manche Einreisenden brauchen ein Visum) bekommt man nicht so schnell innerhalb einer Woche!


Es sind nur noch 7 Tage bis zum Abflug!!!!

Sonntag, 8. Juli 2007

kleines Wörterbuch Teil 1

Ich bin ja praktisch schon eine eingefleischte Japanologin, dementsprechend benutze ich auch viel mehr japanische Wörter als ein Normalbürger versteht.
Natürlich gibt es haufenweise japanischer Ausdrücke, die inzwischen jedem geläufig sind, zb: Sushi, Kimono, Manga, Geisha, Samurai, Sumo-Ringer und ähnliches sind soweit wohl jedem bekannt?
Aber wie stehts mit Udon, Tenno, O-Tera, Okonomiyaki, kon nichi wa, tadaima, Ramen, Tatami, Genkan, O-Hashi und hardogay? Eben......

Begrüßung:

はじめました   hashimemashta Es freut mich Sie kennen zu lernen
こん にち は kon nichi wa Guten Tag
おはよう ございます ohayoo gozaimasu Guten Morgen
こん ばん は kon ban wa Guten Abend
お休みなさい oyasumi nasai Gute Nacht
じゃまた ja mata Bis Dann
行って来ます itte kimasu "Ich gehe und komme wieder" --> Bis später
行ってらっしゃい itte rasshai "Du bist willkommen" -->Bis dann
ただいま tadaima "Bin wieder da"
お帰りなさい okaeri nasai "Schön dass du wieder da bist"

Essen:

寿司  sushi  Reisbällchen mit diversen rohen Fisch oder sonstigem oben
巻き maki Reis mit diverser Füllung in Algenblatt eingewickelt
お好み焼き okonomiyaki Teig der vor einem mit Fleisch, Gemüse etc gebraten wird
うどん udon dicke Nudeln mit viel Gemüse und Fleisch in einer Suppe
ラーメン ramen dünne chinesische Nudeln mit allerlei in einer Suppe
鳥焼き toriyaki gebratene Hähnchen Spieße
焼き魚 yakizakana gebratener Fisch
野菜 yasai Gemüse
刺身 sashimi roher Fisch
お弁当 obento "Lunch-Box" zum mitnehmen
天ぷら tenpura praktisch alles was man in Teig fritieren kann
焼きそば yakisoba gebratene Buchweizennudeln
サラダ sarada Salat
mochi Reiskuchen
お茶 ocha Tee
日本酒 nihonshuu das was wir Sake nennen


So, das wars fürs erste. weitere Einträge folgen natürlich ;-)

Dienstag, 3. Juli 2007

Erledigungen

Wie bei jeder Reise gibt es natürlich einige Sachen zu erledigen.

Zum ersten einmal Impfungen!
Auch wenn für Japan keine speziellen Impfungen vorgeschrieben sind ist es doch wichtig alle üblichen Impfungen zu haben bzw. sie aufzufrischen.
Aus diesem Grund habe ich mir gestern eine Hepatis A+B, Thyphus, Diphterie, Polio und Tetanus Impfung verpassen lassen.
Mir tun die Oberarme noch immer weh.....
Das ganze hat noch dazu 120€ gekostet (nur der Impfstoff).

Zum zweiten dann der Pass!
Auch wenn mein Pass erst Anfang nächsten Jahres abläuft, so erkennt man mich auf dem Bild nicht mehr so wirklich, da war ich nämlich 12.
Also ab zum Foto-Geschäft und ein paar "neutrale" Bilder machen lassen. (12€ für 4 Fotos)
Beim Passamt dann ewig warten und sich dann von einer unfreudlichen Büroangestellten abfertigen lassen. Innerhalb von 5 Tagen wird mir mein neuer Pass zugeschickt.
Das ganze hat mich aber 70€ gekostet, eine echte wucher wenn man bedenkt, dass man dafür nichtmal ein freundliches Personal bekommt!

Des weiteren eine Reise-Versicherung!
Ab zum ÖAMTC für eine Weltweite Reiseversicherung. Für Mitglieder nur 36€, gar nicht mal schlecht für das Angebot.
Sollte ich beim Umsteigen in Tokyo meinen Flug verpassen (Verspätungen etc.) werden mir Nächtigung, Verpflegung und Transport gezahlt.
Falls mein Gepäck beschädigt, geklaut oder sonstwie abhanden gerät wird es mir ersetzt.
Sollte ich krank werden, ins Krankenhaus müssen oder sonst was schlimmes passieren werden mir sämtliche Kosten erstattet.
Grundsätzlich ist jedem, der einen längeren Auslandsaufenthalt plant, so eine Versicherung zu empfehlen, denn sie kostet vergleichsweise wenig.